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Arabische Einzelländer Länder
(Darstellung, Problematiken, Politik etc.)
Eine Trennung von Politik, Islam und Länderkunde ist nicht so einfach möglich. Deshalb auch mal nachschauen unter :
- Islam
Allgemeine Darstellungen / Länderübergreifende Darstellung
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Heiko Flottau
Vom Nil bis an den Hindukusch
Erscheinungsdatum: März 2004
ISBN: 3426273241
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| Heiko
Flottau legt in seiner umfassenden Analyse die historischen Wurzeln der
heutigen Konflikte im Nahen Osten frei. Seit mehr als fünfzig
Jahren ist der Nahe Osten ein Brandherd der Weltpolitik. Der Irak-Krieg
war nur das jüngste Beben in einer langen Reihe von
Erschütterungen des Weltfriedens. Wer diese Entwicklung lediglich
aus den aktuellen Konflikten ableitet, greift zu kurz. Die brisante
Lage von heute zwischen Kairo, Riad, Teheran und Kabul hat eine fast
hundertjährige Geschichte der Fehlentscheidungen und der Gewalt.
Ihre Initialzündung ist der Zusammenbruch des Osmanischen Reiches
im Ersten Weltkrieg. Heiko Flottau, Nahostkorrespondent der
Süddeutschen Zeitung und erfahrener Kenner der Region, beschreibt
die Reaktionen der betroffenen Völker und erkundet Chancen, aber
auch Grenzen einer Neuordnung des politischen Raumes zwischen dem
Mittelmeer und Zentralasien.... (Text: Amazon)
Das Beste was ich zu diesem Thema in letzter Zeit gelesen habe. Wirklich fundiert und detailliert.
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Ulrich Haarmann
Geschichte der arabischen Welt
C.H. Beck Verlag
ISBN 3406474861 |
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| Ein Standardwerk der arabischen
Geschichte, wenn nicht sogar das wichtigste Buch in deutscher Sprache,
was sie Geschichte der arabischen Länder betrifft. vom 7.
Jahrhundert bis in 20. spannt sich der zeitlichte Rahmen. Die Autoren
der Einzelbeiträge lesen sich wie ein "Who is who" der deutschen
Arabistik. |
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Volker Perthes
Geheime Gärte. Die neue arabische Welt
Siedler Verlag München 2002
ISBN 3886807479 |
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Rezension von Amazon:
Von
außen erscheint die arabische Welt einerseits bedrohlich,
andererseits eigentümlich statisch. Doch die Staaten des Nahen und
Mittleren Ostens wie Nordafrikas befinden sich in einer historischen
Umbruchphase, auch wenn der arabisch-israelische Friedensprozess zu
stagnieren scheint. Der Krieg um Kuwait, der Friedensprozess im Nahen
Osten haben die Beziehungen der Länder zueinander in Bewegung
gebracht; es gibt neue weltwirtschaftliche Herausforderungen und
Integrationsversuche, die die Region vor völlig neue Fragen
stellen. Der Tod langjähriger Herrscher wie König Hussein von
Jordanien, König Hassan von Marokko und Präsident Asad von
Syrien hat in der arabischen Welt einen Generationenwechsel
eingeleitet, der innerhalb eines Jahrzehnts zu einem vollständigen
Austausch der politischen Führungseliten - nicht nur der
Könige und Präsidenten - führen wird. Der Autor
untersucht die Faktoren des Wandels in den wichtigsten Staaten dieser
Region. Er fragt dabei nach den Chancen der wirtschaftlichen wie der
politischen Erneuerung. Der Nahe und Mittlere Osten entwickelt sich
mittelfristig sicher nicht zu einer europäischen Demokratie. Er
wird aber pluralistischer, und die neuen Führungen sind daran
interessiert, ihre Länder wirtschaftlich stärker zu
öffnen, besonders Europa gegenüber. Fraglich bleibt, ob diese
Generation in der Lage sein wird, innergesellschaftliche und
zwischenstaatliche Konflikte erfolgreicher zu bewältigen als
vorangegangene Generationen. Die Frage von Krieg und Frieden bleibt
nicht nur nach außen hin virulent.
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Michel Lüders
Im Herzen Arabiens
Gebundene Ausgabe - 224 Seiten - Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum: März 2004
ISBN: 3451283476
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Süddeutsche Zeitung vom 29.06.2004:
Für offensichtlich schlüssig und nachvollziehbar hält
Rupert Neudeck die Vorgehensweise, mit der Michael Lüders in
seinen Berichten aus arabischen Ländern für ein
Verständnis der dortigen Gesellschaften wirbt. Ein Plädoyer
gegen die im Westen verbreitete Vorstellung, die eigene Lebensweise
für die bessere zu halten. "In bester journalistischer Tradition"
hat der Autor die Begegnung mit den einfachen Menschen auf der
Straße gesucht, lobt Neudeck. Was er sich dabei selbst abverlangt
hat, gibt er an die Leser weiter, die dann auch "schwer verdauliche
Brocken" wie den Bericht über eine Hinrichtung nach den Gesetzen
der Scharia verkraften müssen. Dass er für Verständnis
etwa für die Situation der Palästinenser wirbt, macht ihn
nicht zu einem Apologeten des Terrors, wie der Rezensent betont.
Lüders versuche nur, "Brücken zu bauen".
Die Tageszeitung vom 22.05.2004
Die
große Stärke von Michael Lüders Buch ist es, lobt die
Rezensentin Edith Kresta, dass der Autor über seiner Liebe zur
arabisch-israelischen Welt keine Kompromisse in der Kritik an den
gegenwärtigen Regimes, am desolaten Zustand der Gesellschaften
eingeht. Freilich belasse er es nicht bei der Kritik, sondern
diskutiere "sachlich und differenziert nach vorn", etwa wenn er der
westlichen Politik vorhält, dass sie lieber mit autoritären
Regimes gemeinsame Sache macht als mit den unbequemen
Nichtregierungsorganisationen. Am wichtigsten, so seine von Kresta mit
Nachdruck unterstützte These, wäre es, das "katastrophale
Bildungswesen" durch finanzielle Unterstützung zu verbessern. Ganz
ungeschoren kommt das Buch, mit dem die Rezensentin offenkundig sehr
sympathisiert, dann aber doch nicht davon: In Lüders' gelegentlich
aufblitzendem Wunsch, die arabischen Gesellschaften als Gegenentwurf
zum westlichen Kapitalismus zu betrachten, sieht sie eine
Naivität, die die materialistischen Realitäten der Gegenwart
geflissentlich übersieht.
Ich persönlich finde das Buch lesenswert .....
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Auch als Audo CDs (2 Stück)
CD - Audiobuch
Erscheinungsdatum: Juni 2004
ISBN: 3899640780 |
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Arnold Hottinger
Islamische Welt
Der Nahe Osten: Erfahrungen, Begegnungen, Anlalysen
Gebundene Ausgabe - Schöningh
Erscheinungsdatum: Juli 2004
ISBN: 3506718002
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Rezension von Amazon:
Arnold Hottinger hat sich weit über den deutschen Sprachraum
hinaus den Ruf erworben, einer der besten Kenner des Nahen Ostens und
seiner Menschen zu sein. Sein neues Buch bündelt die Erfahrung von
Jahrzehnten. Der langjährige Nahost-Korrespondent der Neuen
Zürcher Zeitung berichtet von seinen Begegnungen mit der
islamischen Welt zwischen Marokko und Pakistan - mit Städtern und
Stammeskriegern, Händlern und Herrschern, Geistlichen und
Politikern, mit Sunniten und Schiiten, Arabern und Persern, Türken
und Kurden. Der farbige Bogen seiner Reisen und Erlebnisse spannt sich
vom Maghreb bis Afghanistan, von Ägypten bis zum Iran, vom Irak
bis zum Jemen, kurz über den gesamten Nahen Osten - und über
ihn hinaus.
Stets weiß Hottinger die großen und selbst die kleinen
Geschehnisse, von denen er berichtet, in ihren historischen Rahmen zu
stellen. Das macht sein neues Buch zugleich zu einem Führer durch
die letzten 100 Jahre der schwierigen Geschichte des Nahen Ostens. Und
mehr noch: Hottingers Blick auf den Nahen Osten war und ist immer der
eines teilnehmenden Beobachters, dem es darum geht, die islamische
Welt, ihre Kultur und ihre Traditionen zu verstehen und sie anderen
besser verständlich zu machen. Wohl nie ist ihm das besser
gelungen als mit diesem Buch.
1956, noch vor der Suez-Krise, betrat Arnold Hottinger als junger Mann
zum erstenmal den Libanon, um seine Studien der arabischen Sprache zu
vervollkommnen und die islamische Welt aus nächster Nähe
kennenzulernen. Die Region nahm ihn gefangen und ließ ihn nie
wieder los - sie wurde mit ihren Menschen, dem Reichtum ihrer Kultur,
ihrer Geschichte und ihrer Politik zum Mittelpunkt eines umfangreichen
journalistischen und publizistischen Schaffens, das ihm, nicht zuletzt
wegen seiner außergewöhnlich breiten Beherrschung der
Sprachen des Nahen Ostens, auch in der wissenschaftlichen Fachwelt
einen international hoch angesehenen Namen verschafft hat. Das
vorliegende Buch ist die beeindruckende Summe seiner Erfahrungen.
Unterhaltsam und fundiert. Ich hab es sehr gerne gelesen. Sehr Gut !!
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Orientalische Promenaden. Der Nahe und
Mittlere Osten im Umbruch
von Volker Perthes
Siedler
Erscheinungsdatum: Februar 2006
ISBN: 3886808203
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Rezensionen Amazon:
Kurzbeschreibung
Volker Perthes nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ausgewählte
Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Er schildert die sozialen und
politischen Realitäten dieses Krisengebiets und zeigt, welche teils
bedrohlichen, teils hoffnungsvoll stimmenden Veränderungen sich an
diesem Brennpunkt der internationalen Politik abzeichnen.
Der Nahe und Mittlere Osten steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts wie
nie zuvor im Zentrum weltweiter Aufmerksamkeit. Volker Perthes
schildert die politische, kulturelle und konfessionelle Vielfalt
dieser Region. Sein Buch zeichnet ein Bild der Debatten und
gesellschaftlichen Verwerfungen in Saudi-Arabien, Ägypten,
Kurdistan, Israel und Palästina sowie im Iran, indem es die Menschen
dieser Länder selbst zu Wort kommen lässt. Die amerikanisch geführte
Irak-Invasion hat die Verhältnisse im Nahen und Mittleren Osten
durcheinander gewirbelt. Man kann von einer geopolitischen
Revolution und einem historischen Wendepunkt für die regionalen
Entwicklungen sprechen. Langjähriger Stillstand ist vielerorts einer
Unruhe gewichen, die neue Risiken, aber auch neue Chancen birgt. In
der Auseinandersetzung um die Zukunft der einzelnen Länder, durch
die Perthes’ »Promenaden« führen, kommt dem Spannungsverhältnis von
Religion und Politik eine zentrale Bedeutung zu. Gerade im Streit
über Terrorismus und Gewalt, über das Verhältnis zu den USA und
Europa oder über Demokratie und Menschenrechte wird aber deutlich,
dass es falsch wäre, von einem Kampf der Kulturen zu sprechen: Es
handelt sich vielmehr um Konflikte innerhalb der
arabisch-muslimischen Kultur.
Volker Perthes ist Direktor der Stiftung für Wissenschaft und
Politik und ein gefragter Nahost-Fachmann.
Über den Autor
Volker Perthes, geboren 1958 in Homberg, Niederrhein, ist Direktor
der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und durch zahlreiche
Veröffentlichungen zum Nahen und Mittleren Osten bekannt geworden.
Der promovierte und habilitierte Politologe lehrte in Duisburg,
Beirut, München und Berlin und ist ein viel gefragter Kommentator
der Entwicklungen im Nahen Osten und in der arabischen Welt. Nach
zahlreichen Veröffentlichungen zu Themen der Region erschien unter
seiner Herausgeberschaft zuletzt das Buch "Deutsche Nahostpolitik:
Interessen und Optionen" (2001).
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=k&ressort=kl&id=553479
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2006
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH,
München
Auf dem orientalischen Markt
Spaziergänge durch den Nahen und Mittleren Osten: Pharaonen,
Antisemiten und Pragmatiker
Wer flaniert nicht gerne über einen arabischen Markt, schaut dem
bunten Treiben und temperamentvollen Gefeilsche zu, atmet die
kräftigen Gerüche der Gewürze ein und trinkt bei einer Wasserpfeife
einen Tee mit Kardamon und viel Zucker? In dem gleichnamigen Buch
von Volker Perthes sucht man nach solchen Klischees allerdings
vergebens. Dem Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in
Berlin geht es um Krisen und Konflikte, um Debatten und
Demokratiedefizite, zuweilen auch um Gewalt. Er hat sich in Ägypten,
Israel und Palästina, Saudi-Arabien, dem kurdischen Teil des Irak
und dem Iran umgeschaut und analysiert die Umbruchprozesse in dieser
Region. Perthes versteht es geschickt, Stimmen und Stimmungen
einzufangen und mit Analysen von Gesellschaft und Politik zu
kombinieren. Er vermittelt darüber hinaus Einblicke in den Alltag –
Familie, Arbeitsplatz, Universität. In seinem Buch kommen neben
gesellschaftlichen Eliten auch ganz einfache Menschen zu Wort.
Repression und Gewalt
Beeindruckend ist das Porträt Ägyptens – des Molochs Kairo – und der
politischen Kultur, die geprägt ist von der pharaonischen (also
nicht-islamischen oder -arabischen) Tradition: Das Volk beobachte,
was an der Spitze geschehe, erwarte aber, dass letztlich der
„Pharao“ Mubarak allein die weisen Entscheidungen treffe.
Gleichzeitig ist das Land am Nil nicht nur das Mutterland des
islamischen Fundamentalismus, sondern, so Perthes, auch ein Land, in
dem dieser Fundamentalismus weniger streng als anderswo und überdies
militärisch und politisch gescheitert sei. Der Autor nennt das alles
„pluralistischer Autoritarismus“.
Erhellend sind auch die Innenansichten aus dem antiamerikanischen
Frontstaat der Amerikaner, Saudi-Arabien, wobei die Fahrt über
Hunderte Kilometer von Autobahnen in der Wüste ein Verständnis für
die Strenge und Schmucklosigkeit des hier beheimateten Glaubens
vermittelt. Oder die Visite im irakischen Kirkuk, wo es nicht nur
Öl, sondern zahlreiche Nationalitäten gibt, die die Stadt als die
Ihre betrachten. In Kirkuk findet Perthes eine von Repression und
Gewalt durchtränkte Geschichte vor, die im kollektiven Bewusstsein
gegenwärtig ist, aber auch zivilgesellschaftliche Kräfte, die nach
Verständigung suchen. Kann zusammenbleiben, was nicht
zusammengehört, fragt Perthes und beschwört einen Pragmatismus, der
an konkreten wirtschaftlichen, sozialen und politischen
Fortschritten interessiert ist, nicht aber an nationalistischen
Visionen.
Perthes nimmt uns auch mit zu einem Einkaufsbummel nach Teheran. Auf
der Vali Asr, der längsten Einkaufsstraße der Welt, kann man alle
Klassen und Schichten der städtischen Gesellschaft beobachten.
Perthes entdeckt die subversiven Wirkungen körperbetonter
islamischer Kleidung, den subtilen Wunsch nach amerikanischem
Lifestyle, ein hungriges und intellektuell offenes Lesepublikum,
aber auch den penetranten Versuch der geistlichen Eliten, die
islamische Ordnung sichtbar bleiben zu lassen.
Aus der Reihe fallen die Promenaden in Israel und Palästina. Hier
reduziert er beide Länder auf ihren großen Konflikt. Man kann zwar
tatsächlich Israel nicht besuchen, ohne diesem Thema zu begegnen,
wer sich aber ausschließlich ihm widmet, muss dafür Gründe haben.
Vielleicht gefällt sich Perthes in der Rolle des ehrlichen Maklers
zwischen den Kontrahenten, die in seinem Augen alle gleichermaßen
versagt haben. Das wäre die überhebliche europäische Perspektive,
die glaubt, die Vernunft und die Moral für sich gepachtet zu haben.
Insgesamt hält sich Perthes mit Ratschlägen à la „Was muss der
Westen tun, damit . . . ?“ durchaus zurück –was kein Nachteil ist.
Seine Absicht ist dennoch klar: Ihm liegt daran, die These vom Kampf
der Kulturen zu unterminieren, indem er über Konflikte innerhalb
einer Kultur berichtet. Antidemokratische, antiwestliche und
antisemitische Stimmen unterschlägt er nicht, aber er warnt davor,
sie überzubewerten. Angesichts der Hysterie um alles, was irgendwie
mit dem Islam zu tun hat, ist Perthes nüchterner Blick ein Gewinn.
Seine Einschätzung des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad ist
allerdings inzwischen überholt. Perthes bezeichnet ihn als
„konservativ-pragmatisch“, als einen Technokraten, der zwar loyal
zum islamischen Staat sei, sich jedoch auf die Verbesserung der
wirtschaftlichen Situation konzentrieren werde. Von ihm erwarteten
die Iraner, einen pragmatischen Weg nach Amerika zu finden. Ziemlich
schnell hat sich Ahmadinedschad jedoch als leidenschaftlicher
Antisemit geoutet, dessen Wahn durch das Präsidentenamt nicht
gemäßigt, sondern angespornt wird – Wirtschaft hin, Amerika her.
Perthes hat gleichwohl ein sehr kenntnisreiches Buch geschrieben. In
Deutschland gibt es kaum einen zweiten Politikwissenschaftler, der
mit dieser Weltgegend so vertraut ist und so klar und scharfsinnig
deren Entwicklung aufzeichnen kann. Auf Dauer allerdings ermüden
seine Spaziergänge – weniger Begegnungen wären mehr gewesen. Perthes
hat den Blick eines Schiedsrichters – immer korrekt, immer um
Ausgleich bemüht, immer vernünftig, sehr europäisch eben.
JÖRG SPÄTER
Meine Meinung: Zur Zeit einer (wenn nicht der Beste) der
besten Buchautoren zum Thema Naher Osten, der im deutschsprachigen
Raum anzutreffen ist. Das beweist auch wieder dies Buch.
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Die Länder des Islam: Geschichte, Tradition und der Einbruch der Moderne
Arnold Hottinger
Schöningh; Auflage: 1 (März 2008) ISBN-10: 3506765418 ISBN-13: 978-3506765413
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Beschreibung Amazon:
Kurzbeschreibung
Arnold Hottinger, langjähriger Nahostkorrespondent der
Neuen Zürcher Zeitung, berichtet seit Jahrzehnten über
die islamische Welt. Er ist international hoch geachtet,
als einer der ganz wenigen Journalisten, dessen
tiefgründige Analysen auch von der Wissenschaft ernst
genommen werden. Nach seinem großen Buch »Islamische
Welt« legt er nun ein neues wichtiges Werk vor. Darin
beleuchtet und analysiert er die heutigen Probleme der
Länder islamischer Religion und Kultur vor dem
Hintergrund ihrer vielfältigen unterschiedlichen
Geschichte(n) und Besonderheiten und vor der
Herausforderung durch die Moderne, mit der sie alle
konfrontiert sind. Der engagierte Vermittler zwischen
Orient und Okzident zeichnet ein vielschichtiges und
differenziertes Bild der islamischen Welt, die, wie er
überzeugend darstellt, mit dem Islam, schon gar nicht
mit dem Islamismus, längst nicht hinreichend erklärt und
zu verstehen ist, und er verdeutlicht die
Strukturprobleme, die die Invasion der Moderne für diese
Über den Autor
Arnold Hottinger, geboren 1926 -
fließend sprachkundiger Arabist und Orientalist - war
von 1961 - 1991 Korrespondent der "NZZ" im Nahen Osten.
Zahlreiche Fachveröffentlichungen und Berichte.
Meine
Meinung:
Höttinger ist einer der wenigen Journalisten, die wirklich
gut verständliche, faktisch richtige und interessante
Büchter zum Thema "Naher Osten" schreiben. Äusserst
lesenswert!!
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Ägypten
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A Future for the Past: Restorations in Islamic Cairo 1973-2004 (Gebundene Ausgabe) Wolfgang Mayer (Autor), Philipp Speiser (Autor)
Verlag: Zabern, Philipp von; Auflage: 1
ISBN-10: 3805338163 ISBN-13: 978-3805338165
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Verlagstext:
Weltkulturerbe Kairener Altstadt!
An kaum einem anderen Ort wird die Schönheit orientalischer
Bauweise so deutlich wie in der Altstadt Kairos. Dank moderner
Bauforschung und erfolgreicher Denkmalpflege, die durch die
Arbeiten des Deutschen Archäologischen Instituts, Kairo möglich
wurden, kann die islamische Architektur der Altstadt Kairos nun
in zahlreichen großformatigen Abbildungen und Plänen zum ersten
Mal einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.
Der reich illustrierte Band erscheint zum 100jährigen Bestehen
des Instituts und belegt die weit verzweigte Forschungsarbeit
des Deutschen Archäologischen Instituts.
Meine Meinung: Also als Kairo-Fan könnt ihr hier in
diesem Fall nicht ungedingt eine neutrale Meinung erwarten :-).
Aber das Buch gibt wirklich eine sehr guten Einblick in die
Altstadt von Kairo, insbesondere wenn diese durch
vorhergegangene Besuche schon besucht wurde. Also wirklich
lesenswert.
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Anthony Sattin
Im Schatten des Pharao. Altes Ägypten in neuer Zeit.
Broschiert - 270 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum: August 2002
ISBN: 3442711819 |
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Rezension von Amazon:
Ausgestattet mit unveröffentlichten Aufzeichnungen aus den
zwanziger Jahren, macht sich Anthony Sattin auf eine ungewöhnliche
Suche: Er fahndet nach den Spuren, die 5.000 Jahre Geschichte im
heutigen Ägypten hinterlassen haben - und all ihren
Widersprüchen
Meine Meinung: Mal ein etwas anderes Buch über Ägypten ... aber sehr lesenswert.
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Anthony Sattin
Im Schatten des Pharao. Altes Ägypten in neuer Zeit.
Broschiert - 270 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum: August 2002
ISBN: 3442711819 |
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Rezension:
Die WELT, 17. September 2002
...In dieser um sich greifenden Korruption, in einem anscheinend
"unaufhaltsamen Denk- und Bildungsverfall", in einem "biologistischen
Massenimpuls des Unbewussten" und in einem "ins Totalitäre
weisenden Trend zum Konsum, Spaß, Kontrolle und - Terror" sieht
Raddatz eine schleichende "Islamisierung" und, damit verbunden, die
"Deformierung des Westens".
Dieses Buch
wird, wie schon Raddatz' Studie "Von Gott zu Allah" (2001), heftige
Kontroversen auslösen - nicht zuletzt deshalb, weil es politische
Konsequenzen, etwa im Blick auf die Zuwanderung, nahe legt und den in
Aussicht genommenen Beitritt der Türkei in die Europäische
Union problematisiert. Leicht wird es den Gegnern nicht fallen, die
meist mit guten Argumenten und historischen Belegen vorgetragenen
Thesen des Autors zu erschüttern.
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Meine
Meinung: lesenswert, wenn ich dieses Buch auch als tendenziös
ansehe. Sprachgewaltig geschrieben geht die Sicht af das Essentielle
verloren. Aber durchaus lesenswert.
Siehe auch:
http://www.moschee-schluechtern.de/texte/raddatz/rezensionszitate.htm
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/neunzehn/gast/38398/
http://www.inkultura-online.de/hprad.htm
http://www.tendenzen.de/interviews/int202.htm
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Joris Luyendijk
Die Kinder der Midaq- Gasse. Ein Jahr Kairo
Taschenbuch - Rotbuch Vlg., HH. (2001)
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Joris
Luyendijk lebt ein Jahr in Kairo und studierte an der dortigen
Universität. Es schildert in diesem Buch seine Erlebnisse mit
seinen Altergenossen. Wahrscheinlich liegt hier ein Generationskonflikt
vor, da ich das Buch bei weitem nicht so gut finde wie das Buch von
Lieve Joris
(Die Tore von Damaskus). Das viele Gerede über Sex und Liebe ist
nicht so mein Ding ... das Buch hat keinen so bleibenden Eindruck bei
mir hinterlassen ... aber trotzdem noch lesenswert ... |
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Ägypten. Geographie, Geschichte,
Wirtschaft,
Politik
von Barbara Ibrahim, Fouad N. Ibrahim
240 Seiten - Wissenschaftliche
Buchgesellschaft
Erscheinungsdatum: Dezember 2005
Auflage: 1
ISBN: 3534174208
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Kurzbeschreibung
Amazon:
Ägypten ist Pauschalreiseziel und fremde Welt
zugleich. Diesem Doppelbild werden die Autoren in ihrer
Länderkunde voll und ganz gerecht. Die Ibrahims sind nicht nur
Insider, sondern zugleich als in Deutschland lebende
Wissenschaftler auch in der Lage, eine Außenperspektive
einzunehmen, so dass sich hier Verständnis für die Situation des
ägyptischen Volkes mit kritischer Beobachtung paart. Ein
Schwerpunkt wird auf die Landwirtschaft gelegt und auf die für
das Land überlebenswichtige Frage des Wassers. Außerdem wird der
Behandlung des Tourismus, der die wichtigste – allerdings
krisenanfällige - Devisenquelle Ägyptens darstellt, breiter Raum
eingeräumt. Trotz der nicht immer einfachen Datenlage bieten die
Autoren eine Fülle gut recherchierter Fakten, die neben den
offiziellen Quellen eben auch auf zahlreichen Aufenthalten in
allen Teilen des Landes und auf vielfältigen Kontakten zur
Bevölkerung basieren.
Über den Autor
Fouad Naguib Ibrahim, geb. 1938, war bis 2004 Professor für
Sozialgeographie an der Universität Bayreuth. Er ist als
Afrika-Berater für zahlreiche nationale und internationale
Organisationen tätig, unter anderem für GTZ, UNDP und UNESCO.
Barbara Ibrahim, geb. 1937, studierte Geographie, Anglistik und
Afrikanologie.
Meine Meinung: Trotz der schwierigen
Quellenlage ist DAS Buch über Ägypten, das versucht die
Hauptaspekte des Landes abzudecken. 5 Sterne von 5 :-) !!!!
Vergleich mit der "Länderkunde Jemen"
von Horst Kopp
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Faszinierendes Ägypten
von Clemens Emmler, Ernst-Otto Luthardt
Flechsig
Erscheinungsdatum: Februar 2006
Auflage: 1
ISBN: 3881897038
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Meine Meinung: Schöne und gut gemachte Fotos von Alexandria bis
Assuan ... Mehr ein Sache fürs Auge. Nicht überragend informell,
aber das Huch vermittelt eine guten ersten Eindruck von Ägypten.
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Re-Islamisierung und Islamismus. Hintergründe
und sozialpolitische Ursachen am Beispiel Ägypten
von Monika Schimmelpfennig
Tectum; Auflage: 1 (August 2005)
ISBN: 382888878X
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Klappentext:
„Al Qaida“: ein Schlagwort, das spätestens seit dem 11. September
2001 in aller Munde ist. Auch die aktuelle Berichterstattung in den
Medien wird dominiert von der Darstellung terroristischer Anschläge
gewalttätiger Splittergruppen der so genannten Islamisten. Dabei
wird leider oft nicht zwischen Re-Islamisierung (Tendenz zur
Rückbesinnung auf die eigene Identität, den Islam) und Islamismus
(politische Ideologisierung; extreme, zum Teil gewalttätige
Bewegungen innerhalb der Re-Islamisierung) unterschieden. In diesem
Buch soll der Versuch gemacht werden, beide Phänomene zu
differenzieren und die Hintergründe und einige Ursachen der
Entstehung islamistischer Gruppierungen zu untersuchen. Dabei steht
der Zusammenhang zwischen defizitärer staatlicher Sozialpolitik und
Islamismus am Beispiel Ägypten im Vordergrund. Denn viele der
heutigen islamistischen Organisationen stützen sich auf die
Ideologie der „Muslimbrüder“, die 1923 in Ägypten gegründet wurden
Meine Meinung: Sehr formalistischer, wissenschaftlicher Aufbau,
der sich punktuell mit dem Phänomen des Islamismus /
Re-Islamisierung unter dem Aspekt der staatlichen Sozialpolitik in
Ägypten, die versagt hat und an deren Stelle islamische
Gruppierungen treten.
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Whatever Happened to the Egyptians?
Changes in Egyptian Society from 1950 to the Present
Galal A. Amin
Verlag: The American University in Cairo Press; Auflage: Ill (März 2001) ISBN-10: 9774245598 ISBN-13: 978-9774245596
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Forecasts & Strategies
Personal Snapshots
June 2001
Whatever Happened to the Egyptians?
By Mark Skousen
Governments are generally reluctant to admit mistakes and to
change mistaken policies until much harm has been done.
-P.T. Bauer and B.S. Yamey
In
Whatever Happened to the Egyptians?, a popular book in
Egypt, author Galan Amin raises a good question. Thousands of
years ago, Egypt was the birthplace of one of the world's
greatest civilizations, with remarkable advances in architecture,
astronomy, mathematics and economics, and the pharaohs ruled the
world for centuries.
But
today Egypt is a fallen nation. My family and I visited Egypt
for the first time last month, and we were appalled. Arriving in
Cairo to see the ancient pyramids, we also saw filthy canals,
undrinkable water, dire poverty, noisy traffic, teeming millions,
incessant vendors and dust everywhere (due to cement factories
nearby).
I
picked up a copy of a guidebook on what it’s like for a
Westerner to live in Cairo. The author, Claire Francy, lists so
many shortages that she urges foreign residents to bring the
following with them: answering machines, major appliances,
computers, modems, printers, telephones, fax machines, cosmetics,
flashlights, pantyhose, wines, books in English, clothes and
shoes. Yes, shoes. "In a city with nearly as many shoe stores as
feet, it is almost impossible to find decent shoes." Oh, the
joys of import substitution laws!
And
yet, Egypt has tremendous resources: oil, cotton, some of the
best fertile land in the world along the Nile Valley, a first-rate
irrigation system, the Suez Canal, and a huge labor force (nearly
70 million and the population is growing rapidly, despite the
common practice of female circumcision, which leaves women
without sexual feeling but not without children). Yet true
unemployment is 20% and underemployment is endemic. Egypt
suffers from a huge "brain drain," with 2.5 million Egyptians
working abroad. The nation has illiteracy rates of 66% among
women and 37% among men. It imports half of its food. After
Israel, this Arab-African nation is the highest recipient of
U.S. foreign aid in the world.
Anti-Market Policies
What's the cause of this demise? The culprit is socialist
interventionism in the economy. As one economist states, "The
Egyptian economy bears the legacy of economic policies dating
from the 1950s which were motivated by concern for equity and
assistance to the poor. These policies were characterized by
price regulation, subsidization of consumer goods, a dominant
public sector and state control." When Gamal Nasser gained power
in 1954, he established a "democratic socialist state" and
nationalized everything under the sun (including the local beer
company) and dramatically increased government control of the
economy. Moreover, under a Napoleonic code, Egypt suffers from a
regulatory nightmare of paperwork and bureaucracy.
[Insert graphic here]
At the Egyptian pyramids with my daughter Hayley.
Fortunately, Nasser's replacement, Anwar Sadat, began a program
of reducing the role of government. After his tragic
assassination in 1981, his successor, Hosni Mubarak, has
accelerated market policies of privatization and foreign
investment, and eliminated price and exchange controls. Yet,
even today, 36% of the labor force is employed by the government,
and the economy continues to suffer from overregulation and
controls.
Egypt has made substantial progress since 1990, when the Fraser
Institute ranked it #88 in its Economic Freedom report. Today it
is ranked #52. But clearly the Egyptian leaders have a long way
to go to fulfill the Koran's promise of "wealth and children" as
the "adornments of this present life."
Meine Meinung: Ein recht gutes Buch, das die
Entwickungstendenzen seit der Ära Nasser aufzeigt, wenn auch zu
bemängeln ist, das die Rolle, die der Islamismus bei der
Entwickungssteuerung in Ägypten, nicht stark genug
berücksichtigt wird. Sie auch der Folgeband, der auf die neueste
zeit eingeht:
Whatever else Happened to the Egyptians?
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Afghanistan
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Endstation Kabul. Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht (Gebundene Ausgabe) Achim Wohlgethan
Verlag: Econ Verlag (10. Januar 2008)
ISBN-10: 3430200431 ISBN-13: 978-3430200431
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Kurztext Verlag
Afghanistan ist eine tickende Zeitbombe für die über 3000 dort
stationierten deutschen Soldaten. Weil es keine
Evakuierungsmöglichkeiten gibt, die Ausrüstung mangelhaft ist
und die Führung sich mehr um ein gutes Image als um die
Sicherheit ihrer Truppe sorgt, geraten Soldaten unnötig in
Lebensgefahr.
In seinem packenden Tatsachenbericht schildert der
Fallschirmjäger Achim Wohlgethan seinen Einsatz in Kabul. Er
lässt uns hinter die Kulissen der Bundeswehr blicken und rückt
damit die Diskussion um den Afghanistan-Einsatz in ein völlig
neues Licht.
Klappentext Verlag
Wie fühlt es sich an, als deutscher Soldat in den Straßen von
Kabul zu patrouillieren? Wie reagiert man, wenn plötzlich ein
Kind mit einer Waffe vor einem steht? Und wie geht man als
Soldat mit der ständigen Bedrohung um?
In „Endstation Kabul“ erzählt der Fallschirmjäger Achim
Wohlgethan lebendig und kenntnisreich von seinem gefährlichen
Alltag als deutscher Soldat in Kabul. Mit seinem Insiderbericht
bringt er uns nicht nur Land und Leute, sondern auch die
Probleme der deutschen Armee und der internationalen
Afghanistan-Politik nahe. Er nimmt uns mit in armselige
Krankenhäuser, gefüllte Waffenlager und idyllische Bergdörfer,
die von Warlords verwaltet werden. Er erzählt von seiner Hilfe
für einen abgeschobenen Jungen aus Frankfurt und von seinen
gefährlichen Operationen, die er für geheime Dienste und mit
einer niederländischen Spezialeinheit durchführte, wodurch er
mehr als einmal Auge in Auge mit afghanischen Kämpfern stand.
Eindrücklich schildert er, dass die Bundeswehr die
Gefährlichkeit ihrer Mission bewusst herunterspielt, sich mehr
um ein gutes Image als um die Sicherheit ihrer Truppe sorgt und
die Soldaten oft moralisch, politisch und juristisch im Stich
gelassen werden.
Mit seinem Erfahrungsbericht gewährt Achim Wohlgethan erstmals
einen ungeschönten Blick auf den Afghanistan-Einsatz der
Bundeswehr und liefert politisch brisante Fakten, die die
Diskussion um diesen Einsatz anheizen werden. Ein packendes und
längst fälliges Buch.
Meine Meinung: Obwohl ich keine
Freund von Erfahrungsberichten bin, die eine Thematik aus einer
sehr engen Perspektive aufzeigt, muss ich dem Buch zugestehen,
dass es handwerklich sehr gut geschrieben ist, spannend ist und
eine Thematik aufgreift, die uns noch lange beschäftigen wird
und uns auch noch viele Problem bescheren wird. Der
Bundeswehreinsatz in Afghanistan ist an sich schon sehr zu
hinterfragen, aber unter der perfektive des Autors auch noch
sehr unprofessionell durchgeführt. Man sollte das Buch lesen, um
sich selbst ein Urteil u bilden.
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Ahmed Rashid
Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad
Droemer Knaur, Mchn., 2001 |
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| Zwar teilweise recht
verwirrend und sich Wiederholend, aber im deutschsprachigen Raum ist zu
diesem Thema (Taliban, Afghanistan) zur Zeit nichts besseres und
umfassenderes erhältlich. Das Buch zeigt besonders die
Hintergründe der Taliban und der damit verbundenen Phänomene
auf und greift nicht einfach ein Problem aus einem riesigen
Problemkomplex heraus. |
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Algerien
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Algerien - Frontstaat im globalen Krieg?
Bernhard Schmid
Unrast
Erscheinungsdatum: Januar 2005
ISBN: 3897710196
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Politischer Islamismus und Neoliberalismus
am Fallbeispiel Algerien.
Verlagstext:
Algerien galt der europäischen Linken lange Zeit als ein
"Modellfall" in der so genannten Dritten Welt. Das Land konnte sich,
überwiegend aus eigener Kraft, von der 132 Jahre währenden
Vorherrschaft des französischen Kolonialismus befreien - zu einem
hohen Preis: Der Unabhängigkeitskrieg zwischen 1954 und 1962
kostete auf der algerischen Seite rund eine Million Tote und zahlreiche
Folteropfer.
Infolge der Unabhängigkeit 1962 schlug das Land zunächst
einen staatssozialistischen Entwicklungsweg ein, der vor allem folgende
Elemente miteinander vermengte: Entwicklungsdiktatur und Bemühen
um eine
eigenständige Industrialisierung; Dominanz der
Staatsbürokratie und zugleich (im Unterschied zu der UdSSR und
anderen realsozialistischen Staaten) Vorherrschaft der Militärs
über die Einheits-Partei; eine zunächst geringe, später
aber vom Staat als "Gegengift" zum Marxismus geförderte Bedeutung
der Religion in der politischen Sphäre.
Ab den frühen 80er Jahren beginnt dieses Entwicklungsmodell
auseinander zu brechen. Innere und äußere Faktoren spielen
dabei eine Rolle - die Rolle der in die eigene Tasche wirtschaftenden
Eliten, der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt der Jahre 1985/86 und
der Niedergang des verbündeten sowjetischen
Blocks. Auch in der Gesellschaft hat das staatssozialistishe Modell an
Legitimität verloren, der Staat gilt als "Auspresser" der
Gesellschaft, und viele Algerier glauben in den 80er Jahren an die
Illusion einer "Befreiung" durch den Markt.
Mit der Implosion des alten Ein-Parteien-Staats 1988, unter dem Ansturm
einer zunächst blutig unterdrückten Jugendrevolte, beginnt
eine neue Phase. Der kurze demokratisch-pluralistische Frühling
wird beendet durch den raschen Aufstieg des politischen Islamismus zur
Massenbewegung, vor dem
Hintergrund der Krise aller als "links" oder progressiv konnotierten
Befreiungsmodelle (der Begriff des Sozialismus wird mit dem
untergehenden FLN-Staat, jener des Kommunismus mit der verbündeten
und ebenfalls niedergehenden UdSSR identifiziert). Scheinbar bleibt nur
der "Rückbzug auf die angestammte Identität", die
reaktionäre Utopie einer durch Abschneiden aller verderblichen und
zersetzenden Einflüsse "gesundeten" Gesellschaft als Alternative
zu den abgewirtschafteten Eliten.
Die reaktionäre Utopie kann Anfang der Neunziger tatsächlich
Millionen Menschen mobilisieren, jedenfalls an den Wahlurnen. Aus der
Nähe betrachtet, ist der Erfolg des politischen Islamismus jedoch
nicht so total wie befürchtet: Die Politik der Islamistenpartei
FIS in den "1990" eroberten Rathäusern führt zu einer
Negativbilanz, die nicht wenige Wähler abstößt. Der
Versuch einer Machtergreifung von der Straße aus, mit einer (von
der Form her) aufstandsähnlichen Strategie, endet im Misserfolg.
Der
parlamentarische Weg an die Macht wird dem FIS schließlich durch
einen Teil der alten Eliten sowie die verängstigten
Mittelschichten verbaut. Ab da eskaliert jedoch der Konflikt, in
Algerien gehen scheinbar die Lichter aus.
Die gesamten Neunziger Jahre hindurch macht Algerien im Ausland vor
allem durch Nachrichten von Massakern, Terror und Gegenterror von sich
reden. Diese rabenschwarze Vision verdeckt jedoch einige Prozesse in
der algerischen Gesellschaft: Unter dem Eindruck konkreter
Bekanntschaft mit islamistischen Praktiken, etwa in "befreiten Zonen" -
die aber häufig vom Staat freiwillig auf Zeit aufgeben worden
waren -, kommt es zum Prozess der Ablösung großer Teile der
früheren Anhängerschaft vom radikalen politischen Islamismus.
Dessen bewaffnete Fraktionen antworten darauf teilweise durch
Kollektivmassaker. Zugleich eskaliert eine Gewalt, die teilweise
weniger aus ideologischen Faktoren denn aus der Eigendynamik einer
Raub- und Plünderungsökonomie in einem rasant verarmenden
Land zu erklären ist. Die Ideologie hängt darüber
lediglich ein Mäntelchen der Rechtfertigung.
Gleichzeitig geht der Umbau der ehemals staatssozialistischen zur auf
den Weltmarkt "geöffneten", liberalisierten Ökonomie weiter.
Die letzten Stationen sind die Unterzeichnung eines
Assoziierungsabkommens mit der EU (2002) und die Eröffnung von
Beitrittsverhandlungen mit der WTO. Die sozialen Widerstände
bleiben oft schwach, da die Erfahrungen mit dem Islamismus - seinem
Umkippen in einen oftmals gegen "die Massen" gerichteten
reaktionären Terror, aber auch seiner Niederlage gegenüber
dem letztlich doch stärkeren Staat - eine lähmende Wirkung
auf die kollektive
Mobilisierungsfähigkeit ausüben. Dennoch kommt es zu Anfang
dieses Jahrzehnts zu einer Reihe vielfältiger sozialer Proteste,
denen es bisher jedoch an Vereinheitlichung und längerfristiger
Perspektive fehlt.
Meine Meinung: Sehr gutes Buch, das sich
mit dem Algerienproblem kritisch und distanziert auseinandersetzt. Das
Buch ist deshalb auch lesenwert, weil Algerien nur 2 Flugstunden von
uns entfernt ist und deshalb im Rahmen einer Globalisierung ein Nachbar
geworden ist. Jeder, der sich für den Nahen Osten (das ist
allernächster Osten ...) interessiert (politisch, kulturell und
religiös) sollte das Buch lesen.
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Die Geschichte
Afghanistans Das historische Umfeld Afghanistans über 1500 Jahre
von
Habibo
Brechna
Vdf Hochschulverlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2005
Auflage: 1
ISBN: 3728129631
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Kurzbeschreibung
des Verlages:
Der letzte Emir, der in der Zitadelle Kabuls,
Bala-Hissar, residierte, war Mohammad Yaqub Khan. Vor seiner kurzen
Regierungszeit von acht Monaten im Jahre 1879 war er sieben Jahre
als Gefangener seines Vaters, Emir Sher Ali, in einem dunklen
Turmzimmer der Zitadelle eingesperrt.Während seiner Herrschaft, nach
dem Tod seines Vaters, meuterten die Soldaten in Kabul. Der
britische Bevollmächtigte in Kabul, Cavagnari, wurde erschossen; der
britische General F. Roberts zerstörte daraufhin im November 1879
aus Rache die über 1500 Jahre alte Residenz. Emir Yaqub Khan dankte
ab.Sein Nachfolger, Emir Abdur Rahman, der von 1880–1901 regierte,
wollte Bala Hissar nicht wieder aufbauen lassen und liess sich von
englischen Architekten ein neues Schloss in Kabul konstruieren. Bala
Hissar wurde verlassen und verfiel. Es existiert aber als Ruine und
Wahrzeichen der afghanischen Geschichte weiter.In diesem Buch werden
die historischen Begebenheiten in Afghanistan bis Ende des 20.
Jahrhunderts in Zusammenhang mit Bala-Hissar und seinen Bewohnern
erzählt.
Meine Meinung. Die mit beste und ausführlichste
Darstellung der Geschichte, eines landes, das heute in jeder Munde
ist und jeder "kennt".
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Berber
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Jöِrg-Dieter Brandes
Geschichte der Berber
Katz
Erscheinungsdatum: September 2004
ISBN: 3925825878
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Kurzbeschreibung von Amazon:
Es
gibt gegenwärtig keine Berber-Staaten mehr, nicht einmal ein
geschlossenes berberisches Siedlungsgebiet. Kulturell haben die Berber
das nordwestliche Afrika, den Maghreb, jedoch stärker als die
heute dort dominierenden Araber geprägt. Auf dem Höhepunkt
ihrer Machtentfaltung im hohen Mittelalter beherrschten berberische
Großreiche nicht nur das Gebiet zwischen Libyen und Marokko,
sondern auch große Teile Spaniens. Jörg-Dieter Brandes,
ausgewiesener Kenner der arabisch-islamischen Welt, beleuchtet die
Geschichte dieses stolzen Volkes von dessen frühesten Spuren im 3.
vorchristlichen Jahrhundert über die Zeit der ersten Konfrontation
mit den Arabern und des Aufkommens mächtiger Berberdynastien im
Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein, als es unter Abd el Krim
zum letzten großen Berber-Aufstand kam und der berberische Pascha
von Marrakesch eine schillernde Rolle bei der Entkolonialisierung
Marokkos spielte. Im Mittelpunkt der Darstellung steht die dramatische,
in Europa bis heute nur wenig bekannte Geschichte der berberischen
Stämme und Dynastien zwischen der Islamisierung des Maghreb und
der Eroberung Nordafrikas durch das Osmanische Reich im 16.
Jahrhundert. Gestützt auf die zeitgenössische Chronik des
Diplomaten, Historikers und Forschungsreisenden Ibn Khaldun zeichnet
Brandes ein farbiges, faktenreiches und quellennahes Bild von den
vielfachen und wechselvollen Auseinandersetzungen um die Macht im
Maghreb. In die Schilderung mit einbezogen wird auch die Geschichte des
maurischen Spanien, das jahrhundertelang eher einen ibero-berberischen
als einen ibero-arabischen Charakter besaß. Mit dem Niedergang
des letzten berberischen Herrscherhauses geriet das nordwestliche
Afrika im 16. Jahrhundert zum Spielball fremder Mächte. Die Berber
wurden ein Volk zwischen Rebellion und Anpassung, das sich auf dem Weg
in die Assimilation zu befinden scheint. Ist der Maghreb heute
arabisch? Jörg-Dieter Brandes rät den nordafrikanischen
Staaten in einem überraschenden Plädoyer zu einer
Wiederentdeckung ihrer verschütteten berberischen Wurzeln, um den
Herausforderungen der Zukunft gemeinsam begegnen zu können.
Hat mir nicht so gut gefallen. Die
Sprache ist doch recht holprig und das Literaturverzeichnis ist recht
dünn. So fehlt das Buch von Gerhard Schweizer: Die Berber- Ein
Volk zwischen Rebellion und Anpassung. Sonst ganz passabel, da dies
eines der wenigen Bücher ist, die sich dieses Themas annimmt.
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Deutschland (im Verhältnis zum angesprochenen
Kulturkreis)
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zweiheimisch. Bikulturell leben in Deutschland Cornelia Spohn (Herausgeber)
Verlag: Edition Körber Stiftung; Auflage: 1 (Oktober 2006)
ISBN-10: 3896840630
ISBN-13: 978-3896840639
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Verlagstext:
»zweiheimisch« fühlen sich Menschen, die mit zwei
Kulturen leben. Als Kinder eingewanderter Familien oder
binationaler Eltern sind sie in Deutschland aufgewachsen.
Zwischen familiären Traditionen und gesellschaftlichen
Vorurteilen gestalten sie ihre Lebensentwürfe.
Wie Abdullah, der zielstrebig seinen Traum, Schauspieler zu
werden, verfolgt. Oder wie Jennifer, die sich als
»halbschwarz« bezeichnet und in eigenen Kompositionen ihre
Erfahrungen verarbeitet. Es berührt und begeistert, mit wie
viel Energie und Mut sie ihren eigenen Weg verfolgen. Die 12
Porträts dieses Buches zeigen ein weithin unentdecktes
Potenzial unserer Gesellschaft. Von der Stärke und
Kreativität dieser jungen Menschen lässt sich viel lernen.
Drei Journalisten haben diese Geschichten aufgeschrieben.
»Zweiheimisch« zu sein charakterisiert auch ihren Lebensweg:
Mely Kiyak ist Tochter kurdischer Einwanderer, Ferdos
Forudastans Vater stammt aus Iran, Vito Avantarios Eltern
kamen aus Italien.
Cornelia Spohn:
wurde 1953 in Wuppertal geboren. Die
diplomierte Pädagogin und Supervisorin (DGSv) lebte und
lehrte fünf Jahre in Istanbul /Türkei. Dort widmete sie sich
der Forschung über die biografischen Hintergründe
»widerständiger Anpassung« deutscher Ehefrauen in der
Türkei. In den 1990er Jahren konzeptionierte sie v. a.
Seminare zu interkultureller Kompetenz und Kommunikation im
sozialen Arbeitsfeld und lehrte an der GH/Universität
Kassel.
Seit 1998 ist sie
Bundesgeschäftsführerin des Verbandes binationaler Familien
und Partnerschaften, iaf e.V. in Frankfurt am Main. Der
gemeinnützige Verein ist mit mehr als 20 regionalen Gruppen
im In- und Ausland tätig. Er setzt sich für die soziale und
rechtliche Gleichstellung von Menschen ungeachtet ihrer
Hautfarbe oder kulturellen Herkunft ein und berät Frauen und
Männer in allen Fragen einer binationalen Beziehung.
Sie auch folgender Link:
http://www.multikulti1.de/index.php?id=210&tx_ttnews[tt_news]=3526&tx_ttnews[backPid]=26&cHash=14469cec4f
Meine Meinung: 12 positive
Beispiele (nicht immer reibungsfreier Integration) lässt auf
ein spannungsfreies und tolerantes Zusammenleben hoffen. Ich
frage mich aber ob diese 12 beispiele nicht uz positiv sind?
Die Realität scheint dies leider nicht unbedingt zu
bestätigen.
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Nächstes Jahr kehren wir zurück . . .
von Karin Hunn
Wallstein
Erscheinungsdatum: November 2005
ISBN: 3892449457
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Rezensionen Amazon:
Kurzbeschreibung
Als die Bundesanstalt für Arbeit im Herbst 1961 eine Anwerbestelle
in der Türkei einrichtete, geschah dies in der Absicht, den Mangel
an Arbeitskräften durch »Gastarbeiter« auszugleichen. Bis zum
Anwerbestopp im September 1973 reisten etwa 865000 überwiegend
männliche türkische Arbeitskräfte in die Bundesrepublik. Obwohl ihre
hohen Erwartungen an die Verdienstmöglichkeiten und an das Leben in
Westdeutschland rasch enttäuscht wurden, wollten die meisten von
ihnen zumindest so lange weiterarbeiten, bis sie ihre Zukunft in der
Türkei finanziell gesichert hätten. Allerdings erreichten sie ihre
Sparziele nur selten. Was als vorübergehender Aufenthalt in der
Bundesrepublik gedacht war, mündete in einen schleichenden
Einwanderungsprozeß: Die »Gastarbeiter« verließen die
Arbeiterwohnheime, holten Ehepartner und Kinder nach, eröffneten
türkische Lokale und Geschäfte, gründeten politische und kulturelle
Vereine. Karin Hunn untersucht die gleichermaßen ungeplante wie
ungewollte Einwanderung aus der Türkei auf breiter Grundlage. Sie
berücksichtigt die politischen, wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dieses Prozesses ebenso wie die
Alltagserfahrungen der türkischen Migranten innerhalb und außerhalb
der Betriebe. Dieser Ansatz ermöglicht es, die immer noch
dominierende nationale Engführung in der bundesdeutschen
Migrationsforschung zu überwinden und zu erklären, warum diese
Einwanderung sowohl für die Migranten als auch für die
bundesdeutsche Gesellschaft so schwierige und bis in die Gegenwart
reichende Herausforderungen mit sich brachte.
Über den Autor
Die Autorin: Karin Hunn, geb. 1969, Studium der Geschichte,
Germanistik und Philosophie an den Universitäten Mainz, Dijon und
Freiburg i.Br., von 1999 bis 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin
am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität
Freiburg, Promotion 2004, seit Herbst 2004 Mitarbeiterin des
Institute for the International Education of Students (IES),
Freiburg.
Die erste Untersuchung der
Arbeitsmigration aus der Türkei in die Bundesrepublik aus
historischer Perspektive.
Als die Bundesanstalt für Arbeit im Herbst 1961 eine Anwerbestelle
in der Türkei einrichtete, geschah dies in der Absicht, den Mangel
an Arbeitskräften durch »Gastarbeiter« auszugleichen. Bis zum
Anwerbestopp im September 1973 reisten etwa 865000 überwiegend
männliche türkische Arbeitskräfte in die Bundesrepublik. Obwohl ihre
hohen Erwartungen an die Verdienstmöglichkeiten und an das Leben in
Westdeutschland rasch enttäuscht wurden, wollten die meisten von
ihnen zumindest so lange weiterarbeiten, bis sie ihre Zukunft in der
Türkei finanziell gesichert hätten. Allerdings erreichten sie ihre
Sparziele nur selten. Was als vorübergehender Aufenthalt in der
Bundesrepublik gedacht war, mündete in einen schleichenden
Einwanderungsprozeß: Die »Gastarbeiter« verließen die
Arbeiterwohnheime, holten Ehepartner und Kinder nach, eröffneten
türkische Lokale und Geschäfte, gründeten politische und kulturelle
Vereine.
Karin Hunn untersucht die gleichermaßen ungeplante wie ungewollte
Einwanderung aus der Türkei auf breiter Grundlage. Sie
berücksichtigt die politischen, wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dieses Prozesses ebenso wie die
Alltagserfahrungen der türkischen Migranten innerhalb und außerhalb
der Betriebe. Dieser Ansatz ermöglicht es, die immer noch
dominierende nationale Engführung in der bundesdeutschen
Migrationsforschung zu überwinden und zu erklären, warum diese
Einwanderung sowohl für die Migranten als auch für die
bundesdeutsche Gesellschaft so schwierige und bis in die Gegenwart
reichende Herausforderungen mit sich brachte.
Meine Meinung: Ein sehr
punktuelle Untersuchung, aber eine, die uns sehr stark betrifft.
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Emirate
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Die Emirate
von Gerhard Konzelmann
Herbig
Erscheinungsdatum: Juli 2005
Auflage: 1
ISBN: 3776624434
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Rezensionen Amazon:
Kurzbeschreibung
Die fundierte Analyse von Nahost-Kenner Konzelmann über die neuen
Machtzentren der arabischen Welt
Die Vereinigten Arabischen Emirate - Abu Dhabi, Dubai, Sharjah,
Ajman, Umm Al-Qaiqan, Ras Al-Khaimah und Fujairah - liegen dort, wo
in sumerischer Zeit vor über 5000 Jahren das Paradies gewesen sein
soll. Nahost-Experte Gerhard Konzelmann schildert packend die
Entwicklung der Emirate zum Hort unermesslichen Reichtums, wie er
sich unter anderem in grandiosen Bauprojekten zeigt. In seiner
fundierten Analyse warnt er vor den Gefahren, mit denen dieses
Paradies aus den Nachbarstaaten Iran und Saudi-Arabien konfrontiert
wird, in denen schiitischer Glaubenseifer und
Dschihad-Fundamentalismus herrschen.
Klappentext
Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als das Paradies für
hochkarätige Geschäftsleute, für Touristen der Extraklasse, für
ehrgeizige Architekten. In Dubai entsteht der mit 800 m höchste Turm
der Welt. Auf den künstlichen Inselgruppen “The Palm” und “The
World” werden luxuriöse Villen gebaut. Unermesslicher Reichtum
entfaltet sich - der nicht allein aus dem Öl stammt, sondern auch
aus der unternehmerischen Intelligenz der Emire aus alten arabischen
Geschlechtern.
Nahost-Experte Gerhard Konzelmann, der seit über 30 Jahren
regelmäßig die Emirate bereist, zeigt in seinem Buch den Weg dieses
Paradieses von den Sumerern (4./3. Jahrtausend v. Chr.) bis in die
Neuzeit: von Palmwedelhütten zu architektonischen Höchstleistungen.
Doch das Paradies zieht Neider an - vor allem im Iran und in
Saudi-Arabien. Konzelmanns Analyse über die neuen Machtzentren der
arabischen Welt erklärt die Konflikte der Gegenwart aus den
kulturellen und religiösen Wurzeln der Emirate und ihrer Nachbarn
und gibt spannende Hintergrundinformationen zum neuen begehrten
Reiseziel der Deutschen.
Meine
Meinung: Ein typischer Konzelmann. Kleine Text-Häppchen, gut
strukturiert, gut lesbar aber der Informationsgehalt ist nicht so
besonders hoch und eine konkrete Analyse der bestehen Probleme und
Gesellschaft unterbleibt.
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Irak
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Tagebuch aus Bagdad
von Asne Seierstad
Claassen Verlag
Erscheinungsdatum: Mai 2003
ISBN: 3546003462
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Auch wenn ich mit diesem
Buch von 2003 spät dran bin, änderst es nichts an seiner
Aktualität. Asne Seierstad schildert ihr Bagdad direkt vor dem
Einmarsch der Alliierten. Insbesondere der persönliche Blickwinkel
des Buches hat mit gefallen; der Blickwinkel aus das Alltägliche.
Den Vorwurf damit an Tiefe zu verlieren lasse ich nicht gelten, da es
primär darum geht den Menschen des Iraks ein Forum zu geben auf
dem sie zu hören sind
Duchraus (auch heute noch) lesenswert
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Die Zerrissenen
von Uwe Pempe
Broschiert - Fischer (Rita G.), Frankfurt
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3830107544
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Rezensionen Amazon:
Es ist Krieg im Irak und wir verfolgen ihn einmal anders. Zwei
Menschen, miteinander verwandt, schreiben sich während des Krieges
ungezählte Mails. Hier in Deutschland Uwe, engagierter
Kriegsgegner, und in der Rolle des väterlichen Freundes. Dort im
Irak der junge amerikanische Soldat Neil. Aus lockeren
verwandtschaftlichen Beziehungen entsteht eine tiefe Vertrautheit.
Nicht immer ist die widersprüchliche Entwicklung des jungen
Soldaten nachzuvollziehen, aber wir spüren, was der Krieg
anrichten kann. Bis zum Schluss sind wir bei Neil, möge er
körperlich heil nach Hause kommen, seine Seele wird es vermutlich
nicht.
Über den Autor
Uwe Pempe, geboren 1955 in Essen, engagierte sich während seiner
Schulzeit zunächst politisch, arbeitete dann nach dem Studium der
Rechtswissenschaften in Münster zunächst in lokalen und dann
im internationalen Raum als Rechtsanwalt, bevor er sich aufgrund einer
beim Gleitschirmfliegen erlittenen Querschnittslähmung 1994 neu
orientierte. Aufgrund seines kosmopolitischen Familienhintergrundes und
zahlreicher Reisen gewann er quasi als Momentaufnahme einen Eindruck
von der Neuen Welt, dem Alten Europa und dem Orient. Heute gibt er
diese Eindrücke neben seinen beruflichen Erfahrungen im Rahmen des
Rechtskundeunterrichts an seine Schüler weiter, um sie auf die
globalen Herausforderungen unserer Welt besser vorzubereiten.
Meine Meinung:
Ich weiß nicht so recht ... Eine Momentaufnahme Irakproblem ? Was
die Intension des Buches ist erschleißt sich mir nicht so recht.
Nicht alle persönlichen Erlebnisse eignen sich / reichen für
ein Buch.
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Geliebtes, dunkles Land
Susanne Koelbl, Olaf Ihlau
Verlag: Siedler (24. September 2007) ISBN-10: 3886808785 ISBN-13: 978-3886808786
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Kurzbeschreibung
Hindukusch hautnah. Zwei Top-Reporter berichten aus
Afghanistan.
In ihren faszinierenden, mitunter schockierenden
Reportagen bringen uns Susanne Koelbl und Olaf Ihlau den
Konfliktherd Afghanistan nahe. Sie sprechen mit Beteiligten
aller Seiten - jungen Talibankämpfern, verschleierten
Polizistinnen, zunehmend ratlosen westlichen Diplomaten und
verunsicherten Soldaten - und geben damit dem vermeintlich
so fernen Konflikt ein menschliches Gesicht.
Noch bis vor kurzem hätten sich die meisten Deutschen
damit schwer getan, Afghanistan auf der Weltkarte zu finden.
Nun ist in diesem fremden, fernen Land die westliche
Militärallianz in einen Konflikt verstrickt, der in einem
Desaster auch für die dort stationierten deutschen Soldaten
enden könnte. Die USA kämpfen mit ihren Nato-Partnern um
Dominanz und Stabilität in Afghanistan - und damit letztlich
um die Zukunft Mittel- und Westasiens mit seinen Rohstoffen.
Doch das westliche Bündnis läuft dabei Gefahr, als neuer
Besatzer verhasst und erbittert bekämpft zu werden. In den
südöstlichen Stammesgebieten der Paschtunen sind die
islamistischen Taliban, Verbündete Osama Bin Ladens, bereits
wieder auf dem Vormarsch. Die Reporter Susanne Koelbl und
Olaf Ihlau beobachten und bereisen Afghanistan seit vielen
Jahren. Sie berichten von Orten, an die sich sonst kein
Journalist mehr wagt. Ein atemberaubender Bericht aus einem
wilden, schönen, gefährlichen Land, in dem die Weichen auch
für die Zukunft des Westens gestellt werden.
K
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Cafe Bagdad.
Der ungeheure Alltag im neuen Irak
Christoph Reuter und Susanne Fischer
Goldmann
ISBN: 3442153859
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„Der Autor ist vor allem eins: Ein genialer
Reporter.“
NDR
„Ausgezeichnet recherchiert.“
FAZ
„Reuter räumt mit vielen Missverständnissen
und bewussten Fehlschlägen auf, die vor allem in
den Diskussionen mit vermeintlichen Experten im
Fernsehen verbreitet werden.“
DIE WELT
Meine Meinung: Wenn auch jetzt erst in der
Taschenbuchausgabe, so doch immer noch aktuell
und mehr als lesenswert. Es ist für ein Sachbuch
sogar unterhaltsam sehr flüssig zu lesen.
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Iran
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Meine iranische Reise.
von Alison Wearing
Dtv
(März 2004)
Broschiert / Sprache Deutsch
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Klapptext:
Die Kanadierin Alison reist mit ihrem Freund auf eigene Faust durch
den Iran. Kaum haben sie von der Türkei aus die Grenze überquert,
befinden sie sich in einer anderen Welt. Am deutlichsten zeigt sich
das an der obligatorischen Verschleierung der Frauen, die auch
Alison anlegen muss und von Stund an nur noch im Hotelzimmer ablegen
wird. Doch ihre Reise führt sie weit über die plakativen Elemente
des religiösen Fanatismus hinaus: mitten ins Herz des Landes und der
Menschen. Von unwiderstehlicher Neugier getrieben, sucht Alison bei
jeder Gelegenheit das Abenteuer. Und findet es, oft mit ungeahnten
Folgen … Mit offenen Augen und Sinn für Humor lässt sie sich auf
Fremdes und Skurriles ein, und natürlich wird sie auch mit der
„anderen Seite“ konfrontiert: Sie lernt Menschen kennen, die vom
islamischen Regime verfolgt und unterdrückt werden.
„Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, wird ihre Vorstellung vom Iran
nie wieder die gleiche sein.“ THE OTTAWA CITIZEN
„Zu diesem Reisebericht kann man der Autorin nur gratulieren – etwas
ganz Besonderes, unterhaltsam und aufschlussreich. Sehr zu
empfehlen!“ LIBRARY JOURNAL
„Der Iran, geschildert aus einer neugierigen, sensiblen und sehr
menschlichen Haltung: ein lebendiges und liebenswertes Porträt der
Einwohner mit all ihren Nöten, Eigenheiten und ihrer überwältigenden
Großzügigkeit.“ SARAH BARRELL IN ‚THE INDEPENDENT ON SUNDAY’
„Eine faszinierende Reiseerzählung.“ PUBLISHERS WEEKLY
Biographie:
Alison Wearing wurde nach einem Studium in Frankreich, Kanada und
Deutschland Reisejournalistin und hat Reisen durch Europa, den Nahen
Osten, China, die frühere Sowjetunion und die Amazonasgebiete in
Ecuador und Peru unternommen. Sie wurde für ihre Artikel u.a. mit
der National Magazine Award Gold Medal und dem ersten Preis der
Western Canada Magazine Awards ausgezeichnet. „Meine iranische
Reise“ ist ihre erste Buchveröffentlichung und beschreibt ihre
Erlebnisse während einer mehrmonatigen Reise durch den Iran 1995.
Sie lebt in der Nähe von Peterborough/Ontario.
Meine Meinung: Ein lesenswertes Buch. Gut und
unterhaltsam geschrieben.
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Im Rosengarten der Märtyrer. Ein Portrait des
Iran
Christopher de Bellaigue
Gebundene Ausgabe: 340 Seiten
Verlag: Beck; Auflage: 2., Aufl. (Januar 2006)
ISBN: 340654374X
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„Eine große Stärke des Buches sind die vielen kleinen Beobachtungen
und Gespräche, die de Bellaigue mit einem untrüglichen Blick für
Anekdoten und Geschichten, einer Vorliebe für die Absurditäten des
iranischen Alltags, einer bis zur Detailverliebtheit präzisen
Beobachtungsgabe aufgezeichnet. Seine hervorragende Kenntnis des
Persischen ermöglicht es ihm, den Persern aufs Maul zu schauen. So
gerät die Wiedergabe der Gespräche in einem Sammeltaxi, das in
Isfahan im Stau steckt, zu einer komprimierten Schau des
Nationalcharakters und der Alltagskultur der Iraner. (…) Die großen
Fragen der heutigen iranischen Gesellschaft – wie modern, wie
traditionell ist sie, wie religiös und wie säkular – werden
kunstvoll gestellt und umkreist, aber de Bellaigue erzwingt keine
Antwort, die zwangsläufig vereinfachen müßte. Er beschreibt, was er
gehört und gesehen hat. Und einer, der mehr versteht als die meisten
und doch nicht urteilen will, das ist in der Fülle der Urteile, die
in diesen Tagen über Iran abgegeben werden, schon etwas Besonderes.“
Christiane Hoffmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. April
2006
„De Bellaigue interviewt die
Veteranen der islamischen Revolution von 1979, besucht Überlebende
der irakischen Giftgasangriffe und besichtigt mit den Kämpfern der
Schlachten am Schatt al-Arab die alten Kriegsschauplätze. Seine
methodische Vorgehensweise: Er verwebt die Biografien seiner
Gesprächspartner mit den Ereignissen von einst und beschreibt ihre
aktuelle Lebenssituation. Das Resultat ist beeindruckend. Dem Autor
gelingt es, die Diskrepanz zwischen den hohen Erwartungen an den aus
dem Pariser Exil nach Teheran zurückkehrenden Ayatollah Khomeini und
seinem Versprechen von sozialer Gerechtigkeit im Namen des Islams
und mit den heutigen Realitäten offen zu legen. (…) De Bellaigue
geht in seiner Darstellung des Irans recht unkonventionelle Wege.
Sein Buch ist eine bunte Collage aus Reportagen, persönlichen
Erinnerungen, Reiseberichten und Essays. Das erfordert vom Leser ein
hohes Maß von Aufmerksamkeit: Orte, Personen und Zeiten wechseln
ständig. Das Resultat ist aber ein facettenreiches Bild aus allen
gesellschaftlichen Bereichen des Irans, das man so ausdifferenziert
und detailliert sonst wohl selten zu Gesicht bekommt.“
Ralf Balke, Der Tagesspiegel, 27. März 2006
Meine Meinung: Durch die Kollagenartige
Darstellung des Buches und der Vorgänge geht mir ein durchgängiger
Zusammenhang verloren. Ein Eindruck über die gegenwärtige Situation
im Iran zu erlangen ist mir nicht gelungen.
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Die Iranische Bombe. Hintergründe einer
globalen Gefahr
Gero von Randow
Verlag: Hoffmann & Campe (April 2006)
ISBN: 3455095526 |
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Aus der Amazon.de-Redaktion
"Das System des Atomwaffensperrvertrags", stellen Gero von Randow
und Ulrich Ladurner im Vorwort zu ihrer beunruhigenden Analyse fest,
"zeigt sich mittlerweile einsturzgefährdet. Und ausgerechnet im
ideologieverseuchten, hasszerfurchten Nahen und Mittleren Osten
könnte es zur ersten Nuklearkatastrophe nach Hiroshima und Nagasaki
kommen."
Schon lange bevor der iranische Präsident Ahmadinedschad die
Weltöffentlichkeit mit seiner Leugnung des Holocaust und der
Ankündigung schockierte, den Staat Israel von der Landkarte tilgen
zu wollen, hatten sich die Hinweise darauf verdichtet, dass der Iran
zielstrebig auf seinen Aufstieg zur Atommacht hinarbeitet. Niemand
kann mit Gewissheit sagen, wie nah man diesem Ziel tatsächlich
bereits gekommen ist. Gewissheit aber besteht darüber, dass weder
Israel, noch die USA einen atomar bewaffneten Iran dulden werden.
Schon vor Jahren, noch vor dem Krieg gegen den Irak sollen
amerikanische Militärstrategen Pläne für einen Angriff auf den Iran
ausgearbeitet haben, um dessen mögliche atomare Bewaffnung zu
verhindern. Sollten die zahlreichen politischen Versuche, die
iranische Regierung dazu zu bewegen, ihr Atomprogramm
uneingeschränkt der Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde
zu unterstellen und auf die eigene Urananreicherung zu verzichten,
scheint eine militärische Eskalation des Konflikts vorprogrammiert.
Ein solcher Konflikt hätte tiefgreifende Konsequenzen weit über die
Region hinaus.
Die Autoren zeichnen in ihrer gut recherchierten Reportage die
Geschichte der iranischen Atompolitik ebenso nach, wie die
internationalen Versuche ihrer Kontrolle. Anhand verschiedener
Szenarien zeigen sie Handlungsoptionen für eine politische Lösung
des Konflikts auf, der sich nicht daran entzündet habe, dass der
Iran an einem Atomprogramm arbeite, "sondern dass es sich um den
Iran in seinem gegenwärtigen Zustand handelt". Der Schlüssel zur
Lösung des Konflikts liege denn auch allein in den
Machtverhältnissen in Teheran. Welche Politik der Westen im
Einzelnen auch immer verfolge: Im Zentrum aller Bemühungen müsse der
Versuch stehen, die innere Machtbalance im Lande so zu verändern,
dass ihm zunächst die Rückkehr zum politischen Realismus und auf
lange Sicht der Weg zurück in den Kreis der zivilisierten Nationen
geebnet würde. -- Andreas Vierecke
Kurzbeschreibung
Iran auf dem Weg zur Nuklearmacht? Eine Strategie, die nicht
Wirklichkeit werden darf. Aber wie lässt sie sich stoppen? Ein
Report über die Mullahs in Teheran und den einsamen Riesen Iran,
über die Neokonservativen in Washington, über Brüsseler und Berliner
Weltpolitiker und die Verantwortlichen der Atomüberwachungsbehörde
in Wien – und über die Rolle, die all diese Akteure bei der
Entstehung eines sich zuspitzenden Weltkonflikts spielen. Das Buch
endet mit drei Szenarien und drei Empfehlungen. Die Reportage der
beiden Zeit-Journalisten schildert, wie es zu diesem internationalen
Konflikt gekommen ist, erzählt von den Protagonisten des Geschehens
und analysiert, was zu tun ist, um eine Eskalation zu verhindern.
Ein alarmierendes Buch über Machtspiele am Rande des Abgrunds.
Über den Autor
Gero von Randow, Jahrgang 1953, wurde mehrfach als
Wissenschaftsjournalist ausgezeichnet. Er hat viele erfolgreiche
Sachbücher veröffentlicht. Seit 1992 Redakteur der Zeit, zuerst
Ressort Wissen, dann Politik. 2001 bis 2003 baute er das
Wissenschaftsressort der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
auf, danach kehrte er ins Ressort Politik der Zeit zurück. Heute ist
er Chefredakteur von Zeit-online.
Ulrich Ladurner, geboren 1962, arbeitet seit 1999 als
Auslandsredakteur der Zeit, in deren Auftrag er aus dem Irak und
Iran, aus Afghanistan und Pakistan berichtet. 1994 erhielt er den
Claus-Gatterer-Preis für eine ORF-Reportage. Buchveröffentlichungen:
»Islamabadblues« (2001, in mehrere Sprachen übersetzt),
»Tausendundein Krieg« (2004).
Meine Meinung: Die Autoren bringen mit
diesem kritischem Buch "Licht" in eine Sache, die mittlerweile mehr
als verworren ist. Was mir gefallen hat, ist das auch der technische
Bereich (Urananreicherung etc.) nicht zu kurz gekommen ist und so
dargestellt wir, das es auch der interessierte Laie versteht. Das
Buch hat mir sehr gut gefallen.
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Iran - Sprengstoff für Europa
von Bruno Schirra
Verlag: Econ (Mai 2006)
Sprache: Deutsch
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Amazon:
Der Sturz des Schahs von Persien wurde 1979 von den westlichen
Intellektuellen verständlicherweise durchweg begrüßt, wenn nicht
gar bejubelt. Auch, wie er gesteht, von Bruno Schirra. Doch
damit, dass auf die Herrschaft der Parvenüs des Hauses Pahlevi
ein noch viel schlimmeres System folgen würde, rechnete damals
kaum jemand. Auch nicht diejenigen Iraner, denen -- obwohl sie
froh waren, den despotischen Schah los zu sein -- die
islamischen Revolutionäre von Anfang an mehr als suspekt waren.
Tatsächlichen gehörten von Beginn an weder Freiheit noch die
Errichtung eines Rechtsstaats zu den Zielen der Revolution, auch
wenn eine pseudo-moderne Verfassung installiert wurde, die das
oberflächlich betrachtet hätte glauben machen können. In
Wirklichkeit wurde zugleich alles Tun und jedes Recht unter den
Vorbehalt gestellt, dass es den über allem stehenden Prinzipien
der Scharia nicht zuwiderlaufe. Mit der Folge, dass in der
Rechtspraxis des "Gottesstaates" die meisten in der Verfassung
verbrieften Freiheitsrechte von vornherein null und nichtig
waren.
Die Herrschaft der Scharia bedeutet nicht "nur", dass die
Aussagen von Frauen vor Gericht bis heute weniger gelten als
solche von Männern. Es bedeutet auch, dass selbst Halbwüchsige
erhängt oder gesteinigt werden, wenn sie angeblich oder
tatsächlich gegen das heilige Gesetz (oder dessen mehr oder
weniger willkürliche Auslegung durch lokale Würdenträger)
verstoßen haben. Das ist für sich genommen schlimm genug, wie
Bruno Schirra gleich zu Beginn sehr eindrücklich am Falle eines
jungen Mädchens schildert. Doch ist das Bestreben der
iranisch-islamischen Revolution, wie der Autor im Anschluss
daran ausführlich darlegt, von Anfang an nicht nur darauf
gerichtet gewesen, "dem" Gesetz Allahs im Iran unbedingte
Geltung zu verschaffen, sondern auch auf seinen Export. Und dies
mit der tatkräftigen Hilfe islamistischer Terroristen egal
welcher Nationalität oder islamischen Glaubensrichtung. Wie etwa
der des libanesischen Hisbollahführers Imad Mughniyah, dem von
einem hochrangigen Offizier des israelischen
Militärgeheimdienstes Aman attestiert wird, "die Kunst des
Terrorismus zu ihrer höchsten Vollendung veredelt" zu haben und
zu dem sowohl al-Qaida-Chef bin Laden als auch dessen Kronprinz
al-Zarkawi Kontakte unterhalten.
Schirra liefert auf der Basis seiner bekanntermaßen sehr
guten Geheimdienstkontakte (unter anderem auch zum BND, was ihm
schon unliebsame Hausdurchsuchungen beschert hat) zahlreiche
Indizien dafür, dass eine aus dem Iran heraus operierende
pan-islamistische Terrorallianz nicht nur Israel und die USA,
sondern auch Europa als Terrorziel fest im Blick hat. Wer sich
fragt, wie ernst man die vom Iran für den Weltfrieden ausgehende
Gefahr tatsächlich nehmen muss, dem sei Schirras Buch zur
aufmerksamen Lektüre dringend empfohlen! -- Andreas Vierecke
Kurzbeschreibung
Weltweiter Terror, der Streit um das Atomprogramm, die geplante
radikalislamistische Revolution des neuen Präsidenten
Ahmadinedschad und seine Drohung, der Staat Israel müsse von der
Landkarte verschwinden: Iran wird uns in den nächsten Monaten
und Jahren in Atem halten. In einer Mischung aus knallharten
Fakten, investigativem Journalismus und Reisereportage erklärt
uns Bruno Schirra den Iran. Er beschreibt die Anfänge und das
System des Terrors und führt uns vor Augen, daß und wie der
Westen handeln muß, um die drohende Gefahr zu bannen.
Meine Meinung: Ein gut gemachtes Buch, das auf einen
verklärenden oder polemischen Blickwinkel verzichtet und die
jetzige politische Situation im Iran beschreibe. Schirra kennt
das Thema und die Problematik. Das Buch ist durchaus lesenswert.
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In Tschador und
Flipflops. Mein Leben in Teheran
Barbara Otto-Treutmann
Lübbe; Auflage: 1 (Februar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404616065
ISBN-13: 978-3404616060
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Amazon:
Kurzbeschreibung
Wie fühlt es sich an, wenn man den gewohnten
Kulturkreis verlässt und unter Menschen lebt,
von denen wir kaum etwas wissen? Wie organisiert
man sein Leben in einer fremden Welt, wie und wo
lernt man Einheimische kennen? Welche Sitten und
Gebräuche sind zu beachten? Als die Autorin
zusammen mit ihrem Mann, einem Mitarbeiter von
Daimler-Chrysler, eingespielte Lebensbahnen
aufgab und nach Teheran zog, ahnte sie nicht,
worauf sie sich einließ. Mit Neugierde und
Offenheit begegnete sie dem Abenteuer, das vor
ihr lag. Wachen Auges ging sie durch eine ihr
fremde Welt und sammelte alle Eindrücke auf, um
uns, die wir den Iran nur aus den Medien kennen,
zu berichten, wie es ihr dort erging. Ein sehr
bewegender Bericht!
Über das Produkt
Wie fühlt es sich an, wenn man den gewohnten
Kulturkreis verlässt und unter Menschen lebt,
von denen wir kaum etwas wissen? Wie organisiert
man sein Leben in einer fremden Welt, wie und wo
lernt man Einheimische kennen? Welche Sitten und
Gebräuche sind zu beachten? Als die Autorin
zusammen mit ihrem Mann, einem Mitarbeiter von
Daimler-Chrysler, eingespielte Lebensbahnen
aufgab und nach Teheran zog, ahnte sie nicht,
worauf sie sich einließ. Mit Neugierde und
Offenheit begegnete sie dem Abenteuer, das vor
ihr lag. Wachen Auges ging sie durch eine ihr
fremde Welt und sammelte alle Eindrücke auf, um
uns, die wir den Iran nur aus den Medien kennen,
zu berichten, wie es ihr dort erging. Ein sehr
bewegender Bericht!
Meine Meinung: Nettes, kurzweiliges Buch
über persönliche Erfahrungen im Iran
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Lolita lesen in Teheran
Azar Nafisi
Verlag: Goldmann TB (Februar 2008)
ISBN-10: 3442154820
ISBN-13: 978-3442154821
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Klappentext Verlag:
Aus dem Englischen von Maja Ueberle-Pfaff.
Als die iranische Literaturprofessorin Azar Nafisi den
Schleier nicht länger tragen will, wird sie von der
Universität Teheran verwiesen - und erfüllt sich einen
Traum. Zwei Jahre lang kommen sie und sieben ihrer besten
Studentinnen jeden Donnerstag morgen heimlich zusammen, um
verbotene Klassiker der westlichen Literatur zu lesen. Aus
den verstohlen in ihr Haus huschenden schwarz verschleierten
Schatten werden junge Frauen in Jeans und bunten Kleidern.
Sie öffnen sich in der Diskussion über die literarischen
Werke und beginnen die eigene Realität, der gegenüber sie
sich lange sprachlos und ohnmächtig fühlten, zu hinterfragen
und zu verändern.
Meine Meinung: das Buch wurde zur
genüge rezensiert. Siehe auch:
http://www.perlentaucher.de/buch/21871.html. Persönlci
halte ich das Buch auch sehr lesenswert, aber mir hat sich
dieses Buch nicht ganz erschlossen, da die so genannte
westlichen Klassiker in erster Linie Werke aus dem
englischen Literaturbereich sind, die ich, das muss ich hier
unumwunden zugeben, fast alle nicht gelesen habe. Deshalb
erschließt sich das, durchaus lesenswerte Buch, mir nicht
ganz.
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Jemen
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Länderkunde Jemen
von Horst Kopp
Reichert
Erscheinungsdatum: 2005
Auflage: 1
ISBN: 3895005002
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Meine Meinung: Über dies Buch kann
ich nur sagen: Spitzenmäßig. Ein MUSS für jeden, der sich für den
Jemen interessiert. Niveauvoll, anspruchsvoll, aber durchaus lesbar.
Siehe auch:
http://www.geographie.uni-erlangen.de/hkopp/
Es wäre wünschenswert, wenn es
mehr Bücher dieser Art geben würde, die sich mit Einzelgebieten des
Mittleren Ostens befassen würden.
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⇒ Zurück an den Anfang
Marokko
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Märchenhaftes Marokko
von Mourad Kusserow
Kinzelbach; Auflage: 1 (2006)
ISBN: 3927069833
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Verlagstext:
Es war einmal, vielleicht auch nicht…
Wer in Marokko ein Märchen auf Arabisch erzählt, beginnt mit diesem
Satz - denn die Wahrheit kennt nur Gott. Die Begegnung mit diesen
Märchen eröffnet Einblicke in eine zauberhafte Welt, in der sich
jüdische, berberische und arabische Volkstraditionen mischen. Im
Widerschein der Märchen treten uns Situationen und Charaktere
entgegen, die in phantastischen Verwicklungen mit magischen Kräften
verstrickt sind. Bekannte Motive aus deutschen Märchen erkennen wir
wieder: Schneewittchen, Hexen, böse Stiefmütter, gute und böse
Geister.
Meine Meinung: Ein Buch für alle, die das Träumen noch nicht
verlernt haben und sich für Märchen begeistern können. Einlach schön
zu lesen.
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Palästina
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Gudrun Krämer
Geschichte Palästinas. Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel
C.H.Beck
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2002
Auflage: 1. Aufl.
ISBN: 3406476015
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| Die neutralste und beste Geschichte zum Thema Palästine, ich ich gelesen habe..... |
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Israel, Palästina
von Alain Gresh
Rotpunktverlag, Zürich
Erscheinungsdatum: November 2002
ISBN: 385869245X |
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Rezension:
Aus der Amazon.de-Redaktion
"Tausend oder dreitausend Jahre zurückzugehen, um zu bestimmen,
wem welches Fleckchen Erde gehört, ist eine absurde, illegitime
Vorstellung", schreibt Alain Gresh. Der Chefredakteur der in Paris
erscheinenden Monatszeitung für internationale Politik Le Monde
diplomatique, wurde als Sohn einer russischen Jüdin und eines
ägyptischen Kopten in Kairo geboren. Wie kaum ein Zweiter kennt er
den Nahen Osten und den ihn beherrschenden Konflikt. Seit mehr als 20
Jahren berichtet der Journalist über das
israelisch-palästinensische Drama, in dem genau dies das
israelische Rechtfertigungsdogma für die eigene Herrschaft
über Palästina ist -- dass nämlich das jüdische
Volk dort die älteren, schon in der Bibel verbrieften Rechte habe.
Gresh nimmt in seinem Buch nicht Partei. Aber er nennt die Dinge beim
Namen, die beim Namen genannt werden müssen: "Wie soll man sich
orientieren, wenn gegensätzliche Gebietsansprüche aufeinander
prallen? Am internationalen Recht. Was sagen die UN-Resolutionen im
Wesentlichen zu Palästina und Israel? Sie erkennen an, dass im
historischen Palästina fortan zwei Völker leben, das
jüdische israelische Volk und das palästinensische Volk, und
dass jedes dieser Völker Anspruch auf einen unabhängigen
Staat hat." Von einem eigenen Staat dürfen die Palästinenser
freilich nach wie vor im besten Falle träumen, wenn ihnen die
Bagger der israelischen Siedler in den besetzten Gebieten nicht gerade
den Schlaf rauben. Und in den israelischen Städten wagt angesichts
fortwährend neuer Attentate kaum jemand mehr, auf den Frieden zu
hoffen, dem man sich nach dem Abkommen von Oslo Anfang der 1990er-Jahre
so nah wähnte.
Der Autor beginnt das Buch mit einem Brief an seine Tochter. Darin
schildert er das Anliegen, das er verfolgt, nämlich "an die
Tatsachen und Ereignisfolgen zu erinnern, deren Kenntnis
unerlässlich scheint, um eine ernsthafte Diskussion eröffnen
zu können". Alain Gresh ist nicht der Erste, der versucht, uns die
historischen Hintergründe des Nahost-Konflikts verständlich
zu machen. Doch selten hat es jemand verstanden, die Grundlinien dieses
Konflikts so klar und präzise zu skizzieren, wie er. Nach dem
Erscheinen der französischen Originalausgabe war in einer
Rezension zu lesen, Greshs Buch sei "eines der seltenen Werke zum
Palästinakonflikt, die man wirklich gelesen haben muss". So ist
es! --Andreas Vierecke
Kurzbeschreibung
Einer der weltpolitisch wichtigesten Konflikte der Gegenwart: Die
Geschichte der langjährigen Auseinandersetzung zwischen Israel und
Palästina wurde in den letzten Woche und Monaten Tag für Tag
um neue, dramatische Kapitel fortgeschrieben. Dieses Buch widmet sich
sowohl den Wurzeln dieses Konflikts wie auch den allerjüngsten
Entschwicklungen.
"Für mich gibt es in Palästina kein 'natürliches' oder
'religiöses' Recht. Tausend oder dreitausend Jahre
zurückzugehen, um zu bestimmen, wem welches Fleckchen Erde
gehört, ist eine absurde, illegitime Übung." (der Autor)
Umschlagtext
Für mich gibt es in Palästina kein "natürliches" oder
"religiöses" Recht. Tausend oder dreitausend Jahre
zurückzugehen, um zu bestimmen, wem welches Fleckchen Erde
gehört, ist eine absurde, illegitime Übung.
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Amira Hass
Gaza
Dtv
Erscheinungsdatum: Oktober 2004
ISBN: 3423341386
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Sylke Tempel, Süddeutsche Zeitung
Amira Hass ist eine der ganz Großen des Journalismus. Für
alle, die verstehen wollen, wie das Leben der Palästinenser nach
ihrer "Befreiung" durch den Friedensprozess wirklich aussah, ist ihr
Buch Pflichtlektüre."
Alexandra Senfft, Die Zeit
"Ihr Buch vom Leben in Gaza ist unentbehrlich für das Verständnis des israelisch-palästinensischen Konflikts."
Angela Gutzeit, Frankfurter Rundschau
"Amira Hass - und das ist das ungeheuer Überzeugende und
Bestechende an ihrem Buch - beobachtete nicht nur die israelischen
Zwangs- und Schikanemethoden aus nächster Nähe und an der
Seite der Gaza-Bewohner. Sie kennt auch die politischen Gruppierungen
der Palästinenser, ihre Protagonisten und ihre Rivalitäten,
und sie verschont sie keineswegs mit Kritik."
Rezensionen
Aus der Amazon.de-Redaktion
Freunde hielten ihre damalige Entscheidung für wahnsinnig. Der
israelisch-jüdischen Journalistin Amira Hass hingegen erschien der
Umzug nach Gaza folgerichtig und notwendig. Nach der
Grundsatzerklärung von 1993 -- die Israelis hatten darin den
Palästinensern im Gazastreifen und in Jericho eine begrenzte
Selbstverwaltung zugesichert -- berichtete die Korrespondentin für
die Tageszeitung Ha'aretz über die Fortschritte in der neu
gegründeten Autonomie-Behörde. Wie jedoch konnte sie eine
Gesellschaft verstehen, ohne an ihrem Alltag teilzunehmen? Amira Hass'
Leben im Lager des "Feindes" begann.
Ein mutiger Entschluss, dem wir heute diesen ebenso mutigen und von
gängigen ideologischen Zerrbildern bereinigten Situationsbericht
aus dem größten Krisenherd des Nahen Ostens verdanken.
Gefasst auf eine stets gewaltbereite, alles jüdische hassende
palästinensische Bevölkerung, musste Amira Hass bald
feststellen, wie sehr sie selbst Opfer von Propaganda und falschen
Vorstellungen geworden war. Sie fand Hass, Gewalt -- aber noch
größere Angst. Zu ihrem größten Erstaunen aber
fand sie Menschen, die sie herzlich willkommen hießen.
"Wenn es nur endlich im Meer versinken würde", hatte der
verstorbene Yitzhak Rabin diesen Flecken einst verwünscht. Im
verhassten Gazastreifen und seinen Bewohnern sah er die gesamte
Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts
widergespiegelt. Amira Hass bricht das Bild. Ihr gelangen sowohl
beeindruckende und anrührende Menschenbilder, als auch die
präzise Analyse einer Gewalt- und Hassspirale. Hochgeschraubt und
am Leben gehalten von einer brutalen israelischen Besatzungspolitik und
der Starrköpfigkeit eines unversöhnlichen und
selbstherrlichen Arafat.
Im Epilog erinnert sich Amira Hass nicht ohne Sarkasmus an den
Ratschlag, der ihr bei der Planung dieses Buches gegeben wurde. Sie
solle "sich mit dem Schreiben beeilen, da bald Frieden herrsche" und
ihr Buch somit überholt sei. So geschehen im Jahr 1995. Die Frau,
die für ihre mutigen Reportagen aus Gaza 1999 mit dem "World Press
Hero Award" ausgezeichnet wurde und heute als intimste Kennerin
palästinensischen Lebens gilt, konnte darüber nur milde
lächeln. Schon damals hatte sie es leider besser gewusst. --Ravi
Unger
Sehr lesenswerte und gutes Buch - jetzt vor allem in der preisgünstigen Taschenbuchausgabe. |
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Keine Chance für Frieden
von Noam Chomsky
Gebundene Ausgabe - Europa, Hamburg
Erscheinungsdatum: März 2005
ISBN: 3203760053
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Rezensionen Amazon:
Aus der Amazon.de-Redaktion
Kritisch, linksliberal und scharfzüngig. So ist Noam Chomsky.
Diese Streitschrift sammelt seine Beiträge zum Nahost-Konflikt.
Darin greift der US-Wissenschaftler Israel und die USA scharf an.
Chomskys Anklage zufolge strebt der Judenstaat ein
„Groß-Israel“ an. Die USA unterstütze dies aus
strategischem Interesse. Eine Zwei-Staaten-Lösung, also die
Gründung eines palästinensischen Staates neben Israel, zogen
die zwei Mächte aus Chomskys Sicht nie wirklich in Betracht.
Tatsächlich unterstützt die USA Israel in beispielloser
Weise. Jahr für Jahr fließen Milliarden-Hilfen. Zudem steht
die Vetomacht USA bei UN-Abstimmungen stets fest an der Seite des
Judenstaats. Nichtsdestotrotz sind manche Angriffe auf die israelische
Politik überzogen. Gut durchdacht veröffentlichte der
Europa-Verlag zusammen mit Chomskys Buch deshalb eine gegenteilige
Meinung -- und zwar Alan Morton Dershowitz’ Plädoyer
für Israel.
Während Dershowitz bündig mit gleichbleibendem Tiefgang
argumentiert, liefert Chomsky teils großflächige Analysen,
teils winzige Details. Zudem beleuchtet Chomsky primär den Nahen
Osten seit Gründung Israels 1948, sein US-Landsmann setzt vorher
an. Eklatant ist jedoch, wie sich Anwalt Dershowitz und Wissenschaftler
Chomsky in zentralen Punkten widersprechen. Gibt der eine Arabern alle
Schuld, so meint der andere, Palästinenser würden respektlos,
ja bisweilen brutal behandelt. Beide Bücher zu lesen hilft deshalb
dabei, sich eine ausgewogene Meinung zu bilden -- auch wenn Chomskys
Beiträge nicht brandaktuell sind.
Chomskys und Dershowitz’ völlig unterschiedliche Sichtweisen
spiegeln letztendlich wider, wie sehr die Fronten im Nahost-Konflikt
verhärtet sind. Deshalb ist die Hoffnung schwach, dass Gewalt und
Gegengewalt schnell beendet und in Nahost Frieden einkehren möge.
Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, sie aufrecht zu erhalten, gebietet
allein schon der Eigennutz. Denn entspannen würde ein
Friedensschluss das Verhältnis zwischen Orient und Okzident
insgesamt. --Herwig Slezak
Kurzbeschreibung
Israel und die Palästinenser - kaum ein Konflikt beherrscht seit
Jahren die Medien in solchem Maße, jedoch ohne dabei für
Außenstehende verständlicher zu werden. Der Nahostkonflikt
sei ein Thema, das sich laut Noam Chomsky schon Jahre im voraus als
Vortragsthema anbieten läßt, ohne dass man jemals Gefahr
liefe, inaktuell zu sein. Scheinbar eine Konfrontation ohne Ende. Aber
warum ist das so?
"Keine Chance für Frieden" versammelt Noam Chomskys wichtigste
Gedanken zu diesem verstörenden und kontroversen Thema und zeigt,
wie amerikanische und israelische Interessen einen Frieden mit den
Palästinensern verhindert haben und auch in Zukunft verhindern
werden.
Meine Meinung:
Scharfzüngig und schon fast im "dark" Bereich zeigt der Autor die
Blockadepolitik der USA und Israel auf. Es gab genug Chance im nahen
Osten einen befriedeten Bereich zu schaffen. Sehr lesenswert.
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Es war einmal ein Palästina
von Tom Segev
Gebundene Ausgabe - 672 Seiten - Siedler
Erscheinungsdatum: März 2005
ISBN: 388680805X |
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KURZTEXT
Eine meisterhafte Untersuchung der turbulenten Zeit vor der
Gründung des Staates Israel: Lebendig, materialreich und politisch
brisant schildert Tom Segev, wie in drei Jahrzehnten britischer
Herrschaft in Palästina die Wurzeln des
israelisch-palästinensischen Konflikts gelegt wurden.
ZU DIESEM BUCH
Brandherd Palästina: Der Konflikt zwischen Arabern und Juden um
die Herrschaft im Heiligen Land ist seit Jahrzehnten ungelöst. Tom
Segev, Historiker und Journalist von internationalem Rang, zeigt, wie
es dazu kam.
Aus einer Fülle bislang unerschlossener Quellen rekonstruiert
Segev eine dramatische Ära grenzenloser Möglichkeiten und
tragischer Fehlentscheidungen: die so genannte Mandatszeit von 1917 bis
1948, als nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches die Briten die Macht
in Palästina ausübten und verhängnisvollerweise sowohl
Arabern als auch Juden das Land versprachen. Er macht uns mit so
legendären Figuren wie Lawrence von Arabien, General Allenby,
König Faisal, Chaim Weizmann und David Ben-Gurion, aber auch mit
einer bunten Mischung von Pionieren, Einwanderern, Abenteurern,
Geheimagenten, Diplomaten und Fanatikern bekannt.
Segev zeichnet die Entstehung zweier Nationalbewegungen nach, ihren
unaufhaltsamen Weg in die gewaltsame Konfrontation und kommt zu einer
radikalen Neubewertung der britischen Mandatsmacht. Anstatt
pro-arabisch, wie gemeinhin angenommen, hätten die Briten
tatsächlich konsequent prozionistisch gehandelt – aus der
antisemitischen Überzeugung heraus, die Juden drehten das Rad der
Geschichte.
Rezension von Karl Pfeifer :
http://www.hagalil.com/archiv/2005/04/segev.htm
Legenden-Killer - Tom Segev über die Gründung des Staates Israel - Vorgestellt von Jochen R. Klicker
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/383979/drucken
Meine Meinung:
Ein
Buch, das in in keiner Bibliothek fehlen sollte, wenn man sich auch nur
Ansatzweise für das Thema interessiert .... Ein "Muß" !!
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Yassir Arafat - Die Biographie
von Amnon Kapeliuk
Gebundene Ausgabe - Palmyra
Erscheinungsdatum: Juli 2005
ISBN: 3930378590
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Verlagstext:
Der Tod von Yassir
Arafat im November 2004 bedeutete das Ende einer politischen Ära.
Vierzig Jahre lang war er das nationale Symbol der Palästinenser
in ihrem Kampf für einen eigenen Staat und einer der Hauptakteure
im israelisch-palästinensischen Konflikt.
Das Buch von Amnon Kapeliuk ist die am besten recherchierte und
umfassendste Biographie, die je über Yassir Arafat erschienen ist.
Kapeliuk erweist sich als intimer Kenner des
Palästinenserführers, den er über hundertfünfzig
Mal interviewt hat – öfter als jeder andere Journalist.
Sachkundig beschreibt er Arafats politischen Lebensweg vom
Guerillakämpfer zum Staatsmann: seine Kindheit zwischen Kairo und
Jerusalem, die Gründung der Widerstandsorganisation Fatah 1959,
die Übernahme des PLO-Vorsitzes 1969, die Jahre im Exil in
Jordanien, im Libanon und in Tunis, Arafats Eintreten für eine
Zweistaatenlösung zur Konfliktbeilegung, das Scheitern des Osloer
Friedensprozesses sowie seine letzten Jahre unter israelischer
Belagerung in Ramallah.
Durch seine Gespräche auch mit vielen anderen führenden
palästinensischen Politikern und Arafatvertrauten enthüllt
Kapeliuk erstmals bislang unbekannte Details und bringt Licht ins
Dunkel der Mythen und Legenden, die Arafat sein Leben lang umgaben.
Objektiv beschreibt er Arafat als politischen Pragmatiker und
Überlebenskünstler, widerlegt manches Klischee, ohne ihn zu
glorifizieren oder als »Terroristen« zu verteufeln.
Das beeindruckende Quellenmaterial, die vielfältigen
Hintergrundinformationen und das Insiderwissen des Autors verleihen dem
Buch den Charakter einer Gesamtgeschichte des
israelisch-palästinensischen Konflikts im Lichte der Person
Arafats.
Die französische Originalausgabe des Buches wurde in den Medien
als »die definitive Biographie über Arafat« hoch
gelobt.
Amnon Kapeliuk gilt international als »ausgewiesener
Kenner« (Die Zeit) des israelisch-palästinensischen
Konflikts. Er wurde 1940 in Jerusalem geboren und studierte an der
dortigen Hebräischen Universität Arabisch sowie arabische
Geschichte und Literatur. Seit Ende der sechziger Jahre ist er
Nahostkorrespondent von »Le Monde« und »Le Monde
diplomatique«; zudem schreibt er für »Yediot
Aharonot«, die größte israelische Tageszeitung. Er ist
Autor mehrerer Bücher zum israelisch-palästinensischen
Konflikt. Im Palmyra Verlag erschien von ihm das Buch »Rabin
– Ein politischer Mord«.
Meine Meinung: Die best und ausführlichte Biografie zu Arafat. Überaus lesenswert.
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Hamas. Der islamische Kampf um Palästina
Joseph Croitoru
Verlag: Beck
ISBN-10: 340655735X
ISBN-13: 978-3406557354
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Amazo:
Kurzbeschreibung
Der radikale Islam kämpft an verschiedenen Fronten um Palästina:
von außen durch die Hisbollah und innerhalb des Landes durch die
Hamas, die 2006 überraschend an die Regierung gekommen ist.
Joseph Croitoru beschreibt höchst anschaulich die Geschichte der
Hamas und ihren Dschihad gegen Israel, dem nicht nur zahlreiche
Selbstmordattentate dienen, sondern auch ein weitgespanntes
Wohltätigkeitsnetz. Dabei geht es nicht zuletzt um die
beunruhigende Frage, was es für den Westen bedeutet, wenn sich
Islamisten mit der Demokratie anfreunden. Entstanden
ursprünglich als Zweig der ägyptischen Muslimbrüder in
Palästina, hat sich die Hamas als religiöse Alternative zur
säkularen PLO behauptet. In Opposition und Regierung gibt sich
die Hamas neben dem Terrorismus zwar auch pragmatisch. Ihr
Endziel aber bleibt die Rückeroberung des gesamten Gebiets des
historischen Palästina und die Gründung eines islamischen
palästinensischen Staates. Ihr Sozial- und Erziehungsnetz dient
dabei nicht nur wohltätigen Zwecken, sondern auch der
ideologischen Vorbereitung des Dschihad gegen Israel. Israel
sieht in der Hamas nur die Terrororganisation und schlägt mit
aller Härte zurück - mit begrenztem Erfolg. Joseph Croitoru legt
auf beeindruckende Weise anhand vieler im Westen bisher nicht
bekannter Quellen die Ziele und die Funktionsweise der Hamas
offen. Sein meisterhaft geschriebenes Buch ist ein "Muß" für
alle, die verstehen wollen, wie die Islamisten, demokratisch
legitimiert, die politischen Koordinaten im Nahen Osten
grundlegend verändern.
Über den Autor
Joseph Croitoru, geb. 1960 in Haifa, ist promovierter Historiker
und Journalist. Er lebt seit 1988 in Deutschland und ist fester
Autor des Feuilletons der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Zuletzt erschien von ihm die vielbeachtete Studie Der Märtyrer
als Waffe. Die historischen Wurzeln des Selbstmordattentats
(2003, 2006 als Taschenbuch).
Meine Meinung: Gute und lesbare Darstellung über ein
Thematik, die immer mehr in den Brennpunkt der Interesse
gerutscht ist und relativ undurchsichtig ist. Strukturen und
Geschichte der Hamas werden durchsichtig und Hintergründe
verständlich.
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Verlorener Frieden?
Gerhard Konzelmann
Verlag: Herbig; Auflage: 1 (24. Juli 2007)
ISBN-10: 3776625260
ISBN-13: 978-3776625264
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Klappentext
Fast täglich macht der Nahostkonflikt Schlagzeilen: Zwischen
der radikalislamischen Hamas und der säkularen Fatah in
Palästina herrscht Bürgerkrieg. Anschläge, blutige Kämpfe
und Selbstmordattentate, Krieg und Flüchtlingselend lassen
die Region nicht zur Ruhe kommen. Gibt es noch eine Chance
für den...
mehr
Frieden? Im Zentrum des Nahostkonflikts stehen acht Länder:
Israel, Saudi-Arabien, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak,
Iran und die Palästinensergebiete mit jeweils eigenen
Motivationen und Interessen. Dazu kommt der Einfluss
religiöser Gebietsansprüche und Machtinteressen, der in
dieser Region auf jahrhundertealten Traditionen beruht.
So kämpft Israel für das Zweistaatenmodell; die
Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) würde Israel
anerkennen, wenn die Palästinenser einen eigenen Staat
bekämen. Dcoh Schiiten und Sunniten, die sich innerhalb
Iraks seit Jahren bekämpfen, halten im Falle der
palästinensischen Hamas (Sunniten) und der libanesischen
Hisbolla (Schiiten) zusammen und bekämpfen gemeinsam Israel.
Der Iran provoziert den Westen mit seiner Atompolitik und
unterstützt die Kampforganisationen Hamas und Hisbollah mit
Waffen und Geld. Der Irak kommt seit Jahren nicht zur Ruhe.
Saudi-Arabien fürchtet die Verbindung von Hamas und Teheran
und glaubte, mit einer Milliarde Dollar den Frieden zwischen
Hamas und PLO „kaufen” zu können.
Nahostexperte Gerhard Konzelmann informiert kenntnisreich
über Geschichte und Gegenwart dieser Konfliktregion. Er
erklärt Hintergründe, erläutert die Kräfteverhältnisse der
Länder und der rivalisierenden Organisationen und zeigt die
Hindernisse für den Friedensprozess auf.
Meine Meinung: Ich kenne die Kritik an Konzelmann, über seine
fehlenden (ich kann's nicht überprüfen) Arabischkenntnisse und
seine Informationen aus zweiter Hand. Aber anscheinend füllt er
eine Lücke des Bücherwaldes, die sonst niemand für sich in
Anspruch nimmt. Es wäre mir auch lieber, wenn ich von
etablierter wissenschaftlicher Seite Informationen in lesbarer
und verständlicher Weise geliefert bekommen würde, aber solange
dies die Ausnahme ist greife ich auch auf Bücher von Konzelmann
zurück.
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Schnee in Samarkand. Ein Reisebericht aus dreitausend Jahren
Daniel Schwartz
Eichborn; Auflage: 1 (Oktober 2008)
ISBN-10: 3821858311
ISBN-13: 978-3821858319
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Kurzbeschreibung Amazon aus Amazon:
Wo die Kulturen der Welt sich seit Jahrtausenden
befruchten und bekriegen
Reisen in Raum und Zeit durchs Herzland
zwischen China, Indien, Europa und den Steppen
Eurasiens.
Als erster Ausländer folgte er 1987 der
Großen Mauer Chinas in ihrer vollen Länge. Dann
ließ ihn das endlose Grenzland nicht mehr los,
in dem die großen Kulturen der Welt sich seit
Jahrtausenden befruchten und bekriegen. Weitere
Reisen zwischen 1987 und 2007 waren nur
abenteuerlich (über den Karakorum- oder den
Pamir-Highway, entlang vergessener Routen der
Seidenstraße, durch die Wüste Taklamakan und
über das Kaspische Meer), andere führten an
schwer zugängliche Orte, etliche waren verwegene
Vorstöße in politisch brisantes Territorium (das
Afghanistan der Taliban, Kashmir, Turkmenistan,
Usbekistan, Xinjiang).
Im Laufe seiner Reisen begegneten ihm
chinesische Kaiser und persische Könige;
Alexander der Große und Dschingis Khan;
arabische Generäle und päpstliche Gesandte;
Voltaire und Rigoletto; Zaren und
postkommunistische Despoten; britische Spione
und tadschikische Warlords; mongolische
Kohlediebe, Rubinjäger und clevere
Gebrauchtwagenhändler; kurdische Flüchtlinge,
instrumentalisierte Koranschüler und
verunsicherte amerikanische Militärs.
Im Gepäck hatte er zur Inspiration die Werke
der unterschiedlichsten arabischen, chinesischen
und europäischen Autoren und Geschichtsschreiber
(von Herodot über Sima Qian, Marco Polo, Ibn
Battuta, Alexander von Humboldt bis Robert Byron
oder Fitzroy Maclean). Sein eigenes Buch nun ist
ein so noch nie dagewesenes Unterfangen, nämlich
der Versuch, räumlich und zeitlich zugleich zu
reisen, die Gegenwart aus der Vergangenheit
heraus zu verstehen und den Blick von Chinesen,
Persern, Europäern und Arabern auf den jeweils
fremden Anderen nachzuvollziehen.
Meine Meinung: Ein Buch für lange
Winterabende. Durchaus lesenswert
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Saudi Arabien
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Verlagstext:
achdem Die Girls von Riad in
Saudi-Arabien verboten wurde, erschien das Buch 2005 im Libanon.
Binnen weniger Monate verkaufte es sich mehrere
hunderttausendmal und löste eine hitzige Debatte zwischen
arabischen Politikern, Gelehrten und Kritikern aus.
Währenddessen ging das Buch auf dem Schwarzmarkt für das
Zehnfache des Ladenpreises über den Tisch. Rajaa Alsanea erzählt
davon, worüber geschwiegen werden muss: Von vier jungen Frauen,
die leben und lieben wollen und es nicht dürfen, weil die
Tradition für Frauen kein Glück vorsieht. Doch Sadim, Kamra,
Michelle und Lamis versuchen es trotzdem, eine jede auf ihre Art
– und das Ergebnis ist ein tragikomischer Roman, der aufrüttelt,
berührt und verzaubert.
Meine Meinung: Also ein Buch das nicht unbedingt
gelesen werden muss. Gelangweilte Oberschichtgirls mit ihren
oberflächlichen Problemen geben nicht unbedingt einen Einblick
in gesellschaftliche Vorgänge des Königreichs Saudi-Arabien.
Auch wenn flott geschrieben bewegen sich die Protagonisten des
Buches auch einer Oberflächlichkeit, die ihres gleichen Sucht.
Warum dieses Buch einen solchen Hype auslöste ... keine Ahnung.
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Türkei
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Hans-Peter Raddatz
Die türkische Gefahr?
Erscheinungsdatum: September 2004
ISBN: 3776623926
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Rezensionen - Süddeutsche Zeitung vom 17.11.2004
Mit Sympathie hat Dorothea Heintze diese Streitschrift gelesen, mit der
sich der deutsch-türkische Journalist Baha Güngör
für die Aufnahme der Türkei in die EU einsetzt. Ganz
überzeugt ist sie allerdings nicht von dem Buch. Als Kernthese
stellt sie Güngörs Warnung dar, dass "dem Westen eine
Katastrophe" droht, sollte die Mitgliedschaft der Türkei auf die
lange Bank geschoben oder gar ganz abgelehnt werden. Denn dann werde
die Türkei den eingeschlagenen Weg der Demokratie wieder
verlassen, die Gesellschaft werde sich weiter islamisieren. Die
Verantwortung für diese drohende Entwicklung schiebt der Autor
dabei nach Heintzes Darstellung nicht allein Brüssel zu, sondern
auch Berlin. Denn noch immer tun sich die Deutschen schwer, ihre
Einwanderer als gleichberechtigte Nachbarn zu akzeptieren. Hier erhebt
Heintze den Einwand, dass Güngör kein Wort darüber
verliere, dass Integration eine Medaille mit zwei Seiten sei. So
vermisst sie letztendlich an diesem Buch nicht nur Klarheit, sondern
auch Offenheit.
Meine Meinung: Zu optimistisch und zu unkritisch
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Hans-Peter Raddatz
Die türkische Gefahr?
Erscheinungsdatum: September 2004
ISBN: 3776623926
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Rezensionen - Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25.10.2004
Bei den Befürwortern eines EU-Beitritts der Türkei wird sich
Hans-Peter Raddatz mit seinem Buch "Die türkische Gefahr? Risiken
und Chancen" nach Meinung von Wolfgang Günter Lerch kaum Freunde
machen - bei den meisten Türken erst recht nicht. Zu düster
falle das Bild aus, das Raddatz von der "modernen Türkei" und
ihrer Leitkultur zeichnet. "Schonungslos" beleuchte er Anspruch und
Wirklichkeit dieses Staates. Lerch hebt hervor, dass der Autor,
Orientalist und Systemanalytiker, die Region nicht nur theoretisch
kennt, sondern aus "konkreter Anschauung" und "alltäglicher
Lebenswirklichkeit". Weder glaube Raddatz, dass die Türkei eine
wirkliche Demokratie ist, noch dass sie annähernd so verweltlicht
ist, wie allgemein angenommen. Dass sich die Verhältnisse
wesentlich ändern werden, wenn die Beitrittsgespräche einmal
laufen, hält er für fraglich. Auch bezweifle er, dass die
türkische Gesellschaft bis dahin ihre wichtigsten Probleme auch
nur im Ansatz gelöst haben: Kurdenfrage, die traditionelle
Strukturschwäche ihrer Wirtschaft, Autoritarismus, traditionelle
Verflechtung der Elite mit zumindest dunklen, bisweilen sogar
mafiösen Geschäften.
Meine Meinung: Sehr tendenziös unter dem Deckmantel des Experten ..... |
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Türkisches Roulette
Dieter Sauter
Herbig; Auflage: 1 (2007)
ISBN-10: 3776625279
ISBN-13: 978-3776625271
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WOZ vom 04.10.2007
Seit der Wahl von Abdullah Gül Ende August hat die Türkei ein
islamisch-konservatives Staatsoberhaupt. Doch über das Land gibt
es viel mehr zu sagen.
Hand aufs Herz: Wer hätte je gedacht, dass
ausgerechnet eine islamische Partei die Türkei kapitalistisch
modernisieren, den überaus mächtigen Generalstab ausbremsen und
das halb europäische, halb asiatische Land Richtung EU führen
würde? Und wer hätte je damit gerechnet, dass sich eine
islamische Bewegung so schnell reformieren könnte? Noch 1994
hatte die damalige Wohlfahrtspartei Refah den Sieg ihres
Kandidaten bei der Oberbürgermeisterwahl von Istanbul mit einer
Massenveranstaltung gefeiert: In Zehnerreihen, mit Fackeln und
Fahnen waren seinerzeit die Parteidelegierten im Gleichschritt
in das Fussballstadion einmarschiert, wo sie ihren Vorsitzenden
Necmettin Erbakan feierten und die Einführung der Scharia
forderten. Erbakan war anschliessend sogar für kurze Zeit
Ministerpräsident - bis ihn die Militärs 1996 aus dem Amt
jagten.
Einleuchtende Analyse
Danach verliessen die «Erneuerer» um Tayyip
Erdogan und Abdullah Gül im Streit mit den «Traditionalisten» um
Erbakan die Refah-Partei und gründeten ihre eigene Organisation,
die Partei der Gerechtigkeit und der Entwicklung (AKP).
Mittlerweile ist die AKP die bei weitem erfolgreichste Partei
der Türkei. Ausgerechnet die islamisch-konservative AKP hat
geschafft, was in den achtzig Jahren seit Gründung der Republik
Türkei keiner anderen Regierungspartei gelungen war: Sie hielt
fast eine volle Legislaturperiode durch - und wurde bei der
vorgezogenen Wahl im Juli mit einem überwältigenden
Stimmenvorsprung im Amt bestätigt. Über den Aufstieg der AKP ist
viel geschrieben worden, aber selten zuvor hat jemand eine so
klare und einleuchtende Analyse vorgelegt wie Dieter Sauter in
seinem neuesten Buch «Türkisches Roulette».
Das Besondere am Buch ist sein Zugang. Sauter,
der seit über anderthalb Jahren für die WOZ aus der Türkei
berichtet, hat bewusst darauf verzichtet, mit PolitikerInnen zu
reden. Es «ist nicht die Aufgabe von Politikern, ausländischen
Journalisten andere Antworten zu geben als jene, die bereits in
Pressemitteilungen oder Reden veröffentlicht sind», schreibt er.
Stattdessen interviewte er Fachleute, die ihm und uns die
grossen Veränderungen in der türkischen Gesellschaft und die
Konstanten in der türkischen Politik darlegen. So berichtet
beispielsweise der Politologe Ahmet Turkyilmaz, dass sich die
Gesellschaft nach rechts bewege: Früher neigten rund sechzig
Prozent der WählerInnen konservativen und rechten Parteien zu,
heute sind es siebzig Prozent.
Neue Rolle für das Militär
Turkyilmaz und die anderen ExpertInnen, die
Sauter befragte, liefern auch eine Erklärung für diese
Verschiebung und den Aufstieg der AKP: Einerseits die
Landflucht, die die Städte explodieren lässt - in denen es aber
keine sozialen Sicherungssysteme mehr gibt. Anderseits die
Herausbildung eines anatolischen Kapitals, das sich, so der
Politwissenschaftler Tanju Tosun, «in den Siebziger- und
Achtzigerjahren langsam von frommen Handwerkern und Händlern zu
einem wuchtigen wirtschaftlichen Faktor entwickelt hat». Und das
vor allem von der AKP vertreten wird.
Auch die Rolle des Militärs, das immer noch
zahlreiche Konzerne kontrolliert, habe sich geändert. Das sagt
jedenfalls Ümit Cizre von der angesehenen Stiftung für
Wirtschaftliche und Soziale Studien. Die Wissenschaftlerin hat
in einer akribisch recherchierten Studie die Strategiepapiere
des Nationalen Sicherheitsrats analysiert und sich dadurch mit
der achtgrössten Armee der Welt angelegt. Seit dem Ende des
Kalten Krieges hätten sich deren Nato-Generäle den «inneren
Feinden» zugewandt, sagt sie, dadurch aber ihre Unantastbarkeit
verloren, weil sie nun nicht mehr «über den Parteien stehen»,
sondern selbst Partei geworden seien. Und damit auch angreifbar
- wie der Sieg von Gül bei der Präsidentschaftswahl zeigte, den
die Militärs verhindern wollten.
Sauter zeichnet nicht nur ein klares Bild der
vielen Veränderungen in der türkischen Gesellschaft, er
beschreibt auch - etwa anhand eines Interviews mit der
Menschenrechtlerin Eren Keskin - die Konstanten: die vielen
Misshandlungen und die Missachtung der BürgerInnenrechte. Die
extrem hierarchischen Strukturen der parlamentarischen Parteien,
die noch nie den Abgang eines Führers, einer Vorsitzenden
überlebt haben. Den fragilen Zustand der Ökonomie. Und er
schildert am Beispiel eines mafiosen Parkplatzbetreibers die
grassierende Korruption (Parkplätze sind in Istanbul inzwischen
ein Millionengeschäft), am Beispiel eines Kolumnisten die
Kontrolle der Medien, am Beispiel eines Polizisten die Zustände
bei den Sicherheitsorganen. Er spricht mit Sexualtherapeuten,
Frauenrechtlerinnen, Kurden, KünstlerInnen, EU-Befürwortern und
mit einem Stammesführer in Anzug und Krawatte, der das Prinzip
der Blutrache erläutert.
Kleine Schnitzer
Abgesehen von etlichen Wiederholungen, die
durch die integrale Wiedergabe mancher Interviews entstanden
sind, und von Flüchtigkeitsfehlern, die einem aufmerksamen
Lektorat hätten auffallen müssen (warum, um Himmels willen, ist
an einer Stelle von «Katrillionen» die Rede, wo doch zehn
Billiarden gemeint sind?), abgesehen von solchen kleinen
Schnitzern also bietet das Buch einen exzellenten Blick auf die
sich rasch wandelnde, von Gegensätzen geprägte türkische
Gesellschaft. Die Gretchenfrage, die Sauter am Schluss stellt
(«Was will Europa in Kleinasien?») müssen die LeserInnen selbst
beantworten. Und das können sie erst nach der Lektüre.
WOZ vom 04.10.2007
Meine Meinung: In Hinblich um den Hick-Hack, der der
Aufnahme der Türkei in die EU, sollte man das Buch lesen.
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Verlagstext:
Das Osmanische Reich war eines der bedeutendsten Imperien der
Welt. Seine Geschichte reicht von den nomadischen Turkstämmen
des 5. Jahrhunderts bis zur Flucht des letzten Sultans aus
Istanbul im Jahr 1922. Auf dem Höhepunkt seiner Macht erstreckte
sich das Reich der Sultane vom Nahen Osten über fast den
gesamten Mittelmeerraum bis kurz vor Wien.Wolfgang Gust
beschreibt seine wechselvolle Geschichte mit ebenso genauer
Kenntnis der historischen Quellen wie Sinn für eine farbige,
fesselnde Erzählweise, und schärft damit den Blick für
politische Krisenherde am Ende des 20. Jahrhunderts.
Meine
Meinung: Wieder-/Neuauflage des Wekres von 1995.
Fundiertes Werk der osmanischen Geschichte.
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Die Brücke von Istanbul: Eine Reise zwischen Orient und Okzident
Geert Mak
Pantheon; Auflage: 2 (1. Oktober 2007)
ISBN-10: 3570550400
ISBN-13: 978-3570550403
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Kurzbeschreibung aus Amazon:
Das neue Buch von Geert Mak: die Brücke zwischen
Abendland und Morgenland
Nach seinem Bestseller "In Europa" widmet
sich Geert Mak in seinem neuen Buch Geschichte
und Gegenwart der Stadt Istanbul. Hier verläuft
die Grenze zwischen Europa und Asien, hier
berühren sich Orient und Okzident. Indem Mak die
berühmte Galatabrücke überquert, macht er sich
auf die Suche nach dem Innersten der türkischen
Metropole. Eine glänzende Schilderung von
Vergangenheit und Gegenwart Istanbuls, der
faszinierenden Stadt am Bosporus.
Wollte man ein Bauwerk auswählen, um die
Geschichte Istanbuls, der einzigen Metropole,
die auf zwei Kontinenten liegt, zu erzählen,
dann müsste es die Galatabrücke sein. Seit
eineinhalb Jahrhunderten ist sie der eigentliche
Lebensnerv der Stadt, mit ihr verbindet sich das
alte und das neue Istanbul, hier berühren sich
Abend- und Morgenland. Sie ist ein Bauwerk, an
dem sich Gegensätze verbinden und historische
Ereignisse verdichten. So werden die
Anlegestellen der Fähren zur Inspirationsquelle
der Dichter, die Bars im Untergeschoss der
Brücke zum Treffpunkt der besten Taschendiebe
Europas. In seinem Buch kommt Geert Mak, der
große europäische Geschichtsschreiber und
Reiseschriftsteller, mit den Straßenhändlern und
Zigarettenjungen, den Teehändlern und
flanierenden Touristen ins Gespräch. Er
beschreitet die 484 Meter dieser Brücke und
erzählt dabei auf seine unnachahmliche Art von
kleinen Geschichten und großer Geschichte im
wechselvollen Leben einer großartigen Stadt.
Meine Meinung: Ich habe das Buch
während meines Urlaubes in Istanbul gelesen.
Genau richtig!
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Süper Freunde: Was Türken und Deutsche sich wirklich zu sagen haben
Kai Diekmann
Piper Verlag GmbH (13. Oktober 2008)
ISBN-10: 349205255X
ISBN-13: 978-3492052559
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Kurzbeschreibung
Türkisch oder Deutsch? Reyhan Sahin alias Lady
Bitch Ray sieht das ganz anders: »Ich bin 'ne
Kanakin. Ich hab das Beste von beiden Völkern.«
So wie die Rapperin, das Idol vieler deutscher
und türkischer Mädchen, sagen sich in diesem
Buch Deutsche und Türken offen die Meinung. Wie
türkisch ist Deutschland? Wie europäisch ist die
Türkei? Wie gemeinsam kann die Zukunft sein? Was
trennt uns, was verbindet uns? Das schildern
Muslime, Christen, Türken und Deutsche, die
miteinander reden und die Zukunft gestalten
wollen.
Über den Autor
Kai Diekmann, geboren 1964 in Ravensburg und
aufgewachsen in Bielefeld, begann 1985 als
Volontär beim Axel Springer Verlag. Er war
Korrespondent der Bild-Zeitung in Bonn und
Chefreporter der Zeitschrift Bunte. 1992 kehrte
er zu Bild zurück. 1998 wurde er Chefredakteur
der Welt am Sonntag, 2001 Chefredakteur der
Bild-Zeitung. Er wurde zweimal mit der Goldenen
Feder ausgezeichnet. Gemeinsam mit Ralf Georg
Reuth verfasste er das Buch "Helmut Kohl: Ich
wollte Deutschlands Einheit". Er lebt mit seiner
Frau, der Journalistin und Autorin Katja
Kessler, und drei Kindern in Hamburg.
Meine Meinung (auch auf die Gefahr mich zu wiederholen):
Ich habe das Buch während meines Urlaubes in Istanbul
gelesen. Genau richtig! Die unterschiedlichsten Stimmen
kommen in diesem Buch zum Ausdruck, was das Buch so
lesenwert macht.
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Istanbul: Ein historisch-literarischer Stadtführer
Klaus Kreiser
.H.Beck; Auflage: 1 (30. März 2001)
ISBN-10: 3406471919
ISBN-13: 978-3406471919
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Geschichte muss nicht langweilig sein! Kurzweilige, nah am
Alltag orientierte, bildhafte und bisweilen frivole Texte
mischt Klaus Kreiser, Inhaber des Lehrstuhls für türkische
Sprache, Geschichte und Kultur an der Universität Bamberg,
zu einem amüsanten Stadtführer von Istanbul.
Über rund 500 Jahre, von der türkischen Eroberung im
Jahre 1453 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, spannt sich
der literarische Bilderbogen, der Istanbul in vielen, völlig
neuen Fassetten zeigt. Die authentischen, wie ein
Flickenteppich leichthändig zusammengefügten und von Kreiser
hervorragend übersetzten Quellen ermöglichen weitreichende
Einblicke in die osmanische Kultur: Es ist ein besonderer
Verdienst des Autors, dabei türkischsprachige Quellen einem
größeren Publikum zugänglich zu machen. Klassische Literatur
kommt ebenso zum Zug wie unbekanntere Chronisten und
Diwan-Dichter, Memoirenschreiber und Publizisten der neueren
Zeit, armenische und orthodoxe Schreiber, Tagebücher und
frühe Reiseberichte.
Einblicke ins "pralle Menschenleben" liefern
erstaunlicherweise auch die offiziellen Urkunden und
Registereinträge, die viele Details notieren und sich einer
(moralischen) Wertung weitgehend enthalten -- nicht wenige
Dokumente liefern handfeste Hinweise auf lustvolle
Ausschweifungen. Ganz egal, ob man Istanbul gut kennt oder
noch nie dort war: Die literarischen Szenen fügen sich zu
einem spannenden Sittenbild zusammen. Fast wie durch ein
Schlüsselloch blickt man auf historisch belegte Szenen, die
sich in der Istanbuler Bourgeoisie oder in der muslimisch
geprägten Altstadt abspielen, trifft auf kleine Leute wie
Straßenhändler, Dirnen, Henker und Hammamdiener, lässt sich
von Markt- und Basarszenen begeistern, nimmt teil an
Kaffeehauskultur und Katastrophen, wandert durch Moscheen.
Neben dem pulsierenden Leben versäumt es Kreiser
natürlich nicht, auch die Geschichte der berühmten Hagia
Sophia, der Blauen Moschee und dem Topkapi-Serail feinfühlig
nachzuzeichnen. Ein überaus bemerkenswertes Reisebuch!
--Friederike Kaiser
Neue Zürcher Zeitung
Das Istanbul der Osmanen
m.c. Eine reiche, überreiche Fundgrube ist Klaus Kreisers
historisch-literarischer Stadtführer durch Istanbul für
alle, die sich auf die Geschichte und die tausendundein
Geschichten der Metropole von der Eroberung durch Fatih
Sultan Mehmet im Jahr 1453 bis zur Gründung der Türkischen
Republik von 1923 näher einlassen wollen. Der Bamberger
Turkologe bringt Istanbul-Reisenden die Stadt in osmanischer
Zeit mit ausführlichen Zitaten aus zeitgenössischen
literarischen und dokumentarischen Quellen so nahe, dass
sich das «pralle Menschenleben» vergangener Jahrhunderte
sinnlich nachempfinden lässt. Auf der Basis dieser Quellen
plaudert er über das Alltagsleben von Kaufleuten, Henkern
und Prostituierten männlichen wie weiblichen Geschlechts,
ohne lüstern oder seicht zu werden. Detailliert geht der
Autor u. a. auf das Zusammenleben von Juden, Christen und
Muslimen, von unterschiedlichsten ethnischen Gruppen, ein,
zeigt das Konfliktpotenzial auf, aber auch die Anstrengungen
der Obrigkeit, ihre sprichwörtliche Toleranz walten zu
lassen – schon um es mit den westlichen Mächten nicht zu
verderben. Die Fülle an Materialien ist so geschickt
verarbeitet, dass Historiker und Philologen an der
Faktentreue nichts zu deuteln finden, Laien aber kaum
Anlaufschwierigkeiten haben dürften, diesen Band wie einen
kritischen Almanach nicht nur durchzublättern, sondern
Kapitel für Kapitel mit Vergnügen zu lesen.
Meine Meinung: Wer sich mit dem historischen
Istanbul auseinandersetzen möchte kommt um diese Buch
nicht herum.
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Istanbul - Stadt unter Strom: Gesichter der neuen Türkei
Sibylle Thelen
Herder, Freiburg; Auflage: 1 (Januar 2008)
ISBN-10: 3451030098
ISBN-13: 978-3451030093
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Kurzbeschreibung Amazon:
Die Türkei ist im Umbruch. Ungleichheiten und Spannungen
beherrschen das Land. Brennpunkt dieses Geschehens ist
Istanbul, wo Ostanatolien und die Moderne unvermittelt
aufeinander treffen. Und wo eine Kultur pulsiert, die all
das widerspiegelt. Mitreißend portraitiert Sibylle Thelen
Künstler und Kulturschaffende, erzählt vom Spagat zwischen
Traditionalismus, Nationalismus und der Öffnung zur Moderne,
vom Umgang der Türkei mit der eigenen Geschichte und dem
Aufgreifen des Verleugneten und Verschwiegenen.
Meine Meinung: Istanbul nimmt in der
Türkei ein Sonderstellung ein. Aber diese Darstellung dieser
großartigen Stadt anhand von kreativ Schaffenden ist mehr
als gelungen |
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Wohin geht die türkische Gesellschaft?: Kulturkampf in der Türkei
Rainer Hermann
Dtv (September 2008)
ISBN-10: 3423246820
ISBN-13: 978-3423246828
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Kurzbeschreibung Amazon:
Die Türkei wird als 'Brücke zum Osten' bezeichnet und von
Europa wie von der arabisch-islamischen Welt sehr
misstrauisch betrachtet. Die Gegensätze im Land selbst, etwa
zwischen dem ländlichen Anatolien und der türkischen
Riviera, könnten größer nicht sein. Sie spiegeln sich in den
alten und neuen Eliten wider. Eine neue Elite, vertreten von
der muslimisch-konservativen AKP, ist seit einiger Zeit an
der Regierung und unter dem Verdacht, die Türkei wieder zu
islamisieren. De facto findet jedoch eine Modernisierung
statt. Was sind die Hintergründe für diese Konstellation und
wohin wird das führen? Wie sieht der Alltag der Menschen in
diesem großen Land aus?
Als Korrespondent der FAZ beobachtet Rainer Hermann seit
langem die Entwicklungen in der Türkei. Er legt hier eine
Gesamtdarstellung von Geschichte und Gegenwart dieses Landes
vor, dessen Zukunft auch für Europa von großer Bedeutung
ist.
http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20081019
Gute Rezenzion
Meine Meinung: Ausgewogene Darstellung der modernen Türkei.
Sehr fundiert und exakt. Das Buch ist schon fast ein Muss
für politisch Interessierte. |
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Tunesien
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Geschichten aus Tunesien
von Regine Lorenz
Broschiert - TRAVELDIARY.DE REISELIT.
Erscheinungsdatum: November 2004
ISBN: 393727409X
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Kurzbeschreibung Amazon:
Tunesien ist ein Land mit 1001 Reisemöglichkeit. Wüste und
üppige Oasen, das Meer und die Stufenberge, Olivenhaine und
Korkeichenwälder. Die Landschaften sind genauso vielfältig
und faszinierend wie seine Menschen.
Eine Reise nach Tunesien ist eine Reise in den Orient und eine Reise in
ein sehr altes Kulturland. Viele Einflüsse machen sich bemerkbar
und sind in der Herzlichkeit und der Toleranz seiner Bewohner zu
finden. Die Autorin Regine Lorenz faßt in Ihrem Buch
fünfzehn Geschichten zusammen, die ihr von tunesischen Freunden
überliefert wurden und die sie selbst bei ihren Reisen durch das
nordafrikanische Land erlebt hat - Geschichten zum Schmunzeln und
Geschichten zum Nachdenken. Eine kleine Sammlung typisch tunesischer
Gerichte rundet das Ganze ab. Marhaba in Tunis!
Meine Meinung: Ein muss für den angehenden / aber auch fortgeschrittenen Tunesienurlauber ..... Echte Urlaubslektüre.
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Tunesien
von Lucian O. Meysels
Gebundene Ausgabe - 250 Seiten - Herbig
Erscheinungsdatum: August 2004
ISBN: 3776623810
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Rezensionen Amazon:
Mittler zwischen der arabischen Welt, Europa und Afrika
Hannibal und Scipio. Berber und Vandalen, Sarazenen und Kreuzfahrer,
französische Colons und arabische Freiheitskämpfer - sie alle
haben Spuren hinterlassen und Tunesien zum tolerantesten und
weltoffensten Staat Nordafrikas gemacht. Hier stand die Wiege des
lateinischen Christentums zu einer Zeit, da in Rom selbst noch
griechisch gepredigt wurde. Hier steht die viertheiligste Sätte
des Islams, hier liegt der bedeutendste jüdische Wallfahrtsort
außerhalb Israels.
Lucian O. Meysels - einer der profundesten Kenner der Region -
beschränkt sich nicht auf Zeugnisse der älteren und
jüngeren Geschichte, sondern skizziert den Werdegang eines Landes,
das - dank wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts - entschlossen
ist, sich einen Weg in die Zukunft zu schaffen.
Mit einem Vorwort von Kurt Waldheim.
Meine Meinung: Sehr gutes Standardwerk über Tunesien. Auch für Nicht-Tunesienurlauber sehr lesenswert.
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Resieberichte
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Wüsten, Minarette und Moscheen
von Margret Boveri
280 Seiten - Wjs
Erscheinungsdatum: März 2005
ISBN: 3937989064
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Kurzbeschreibung Amazon:
Zwei Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges macht sich Margret
Boveri mit einem altersschwachen Auto auf und fährt zusammen mit
einer Freundin von Istanbul über Damaskus und Bagdad bis nach
Isfahan und Teheran. Das war damals eine abenteuerliche Reise –
über lehmige Wege und unwegsame Gebirgspässe, durch
ausgetrocknete Flussbetten und staubige Wüsten. Oft genug bleibt
der Wagen mit verbogener Achse oder defektem Vergaser liegen, so dass
die beiden Damen am Straßenrand in einem Zelt übernachten
müssen, bis Hilfe aus den kilometerweit entfernten Dörfern
geholt werden kann. Aber so archaisch und abenteuerlich die
Umstände der Reise auch anmuten, so erlebt Margret Boveri doch
noch die Welt des alten Orients. Es ist die Zeit vor den modernen
Diktaturen und dem islamischen Fundamentalismus, vor Terror und
Selbstmordattentaten: Damaskus und Bagdad, die einstigen
Durchgangspunkte der Kamelkarawanen, sind noch farbige orientalische
Städte, deren Straßen von fremden Düften erfüllt
sind und in denen verschwiegene Palmengärten, kostbar
ausgestattete Paläste und der Blick auf Minarette und goldene
Kuppeln der Moscheen die Erinnerung an Tausendundeine Nacht
heraufbeschwören. Im Iran sind die Mullahs noch nicht an der
Macht, in der Türkei hat Kemal Atatürk den osmanischen Fes
verboten, und für Frauen herrscht striktes Schleierverbot. Und
wenn die Boveri auf ihrer Reise vereinzelt auch schon religiösem
Hass begegnet, so rühmt sie doch die vorurteilslose
Gastfreundlichkeit der Bewohner dieser unendlichen Landschaften,
Bewohner, die liebenswürdig und hilfsbereit sind – und vor
allem neugierig auf die sonderbaren Damen, die da allein durch den
Orient fahren. Margret Boveris poetischer Reisebericht, der kurz vor
Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in dem Schweizer Atlantis Verlag
erschien und erst jetzt anlässlich des 30. Todestages der Autorin
in einer Neuauflage vorliegt, ist eine Liebeserklärung an den
Orient und seine Menschen. Er erzählt von einer Welt, die nur ein
paar Jahrzehnte vergangen und dennoch unwiederbringlich versunken ist.
Über die Autorin:
Margret Boveri, 1900 in Würzburg als Tochter eines bekannten
deutschen Biologen und einer Amerikanerin geboren, trat 1934 in die
außenpolitische Redaktion des »Berliner Tageblatts«
ein und arbeitete von 1939 bis 1943 als Auslandskorrespondentin
für die »Frankfurter Zeitung « in Stockholm, New York
und Lissabon. Nach dem Krieg wurde sie vor allem mit ihren
Standardwerken »Der Verrat im 20. Jahrhundert« (1956/1960)
und »Wir lügen alle. Eine Hauptstadtzeitung unter
Hitler« (1965) berühmt. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1975 lebte
sie als freie Autorin in Berlin. Im Herbst 2004 erschien im wjs verlag
ihr Buch »Tage des Überlebens. Berlin 1945«.
Meine Meinung:
Kurzweilige Lektüre, die einem die Welt des Nahen Ostens vor Augen
führt, wie sie vor dem 2. Weltkreig war. Durchaus lesenswert ....
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