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Arabische
Literatur und Bücher über die arabische Literatur
Einführungen in die arabische Literatur
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Angelika Neuwirth, Andreas
Pflitsch, Barbara Winckler
Arabische Literatur, postmodern
Edition Text und Kritik
Erscheinungsdatum: September 2004
ISBN: 3883777668
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Das Buch »Arabische Literatur, postmodern« stellt die
zeitgenössische Literatur der arabischen Welt vor. Dabei ist den
Herausgebern vor allem daran gelegen, diese Literatur aus ihrem
europäisch-westlichen Rezeptionskontext herauszuholen, der sich
vor allem an einer behaupteten Exotik orientiert. Das pittoreske
Element, bei dem Armut und Rückständigkeit beim westlichen
Leser Mitgefühl und Sehnsucht nach vergangenen Zeiten und deren
vorgeblichen Einfachheit wecken sollen, bestimmen Auswahl und
Ausstattung der auf dem europäischen Buchmarkt präsenten
arabischen Werke.
Diese Exotisierung der modernen arabischen Literatur wird deren
Vielfalt und Qualität nicht gerecht und verhindert zudem einen
kulturellen Austausch: Wenn die literarische Auseinandersetzung der
arabischen Kultur mit der Moderne nicht wahrgenommen wird und wenn die
vielstimmigen Reaktionen auf die Prozesse der Globalisierung nicht
vernehmbar gemacht werden, bleibt der immer wieder geforderte Dialog
unausgeglichen und damit chancenlos.
Das Buch »Arabische Literatur, postmodern« stellt eine
außereuropäische Literatur vor, die auf Augenhöhe mit
anderen Weltliteraturen unsere Gegenwart reflektiert und sich mit ihrer
Brüchigkeit und Vielfalt, mit ihren Risiken und Wirkungen
auseinander setzt, ohne dabei ihre eigenen Traditionen zu verleugnen
oder zu vergessen.
Das Buch deckt die modernen
arabische Literatur / Schriftsteller sehr gut ab und ist ein (der)
Einstieg in die arabische Literatur der Jetztzeit. Die entsprechenden
Literaturhinweise am Ende der einzelnen Essays helfen bei der Auswahl
von Lektüre. Empfehlenswert !!!
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Suleman Taufiq
Neue arabische Lyrik
M. Ghalayini
ISBN: 3000133534
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Die Lyrik
besitzt traditionell große Bedeutung in der arabischen Welt. Noch
heute genießt sie von allen literarischen Formen das höchste
Ansehen. Die arabischen Lyriker nehmen mit ihren Versen starken
Einfluss auf die Meinungsbildung, dazu trägt wohl auch die
mündliche Tradition der Lyrik bei, die nach wie vor eine
große Rolle spielt: Der lyrische Vortrag der Dichter findet oft
vor einem großen Publikum statt (auch in gutgefüllten
Fußballstadien!), genauso sind Gedichtvorträge beliebter
Bestandteil von Familienfesten, im Radio und Fernsehen. Kassetten mit
den Vorträgen zeitgenössischer Dichter sind ebenso
populär wie Musikkassetten. Die in den fünfziger Jahren des
20. Jahrhunderts gegründete Lyrik-Zeitschrift
›Schiir‹ löste eine literarische Revolution aus, die
größere Wirkung hatte als viele politische Bewegungen dieser
Zeit.
In der vorliegenden Anthologie sind 47 der bedeutendsten arabischen
Dichterinnen und Dichter der Gegenwart versammelt. Sie kommen aus
Ägypten, Algerien, den Arabischen Emiraten, Irak, Jemen,
Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Palästina,
Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien.
Meine
Meinung: Jede, der sich für arabische Lyrik interessiert bekommt
mit diesem kleinen Buche einen wunderbaren Überblick.
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Zurückholen, was uns gehört
Indigenisierungstendenzen in der arabischen Ethnologie
Katharina Lange
Broschiert - 350 Seiten - Transcript
Erscheinungsdatum: März 2005
ISBN: 3899422171
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In der europäischen und nordamerikanischen Ethnologie ist die
arabische Welt bisher meist als Gegenstand der Forschung, nicht aber
als eine Region mit eigener ethnologischer Tradition wahrgenommen
worden. Dieses Buch gibt eine Einführung in die Geschichte und
Entwicklung der Ethnologie an arabischen Universitäten und stellt
Ansätze einiger arabischer Ethnologen genauer vor. Ausgewählt
wurden Autoren, die den Anspruch haben, zur Entwicklung eines explizit
"nicht-westlichen" arabischen oder islamischen Standpunktes in der
Ethnologie beizutragen. Diese Ansätze werden schließlich im
Kontext der "Islamisierung des Wissens" und der Rolle von
Intellektuellen in den arabischen Gesellschaften diskutiert.
Katharina Lange (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Zentrum Moderner Orient in Berlin. Ihr wissenschaftliches Interesse
gilt der Ethnologie des Nahen und Mittleren Ostens, beduinisch
geprägten Gesellschaften, mündlichen Überlieferungen und
postkolonialen Geschichtsentwürfen sowie der Entwicklung der
Ethnologie in der arabischen Welt.
Meine Meinung: Sehr fachspezifisch aber wer sich für den islamischen Standpunkt interessiert ist mit diesem Buch gut bedient.
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Arabische Bücher von arabischen Autoren (auch türkische und andere diesem Kulturkreis zuordnungsbare Schriftsteller)
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Assia Djebar
Die Ungeduldigen
Unionsverlag
Erscheinungsdatum: August 2000
ISBN: 3293201911
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Rezensionen - Die Zeit vom 19.10.2000
Sabine Kebir nutzt das Porträt der algerischen Autorin, die den
diesjährigen Friedenspreis verliehen bekommen hat, um ihren Roman
aus dem Jahre 1958, der jetzt auf Deutsch erschienen ist, vorzustellen.
Während heute Romane von islamischen Frauen verbreiteter sind,
meint die Rezensentin, hat die Autorin mit ihrem Jugendwerk
möglicherweise das Genre begründet. Nicht nur in der
Atmosphäre der Geschichte fühlt sich die Rezensentin an Camus
erinnert. Die Nähe zum französischen Schriftsteller sei auch
durch die Konflikte gegeben, die sich durch den "Wahrheitsegoismus" der
Protagonistin entwickelten und die den eigentlichen "Spannungsbogen"
des Romans ausmachten. Die Geschichte der "erotischen Selbstfindung"
einer jungen Frau habe allerdings auch eine politische Dimension, denn
die Autorin baue immer wieder Passagen ein, die das Recht der
kolonisierten Algerier auf "Emanzipation" einklagen. |
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Der Honig
Zeina B. Ghandour, Sabine Hübner
Dtv
Erscheinungsdatum: Oktober 2004
ISBN: 3423244224
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Klappentext
Aus dem Englischen von
Sabine Hübner. Etwas Unerhörtes ereignet sich in einem
palästinensischen Dorf: Von der Moschee ruft eine Frau zum Gebet.
Sie bricht eines der tiefsten islamischen Tabus: Ruhiya, die Tochter
des Muezzins, führt anstelle ihres kranken Vaters den Ruf zum
Morgengebet aus. Zur selben Zeit, als sie sich auf den Weg zur Moschee
macht, bereitet sich in Jerusalem ein junger Mann namens Yehya, ihre
Jugendliebe, auf ein Selbstmordattentat vor. Bevor er sein Vorhaben
ausführen kann, hört er Ruhiyas Ruf, und anstatt seinen
Sprengstoffgürtel zu zünden und sich in die Luft zu sprengen,
rennt er davon. Am selben Tag kommt eine ausländische Journalistin
in das Wüstendorf, angelockt von Gerüchten um einen
weiblichen Muezzin. Sie trifft auf eine Mauer des Schweigens und
beginnt nach Antworten auf ihre Fragen zu suchen - mit Hilfe eines
kleinen Mädchens, das alles hört und sieht. Es kommen
Geheimnisse aus einer gewalttätigen Vergangenheit ans Licht ...
Rezensionen - Neue Zürcher Zeitung vom 13.11.2004
Am Beginn dieser Novelle
steht ein eklatanter Tabubruch: Eine Frau, die Tochter des erkrankten
Muezzins, steigt auf das Minarett und ruft zum Morgengebet. Sie muss
daraufhin das Dorf verlassen, gemeinsam mit einem Freund, der sich
weigert, ein Selbstmordattentat zu begehen. Erzählt wird die
"Geschichte eines Tages von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang".
Es gelinge der Autorin dabei, so der Rezensent (Kürzel "sab"),
zwischen der stilistisch nüchternen britischen und der
"metaphorischen Üppigkeit der arabischen" Erzählweise zu
vermitteln. So komme eine "vielschichtige und poetisch
dahinfließende Erzählung" zustande.
Rezensionen - Die Zeit vom 07.10.2004
Ein Buch mit einer
Botschaft, auf die die Welt gewartet hat: Die Liebe hilft gegen den
Terrorismus, wie wunderbar. Im Wesentlichen geht es in diesem Roman, so
Rezensentin Gabriele Killert, um die mutige Tochter eines Muezzins, der
es gelingt, durch ihre Liebe einen jungen Mann von einem
Selbstmordattentat abzuhalten. Die beiden, Liebe und Tod
symbolisierend, können jedoch nicht zusammenkommen, da sich
herausstellt, dass sie Bruder und Schwester sind. Erzählt wird das
Ganze von fünf verschiedenen Erzählern, den
"Hauptprotagonisten", und in einem enorm blumigen und lyrischen Stil -
Killert fragt sich allerdings, ob dieser nun der libanesischen Herkunft
der Autorin Ghandour oder dem Überschwang der Übersetzerin
Hübner zu verdanken ist.
Rezensionen - Die Tageszeitung vom 06.10.2004
Die Rezensentin Katharina
Granzin ist hellauf begeistert von diesem Buch und staunt über die
Fähigkeit der Autorin "ihren komplexen Stoff in
eindrückliche, poetische Bilder zu bannen". Ihr gefällt Zeina
B. Ghandours "lyrisch inspirierter" Stil. Gleichzeitig ist sie
beeindruckt von dem vielschichtigen, differenzierten Blick auf den
Islam, der Dreh- und Angelpunkt ihrer Erzählung ist. Da stört
es auch kaum, dass die Geschichte in diesem Roman nach Granzins Meinung
nicht ihr volles Potenzial ausschöpft und dass man nach der
Lektüre das Gefühl hat, eine "schöne, schwungvolle, doch
nicht in allen Feinheiten ausgeformte Skizze zu betrachten". Ein
weiteres Manko: An manchen Stellen empfindet sie die beschriebene
"weibliche Solidarität" als "plakative Überverdeutlichung".
Alles in allem ist sie jedoch schwer angetan von diesem "brisanten
Stoff", von dem sie hofft, dass sich die Autorin noch einmal dransetzt
und ihn zu einem "großen Roman" verarbeitet.
Meine Meinung: Ein
wunderschönes Buch. Poetisch und sprachgewaltig. Ob es der Autorin
oder der Übersetzerin zu verdanken ist, das dies Buch in dieser
starken und ansprechenden Poesie entstanden ist soll sekundär
bleiben - für mich zählt nur, daß dies Buch einfach
schön ist und absolut lesenswert ist.
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Die Vogelscheuche
Haidar Safa, Mazen Abdallah
Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3518416979
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Rezensionen Amazon:
Am 11. September 2001, als Bilder aus New York den Fernseher besetzt
halten, beginnt Adam sich eine Vogelscheuche zu bauen, wie er sie vor
vielen Jahren in seinem Dorf südlich von Beirut zum erstenmal
gesehen hat. Die Freunde haben ihn verlassen, er hat sie weggeschickt.
Jetzt schafft er sich jemanden, der zuhört und schweigt, der alles
mitmacht. Mit ihm wird er eine »Schweigensrepublik«
gründen. Spinnt Adam? Das Waisenkind, das sich im Bürgerkrieg
einer Miliz anschloß, arbeitet jetzt, mit 44, in Beirut als
Fernsehregisseur. Als er eines Morgens wegen Lärmbelästigung
einen Müllmann attackiert, wandert er ins Gefängnis. Heraus
holt ihn eine Vogelscheuche, die neuerdings Antworten gibt und sogar
eigene Meinungen vertritt. Beinahe endet der Ärger mit dem
unbotmäßigen Geschöpf in einer Katastrophe – da
tritt der Anfangszustand wieder in Kraft: An der Wand seines Zimmers
lehnt, unbeweglich und stumm, die Vogelscheuche. Adam spinnt. Er ist
glücklich. Wie lange noch? Eine kurze, erschreckende Geschichte
aus dem Beirut von heute, schnell und merkwürdig beschwingt,
sparsam und atemberaubend direkt von zwei Libanesen auf deutsch
erzählt: Wohin geht die Flucht, wenn Vater und Mutter fehlen und
niemand an die Stelle tritt, wenn die Regeln des Zusammenlebens, die eh
aus Willkür und Zwang zu bestehen scheinen, durch blanke Gewalt
ersetzt werden?
Meine Meinung: Keine
leichte Lektüre zum "einfach dazwischen lesen". Kein umfangreiches
Werk (108 Seite), aber gewaltig im Inhalt. Bitte lesen !!
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Das Jahr des Aufruhrs
Abbas Maroufi
Insel, Frankfurt
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3458172386
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Verlagstext:
Der Schah
schickt einen jungen Offizier, der zu Höherem berufen scheint,
vorübergehend als Militärgouverneur in eine Provinzstadt
östlich von Teheran. Für Nuscha, seine geliebte Tochter, hat
der Oberst bereits die Hochzeit mit einem Schahsohn vorgesehen. Doch
Teheran meldet sich nicht mehr. Der Vater stirbt als gebrochener Mann.
Die Tochter, die allein mit Mutter und Diener im großen Haus
zurückgeblieben ist, verliebt sich in einen Töpfer, Hosseina.
Die Mutter verhindert jedoch, daß etwas aus der
leidenschaftlichen Liebe der beiden wird. Nuscha gibt endlich nach und
heiratet standesgemäß einen Arzt, Dr. Massum.
Eifersüchtig, impotent, überfordert von Nuschas
Gefühlen, mißhandelt er seine junge Frau. Eines Tages ist
Hosseina verschwunden. Unruhen brechen aus; hilflos läßt der
neue Gouverneur einen Galgen auf dem Marktplatz errichten. Zu Hause
wird Nuscha, die ihr Mann schwer verletzt hat, noch einmal von allen
Wünschen und Versäumnissen ihres Lebens heimgesucht –
und aus der Geschichte dieser Heimsuchung besteht der Roman: Warum nur,
fragt sich Nuscha, habe ich nicht alles der Liebe geopfert wie Shirin,
die legendäre Prinzessin? Noch im Tod riecht sie Hosseinas
Nähe. Mit Nuschas Beerdigung geht der Aufruhr erst richtig los.
»In völliger Ruhe ging alles seiner Vernichtung
entgegen«, heißt es einmal in diesem Roman einer verbotenen
Liebe, die während des Zweiten Weltkriegs in einer kleinen, von
sozialen Unruhen erschütterten iranischen Stadt zwei Menschen in
Bann schlägt.
Über den Autor: Cuturbase.net
Meine
Meinung: Obwohl nicht direkt arabische Literatur, sondern Persische hat
mit das Buch sehr gut gefallen. Die anspruchsvolle Erzähltechnik
machen diese Buch zu einem echtem Lesegnus.
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Sahar Khalifa
Das Erbe
Unionsverlag
Erscheinungsdatum: Juli 2003
ISBN: 3293202632
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Rezensionen - Neue Zürcher Zeitung vom 28.03.2002
Stefan Weidner begrüßt den in Khalifas Roman geleisteten
Vergleich westlicher Ausbeutermentalität mit der in der eigenen
Gesellschaft. Diese Radikalität und die differenzierte Sichtweise
ihres eigenen Volkes, die sich in "Das Erbe" widerspiegelt, imponiert
dem Rezensenten, und er teilt die Auffassung vieler, dass diese Autorin
"einer der glaubwürdigsten Anwälte für die
palästinensische Sache" sei. Auch wenn Weidner findet, dass sich
der Vorwurf der Kolportage angesichts der Romanhandlung, nicht
gänzlich von der Hand zu weisen sei, ist sein Gesamturteil
darüber sehr positiv. Es beinhalte Wirklichkeiten, die "temporeich
und vielgestaltig" erzählt seien, lobt er, was ihn über
manche Unstimmigkeiten bezüglich der Erzählstränge
hinwegsehen lässt |
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Sahar Khalifa
Der Feigenkaktus
Unionsverlag
Erscheinungsdatum: Juli 2002
ISBN: 3293202373
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| Verlagsinformation (Unionsverlag):
Nach jahrelangem Aufenthalt in den Ölstaaten kehrt
Usama in seine Heimat zurück. Schon beim Grenzübertritt wird
ihm schmerzlich bewußt: dies ist nicht mehr das Land seiner
Kindheit und seiner Sehnsüchte. Bald empfindet er eine tiefe
Entfremdung zu den Menschen, mit denen er nun in Nablus zusammenlebt.
Die Mutter vertraut auf Gott und will von Widerstand nichts wissen.
Sein Vetter hat in Israel Arbeit gefunden. Sein Onkel beherrscht die
Familie als patriarchalischer Familienfürst und hält
gleichzeitig flammende Pressekonferenzen ab.
Mit diesem Roman trat Sahar Khalifa über Nacht in die erste Reihe der modernen arabischen Literatur.
ZusatzinformationenBald
empfindet er eine tiefe Entfremdung zu den Menschen, mit denen er nun
in Nablus zusammenlebt. Die Mutter vertraut in traditionellem Glauben
auf Allah und will von Widerstand nichts wissen. Sein Vetter verkauft
seine Arbeitskraft den Israelis, ermöglicht aber dadurch seiner
Familie das Ausharren in der Heimat. Sein Onkel, einer der lokalen
Notabeln, beherrscht die Familie als patriarchalischer
Familienfürst und hält gleichzeitig vor ausländischen
Journalisten flammende Pressekonferenzen ab. Es wird klar: Usama hat
einen militärischen Auftrag. Aber wie soll er ihn erfüllen,
wenn er sich in seiner eignen Heimat nicht mehr orientieren kann?
Dieser Roman spielt in allen Sphären, die das Leben der
Palästinenser prägen: im besetzten Westjordanland, wo die
israelischen Patrouillen herrschen, auf Baustellen und Fabriken im
hochindustrialisierten Israel, in den Gefängnissen, wo eine neue
Generation des Widerstands heranwächst. Jenseits aller politischen
Formeln stellt Sahar Khalifa die komplexe Wirklichkeit ihrer eigenen
Gesellschaft dar, die sich behaupten und gleichzeitig neue
Orientierungen finden muß.
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Sahar Khalifa
Die Verheißung
Unionsverlag
Erscheinungsdatum: Juli 2004
ISBN: 3293003362
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Verlagstext des Unionsverlages:
Der aktuelle Roman aus dem Herzen
Palästinas über eine dreifache Liebe: zwischen einer Christin
und einem Muslim, zwischen den Generationen und zu der Stadt, die einst
eine Hoffnung war — Jerusalem.
Der Vater will aus ihm einen
Geschäftsmann machen, der Onkel sieht in ihm einen Künstler,
doch Ibrahim will nur eins: Schriftsteller werden. Er flieht aus
Jerusalem, wird Lehrer in einem gottverlassenen Dorf und haust mit
seinen Träumen in einem ehemaligen Stall. Als er der
rätselhaften Mariam begegnet, beginnt unter den argwöhnischen
Augen des Dorfes eine unmögliche Liebe.
Er ist Muslim, sie Christin. Ihre Brüder wachen aus dem fernen
Brasilien mit Sperberaugen über ihren Lebenswandel. Und auch er
beginnt sich in den traditionellen Ehrbegriffen zu verstricken. Ihre
unter dem christlichen Schleier versteckte Lebenslust verstört
ihn. Misstrauen zersetzt ihn, als sie schwanger wird. Der Ausbruch des
Krieges 1967 fällt wie ein Blitzschlag in eine ausweglose
Situation.
Als er nach Jahrzehnten des Exils, inzwischen ein erfolgreicher
Geschäftsmann, in die palästinensischen Gebiete
zurückkehrt, macht er sich auf die Suche nach der verlorenen
Mariam. Aber die Menschen, das Land und die Stadt seines Herzens haben
sich zur Unkenntlichkeit verändert.
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Memoiren einer unrealistischen Frau
von Sahar Khalifa, Leila Chammaa
Unionsverlag
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3293203191
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Sie wächst auf als Tochter eines Schulinspektors, und durch ihre
Verheiratung wird sie zur Händlersgattin. Sie lebt in einer Welt,
in der der Mann das Juwel des Hauses, der Schmuck der Schwestern und
der Augapfel der Familie ist. In der Leere, Enge und quälenden
Einsamkeit ihres Ehelebens verliert sie sogar die Fähigkeit zu
träumen, taugt bald nicht mehr zum Leben, wird zu einem
Häufchen Asche. Als sie gegen tausend Ängste ihren Mann
verlässt, muss sie von vorne anfangen: Ohne Geld, ohne Beruf,
voller Angst vor der Welt. Das Leben ist ihr ein Talisman, der sich
erst nach vielen Kämpfen offenbart, als sie erkennt, dass ihre
Gefühle im Recht sind und der Stolz eine Lebensgrundlage.
Meine Meinung: Sehr viel autobiografische Elemente sind in diese
Buch mit eingearbeitet worden. In einer sehr schönen Sprache
verfasst, kann man dieses Buch nur Empfehlen als Musterexemplar eines
Werkes der arabischen Frauenliteratur. Hat mir sehr gut gefallen , und
wird auch allen gefallen ,die an kritischer Literatur Freude haben.
Sahar Khalifa:
Sahar Khalifa ist 1941 in Nablus, Palästina, geboren. Als sie
18jährig war, wurde für sie auf traditionelle Weise die Ehe
arrangiert. Nach 13 Jahren verliess sie ihren Mann und begann sich
verstärkt dem Schreiben zu widmen. Nach einigen Jahren des
Studiums in den USA lebt sie in Nablus und Ammann. Sie hat in den
israelisch besetzen Gebieten ein Frauenforschungszentrum
gegründet, das sie neben ihrer schriftstellerischen Arbeit leite |
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Nada Awar Jarrar
Zu Hause, irgendwo
Blessing
Erscheinungsdatum: März 2004
ISBN: 3896672126
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Verlagstext des Blessing-Verlages:
In ZU HAUSE, IRGENDWO erzählt Nada Awar Jarrar
behutsam von der inneren Zerrissenheit des heimatlosen Menschen. In
einem leisen Ton legt sie die Wunden bloß, die Krieg, Flucht und
Exil geschlagen haben – so entsteht ein eindringliches
Porträt vom Lebensgefühl im kriegsversehrten Libanon,
wahrhaftig und warmherzig zugleich.
Frühmorgens hängt der Nebel träge über dem
großen Steinhaus, bis ihn die ersten Sonnenstrahlen vertreiben.
Dann zieht der Duft von Ginster und Thymian durch die Fenster hinein in
das Haus, das seit Jahrzehnten in einem drusischen Dorf im
Libanongebirge steht. Nada Awar Jarrar erzählt in ZU HAUSE,
IRGENDWO von drei sehr unterschiedlichen Frauen, die eines gemein
haben: Maysa, Aida und Salwa haben ihre Heimat verloren, durch
wirtschaftliche Not und den Bürgerkrieg, der knapp zwei Jahrzehnte
lang im Libanon gewütet hat – und sie sehnen sich nach einem
Leben in eben diesem Haus, einem paradiesischen Ort auf Erden. Die
schwangere Maysa flieht aus dem vom Terror zerrütteten Beirut in
das Bergdorf, weil sie ihr Kind nicht in einer brennenden Stadt zur
Welt bringen will. Und weil sie getrieben ist von einer quälenden
Sehnsucht nach der friedlichen Vergangenheit. Aida kehrt nach Jahren im
Exil in ihre Heimat zurück, auf der Suche nach der
glücklichen Zeit. Doch der zerrissene Nachkriegslibanon hat keine
Ähnlichkeit mit dem Land, das in ihren Erinnerungen noch so
lebendig ist. Die greise Salwa verbringt ihre letzten Tage in einem
Pflegeheim im australischen Adelaide, und in den wenigen lichten
Momenten läuft wie ein Film vor ihrem inneren Auge ihr Leben ab,
ein in der Fremde erstarrtes Leben. Vielstimmig orchestriert Nada Awar
Jarrar die Gefühle der Entwurzelung, die wie ein musikalisches
Leitmotiv in den Schicksalen der drei Frauen erklingen. |
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"Der
Bürgerkrieg findet in Jarrars leisem, lyrischen Roman keine
Aufarbeitung im klassischen Sinn, er bleibt losgelöst von
Schuldzuweisungen und politischen Hintergründen. Der Krieg steht
nie im Vordergrund, ist aber immer da: ein nicht wegzuzauberndes
Mega-Gewitter, dessen Blitze jeden Lebenslauf zerreißen und
Beirut zu einer quälenden Heimsuchung machen."
Spiegel special 4/2004 |
"Trotz
der geschilderten Aktualität ist das Buch, wenn man so will, dank
seiner Sehnsuchtsthematik, ein romantisches Buch. Und ganz gewiss ein
poetisches."
Die Welt |
"Nada
Awar Jarrars Prosa umhüllt den Leser wie ein poetischer Schleier,
gewebt aus den Gerüchen, den Geräuschen und den Farben des
alten Hauses, von dem dieser Roman erzählt. [...] Jarrar
entführt den Leser in dieses Haus, das umgeben ist von einem
geheimnisvollen, hypnotisierenden Zauber und das sich zugleich tadelnd
der Brutalität des Krieges widersetzt. [...] Dieses lyrische Buch
ist wunderschön."
Sunday Herald |
"Nada
Awar Jarrars Erinnerungen an die Zeit im Libanon ermöglichen es
ihr, das Land und die drei Frauen zum Leben zu erwecken. Ihre Figuren
haben eine Tiefe, die sich damit erklären lässt, dass die
Autorin tatsächlich Erlebtes schildert. Sie beschreibt mit einer
subtilen Schlichtheit, die den Leser einnimmt und nicht mehr
loslässt."
Observer |
"Nada
Awar Jarrars Prosa erklingt in einem schlichten Ton, und in der
Charakterisierung der Personen zeigt sich ein zärtlicher Humor,
der uns Leser spüren lässt, dass sie alle ihre Figuren kennt."
Daily Telegraph |
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Sakarija Tamer
Die Hinrichtung des Todes
Lenos
Erscheinungsdatum: August 2004
ISBN: 3857873574 |
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Verlagstext des Lenos-Verlages:
Zwei Merkmale zeichnen das Werk von Sakarija Tamer, einer der
Vatergestalten der zeitgenössischen arabischen Kurzgeschichte,
aus: »seine kompromisslose Ablehnung jeder Form von
Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Willkür und seine
ausserordentlich poetische, dichte Sprache« (Magda Barakat).
Diese Charakteristika kennzeichnen auch die vorliegenden Geschichten,
deren Protagonisten allesamt bekannte historische oder mythische
Figuren aus der Geschichte Westasiens in islamischer Zeit sind: Ob der
für seine erotischen Gedichte und Weinlieder bekannte Dichter Abu
Nuwâs, ob Schahrasâd, die berühmte Erzählerin aus
Tausendundeine Nacht, ob der halbmythische Herrscher Harûn
al-Raschîd oder die blutrünstigen Eroberer Dschingis Chan
und Tamerlan, ob Dschoha, die Eulenspiegelfigur aus dem Mittelmeerraum
– ihre Namen sind Legende.
Indem Sakarija Tamer die berühmten Persönlichkeiten in eine
andere Zeit versetzt, sie nicht unbedingt gemäss den an sie
geknüpften Erwartungen agieren und die Handlung sich teilweise ins
Absurde oder Groteske entwickeln lässt, verleiht er den
Geschichten eine brennende Aktualität. Alle auftretenden Figuren
werden in einer kurzen Einführung in ihrem historischen Kontext
vorgestellt.
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Assia Djebar
Das verlorene Wort
Unionsverlag
Erscheinungsdatum: Juli 2004
ISBN: 3293003389
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Verlagstext des Unionsverlages:Nach
zwanzig Jahren in Frankreich kehrt Berkane nach Algerien zurück.
In einem Haus am Meer, später reisend, fotografierend, will er
wieder Fuß fassen.
Die Straßen und Plätze seiner Erinnerungen sind fremd und
bedrohlich geworden, tastend versucht er, sich der spannungsvollen,
turbulenten Realität zu nähern.
Die Briefe an Marise, die französische Schaupielerin, mit der er
zusammenlebte, schickt er nicht ab. Dass er Tagebuch schreibt und an
einem Roman arbeitet, wissen nicht einmal seine Freunde. Erst die drei
Nächte mit Nadjia holen ihn in die Gegenwart zurück. In
diesem erotischen Taumel ohne Zurückhaltung erwacht die Sprache
der Kindheit wieder in ihm. Die Bilder, Gedanken und Wörter werden
im Dialekt seiner Mutter lebendig.
Doch dann ist Berkane verschwunden. Tage später wird sein Wagen
gefunden, ganz in der Nähe des einstigen Gefangenenlagers, in dem
er als Jugendlicher Monate verbracht hatte. Seinen Freunden
eröffnet sich erst jetzt, aus seinen Aufzeichnungen, das Drama von
Berkanes Rückkehr.
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Sayes Kashua
Tanzende Araber
Bvt Berliner Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: August 2004
ISBN: 3833300957
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Neue Zürcher Zeitung vom 19.04.2003
Keine falsche Pietät, dachte sich wohl ein
begeisterter Ludwig Ammann und berichtet, dass "Tanzende Araber", der
erste in Hebräisch verfasste Roman eines muslimischen
Schriftstellers, in Israel "wie eine Bombe einschlug". Kashua,
Kolumnist und Filmkritiker, sei dort ein überaus erfolgreicher
Außenseiter, der in seinem Debüt eine Figur geschaffen habe,
die genau die Selbstverleugnung verkörpere, die dafür
nötig ist. Ein selbstironisches Werk also: Der Held - ein Antiheld
eher - passt sich so sehr an die jüdische Mehrheitsgesellschaft
an, dass er sein Leben nur als Witz erzählen kann. Das wiederum,
schreibt Ammann, eröffnet einen hellsichtigen, nichts und
niemanden verklärenden Blick auf Israel - wer total
desillusioniert ist, muss keinen in Schutz nehmen, und am wenigsten
sich selbst. So transportiere der Opportunismus zugleich
hinterhältige Kritik, erklärt Ammann und applaudiert:
"unverschämt gut, ein sich steigerndes Vergnügen - trotz
bitteren Wahrheiten."
Süddeutsche Zeitung vom 22.11.2002
In diesem Roman über Israel und Palästina
führt die Demütigung nicht zu Zorn, sondern zu Selbsthass.
Ein palästinensisches Wunderkind, dass nach den Vorstellungen des
Vaters die erste arabische Atombombe bauen sollte, wird von einem
israelischen Soldaten aus dem Bus gekickt und dann zum
"Assimilationsfanatiker". Der Junge lernt nahezu perfekt
hebräisch, schaltet bei den Verkehrskontrollen den israelischen
Militärfunk ein und entwickelt sich, so der Rezensent Ulrich
Baron, zum "ersten palästinensischen Stadtneurotiker". Der Autor
des Buches, Sayed Kashua, ist israelischer Araber und von Beruf
Filmkritiker. Sein Debütroman ist, so der Rezensent, nach "den
gängigen Mustern autobiografischen Erzählens verfasst". Da
der Wohnort des Autors (Beit Safafa) mit dem der Romanfigur (Beit
Zafafa) nahezu übereinstimmt, vermutet der Rezensent, dass es sich
bei dem Wunderkind um ein "alter ego seines Schöpfers handelt".
Das Buch sei keine Meisterleistung, trage aber trotzdem zur
"thematischen und perspektivischen Bereicherung" der israelischen
Literatur bei.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.10.2002
Sehr differenziert setzt sich Stefan Weidner mit dem
Erstling des arabisch-israelischen Autors Sayed Kashua auseinander, der
seines Wissens Neuland betritt, insofern er - anders etwa als Emil
Habibi - auf hebräisch schreibt. Es gelänge Kashua nicht,
bedauert Weidner, dieses Neuland in literarischer Hinsicht fruchtbar zu
machen. Der Autor verleihe seinem Antihelden "kein Bewusstsein, keine
Seele, keine Sprache". Nicht einmal einen Narren oder echten Trottel
wolle uns Kashua schenken, so dass die ganzen inneren Verrenkungen
eines palästinensischen Israeli, der in einem israelischen
Eliteinternat landet und vergebliche Anpassungsbemühungen
unternimmt, kaum nachvollziehbar seien. Dabei bietet die Geschichte,
mit autobiografischen Zügen ausgestattet, ausreichend
Problemstoff, meint Weidner. Ihm ist die "erzählerische
Selbstverstümmelung" des Autors nicht geheuer, da er nirgendwo
einen Anflug von Selbstironie entdecken kann. So kommen die
arabisch-israelischen Menschen - mit Ausnahme der Frauen - in dem Buch
seiner Meinung nach einfach bloß schlecht weg.
Die Tageszeitung vom 09.10.2002
Eine "Sensation in der israelischen Literaturszene" war
dieses Buch bei Erscheinen, lässt Rezensentin Katharina Granzin
die Leser wissen. Diese Aufmerksamkeit ist wohl zu einem guten Anteil
darauf zurückzuführen, dass zuletzt vor 15 Jahren ein
israelisch-palästinensischer Autor einen Roman auf Hebräisch
veröffentlicht hat. Aber auch abgesehen davon ist nach Granzins
Meinung das Buch die Aufmerksamkeit durchaus wert, denn dem Autor
gelingt nicht weniger, "als den Israelis die Geschichte einer ganzen
Generation junger Araber ins Lesebuch" zu schreiben". Die Schwierigkeit
für junge Araber mit israelischer Staatsangehörigkeit, in der
israelischen Gesellschaft wirklich anzukommen, beschreibt der
27-jährige Autor "in meisterhaft lakonischen Szenen". Doch trotz
dieser vordergründigen Abgeklärtheit und der "ironischen
Leichtigkeit", die sich durch diese Erzählung zieht, entdeckt
Granzin "einen verzweifelten Unterton" und ein Gefühl von
Zerrissenheit in der Geschichte von einem "der irgendwo dazwischen
tanzt".
Ganz tolles Buch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Marjana Satrapi
Persepolis
Edition Moderne 2004
ISBN: 3907055748 |
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Die Zeit, 29.04.2004
Marjane Satrapi ist im Iran geboren, hat als Kind linker
Intellektueller die islamische Revolution erlebt, in deren Gefolge ihr
Onkel hingerichtet wurde. Mit vierzehn schickten ihre Eltern sie aus
dem Land, erst nach Wien, heute lebt sie in Paris. Von diesem
Schicksal, von ihrer Kindheit im Iran erzählt sie in ihrem
mittlerweile vier Bände umfassenden Comic-Roman (in dieser
deutschen Übersetzung finden sich die ersten zwei in einem) .
Satrapi nenne zwar, so der Rezensent Matthias Nass, Art Spiegelman
("Maus") als Vorbild, stilistisch aber habe Satrapi, die für diese
Comics in Frankreich vielfach ausgezeichnet wurde, mit ihren "fast
kindlich naiv anmutenden Bildern" eine ganz eigene Handschrift
gefunden. Und so heftig sie die iranischen Mullahs in ihrem Comic
attackiere: der Patriotismus der Iranerin sei ganz und gar
unverkennbar. Die Übersetzung des offenkundig großartigen
Bandes, das vergisst der Rezensent nicht zu erwähnen, ist
gleichfalls "sehr gelungen".
Das Buch ist einfach spitze ....
Siehe auch:
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-78/i.html
http://www.nzz.ch/2002/03/07/fe/page-article80CZR.html
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Marjana Satrapi
Persepolis - Jugendjahre
Edition Moderne 2004
ISBN: 3907055829
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DOhne Integrität gegenüber sich
selbst gibt es keine gesellschaftliche Integration! Sagt sich Marjane
in Wien, wo sie von ihren Eltern am Ende des ersten Bandes hingeschickt
wurde, um dem iranisch-irakischen Krieg zu entkommen. Doch nach vier
Jahren Zerrissenheit zwischen Heimweh und europäischer
Jugendkultur kehrt sie nach Teheran zurück, nachdem sie die
letzten drei Monate in Wien als Obdachlose verbracht hatte. Doch im
Iran gilt sie nun als dekadent und wird mit den täglichen
Widerwärtigkeiten des islamischen Regimes konfrontiert. So
beschliesst sie, nachdem sie Kunst studiert hatte und verheiratet
gewesen war, Mann und Land zu verlassen, und zieht 1994 wieder nach
Europa. Sie ist nirgendwo mehr zuhause... Vor allem ist Marjane
Satrapi, die nie Comiczeichnerin werden wollte, eine
aussergewöhnliche Comiczeichnerin. Die Souveränität, mit
der sie die Sprache des Mediums spricht, sucht gerade auch unter den
'professionellen' Vertretern des Fachs ihresgleichen - und das, obwohl
sie keine stilistisch prägnante oder anderweitig herausragende
Grafikerin ist." Jens Balzer, Berliner Zeitung "Marjane Satrapi ist die
erste orientalische Comic-Zeichnerin überhaupt, die internationale
Erfolge verzeichnen kann." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine
Zeitung "Sie zeichne, sagt Marjane Satrapi, die heute in Paris lebt,
ihre Familiengeschichte nicht für iranische Leser, sondern
für jene westliche Welt, die gewissermassen vor lauter
Kopftüchern die Vielfalt der realen Gesichter des Iran nicht
sehe."
Ijoma Mangold, Süddeutsche Zeitung
siehe auch: Das besondere Buch .....
Dies ist schon der zweite Band des Comics, das ich für mehr als gelungen halte ....
Über Marjane Satrapi .....
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Turki Al-Hamad
Adama
Broschiert - Heyne
Erscheinungsdatum: August 2004
ISBN: 3453877667
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| Der 18-jährige Schüler Hischam
liebt alles Verbotene: die Romane der Weltliteratur, westliche
Philosophie, Karl Marx und seine Freundin Noura, Tochter einer
traditionellen Familie. Jung, idealistisch und übermütig
tritt er einer politischen Untergrundorganisation bei. Bald schon
kommen Hischam Zweifel an den Motiven und Methoden seiner Mitstreiter,
mehr und mehr entfremdet sein geheimes Leben ihn von Noura und seinen
Freunden.
Gut zu lesen; nicht mehr zu zeitnah und aktuell.
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Bahhiyyih Nakhjavani
Die Satteltasche
Wilhelm Goldmann Verlag
München, 2001
ISBN: 3-442-75034-2 |
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Mitte des 19. Jahrhunderts: Neun Reisende
sind unterwegs in der Wüste, irgendwo auf dem Pilgerweg zwischen
Mekka und Medina. Sie alle stoßen auf eine Satteltasche, die
geheimnisvolle Schriftrollen enthält, und das Leben aller wird
durch die Satteltasche verändert. Denn für jeden birgt sie
ein anderes Geheimnis - und eine andere Wahrheit: Sie birgt Tod und
Verdammnis, Glück und Hoffnung, Heil und Erlösung. Ein
Beduinen-Dieb sucht Freiheit, Unabhängigkeit und Reichtum.
Heimlich verlässt er seine Räuberbande, um ganz allein eine
angekündigte Karawane zu berauben. An einer engen Schlucht in den
Bergen lauert er auf das Eintreffen seiner Beute. Doch statt der
erwarteten großen Reisegesellschaft tauchen schließlich nur
drei Männer mit einem Kamel auf. Während sie Rast machen und
beten, gelingt es dem Dieb, die prall gefüllte Satteltasche zu
rauben und in sein Versteck oben in den Bergen zu bringen. Wie
groß aber ist seine Enttäuschung, als sie statt Gold und
Edelsteinen nur einige Schriftrollen enthält. Plötzlich sieht
er sich von seinen alten Diebeskameraden umzingelt, und er weiß,
dass sie ihn töten werden. Er wählt den Freitod und
stürzt sich vom Berg in die Tiefe - die Satteltasche nimmt er mit
sich. Eine junge Braut, gemeinsam mit einer Pilgerkarawane auf dem Weg
von Mekka nach Medina, wo ihr zukünftiger Ehemann auf sie wartet,
sieht den Dieb die Felsen hinabstürzen. Doch für sie, die
schon in ihrer Heimat im persischen Grenzland von Engelsvisionen
heimgesucht wurde, ist es ein Engel, der vom Himmel fällt. Sie
lässt nach dem Engel suchen und hält schließlich die
Satteltasche in Händen. Sie glaubt, in den Schriftrollen werde der
neue Erlöser der Menschheit angekündigt. So lässt sie
die Karawane stoppen, schlägt ihr Brautzelt auf und harrt geduldig
seiner, um sich ihm ganz hinzugeben - doch ein ganz anderer wird ihr
Zelt betreten: der Hauptmann der Räuberbande...
Neun Menschen, die in der Wüste auf der Reise sind: der Dieb und
die Braut, der Räuberhauptmann und der Geldwechsler, die Sklavin
und der Pilger, der Mullah und der Derwisch. Und dann ist da der
Leichnam des reichen Kaufmanns, den die Karawane zu seiner letzten
Ruhestätte bringen soll. Sie alle kommen innerhalb eines Tages mit
der Satteltasche in Berührung. Was hat es auf sich mit der
geheimnisvollen Satteltasche, die das Leben der Menschen verändert
und ihre Schicksale miteinander verbindet, obwohl sie aus ganz
verschiedenen gesellschaftlichen, religiösen und ethnischen
Gruppen stammen?
In den Kapiteln des Romans werden die Ereignisse um die Satteltasche
immer wieder aufs Neue erzählt, jeweils aus der Sicht einer der
neun Figuren. Wie ein wunderbarer Reigen greifen dabei die Geschichten
ineinander, werden verwoben zu einem farbenprächtigen
orientalischen Teppich. Mit ihrer Sprache, die klar ist und doch
zugleich an alte Sagen und Mythen erinnert, beschwört die Autorin
Gerüche und Farben der Wüste und entführt den Leser in
eine Welt voller Magie und Geheimnis.
Mit ihrer Fabel von der ewigen Suche der Menschen nach dem Sinn des
Lebens, vom ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens hat Bahiyyi
Nakhjavani einen außergewöhnlichen Roman geschaffen, dessen
Atmosphäre und Intensität zutiefst berührt.Bahiyyih
Nakhjavani stammt aus dem Iran und hat in Amerika studiert. Viele Jahre
verbrachte sie in Belgien, wo sie europäische und amerikanische
Literatur unterrichtete. Heute lebt und arbeitet die Autorin in England
und Frankreich.
Das ist der Amazon-Text. Ich möchte nur
hinzufügen, dass mir kein Buch so viel lesefreude gemacht hat wie
"Die Satteltasche"
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Ibrahim Aslan
Der Ibis
Lenos Verlag
ISBN: 3857873280 |
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Neue Zürcher Zeitung
Die Agonie der Revolution
Ibrahim Aslans virtuoses ägyptisches Panoptikum
Der Tag beginnt. Ein alter Mann ist tot. Die Freunde rüsten zur
Trauerfeier. Es ist Winter. Kairo, 18. Januar 1977. Ein Tag wie jeder
andere, ein ganz besonderer Tag. Wie einfach, wie trügerisch das
beginnt. Ein Junge kehrt heim vom Fischen, die Männer treffen sich
im Café, die Nachrichten machen die Runde. Unter der Hand auch
die vom zu erwartenden Untergang des Cafés. Das wäre der
Anfang vom Ende. Aber wer will schon zugeben, dass sich das Leben
ändert? Also Alltag, nichts als Alltag. Kurze Sätze über
kleine Leute, Menschen, wie Ibrahim Aslan einer war, bevor ihn seine
Erzählungen und dann dieser Roman berühmt machten. Im
Mittelpunkt kein Einzelner, sondern ein Viertel: Imbâba, das
Leben im Kollektiv rund um den Kit-Kat-Platz. Der Blick pickt sich
einen heraus, verfolgt ihn ein paar Schritte bis zum heimlichen
Rendez-vous mit Fatima, von der alle Männer träumen, kehrt
zurück zu einem anderen, der sich in seine Zeitung vertieft und
danach vom erstandenen Kalbskopf nur noch ein Ohr wiederfindet, eine
burleske Szene jagt die andere, bis uns das Treiben von zwei Dutzend
Figuren über den Kopf zu wachsen droht. Um sich eben dann zu
verschränken – weil das Zusammenleben äusserst eng ist,
weil jeder von jedem abhängt, und zwar auf Gedeih und Verderb.
Jetzt zieht die Spannung sachte an, nun beginnt das virtuose
Enthüllungsspiel des Autors, Abgründe tun sich auf hinter
einer Fassade von heiler Welt. Aslan ist kein Sozialromantiker, weil er
die Welt kennt, von der er schreibt: Die traditionelle
Quartiergemeinschaft wird immer schon von sozialökonomischen
Gegensätzen zerrissen, die folkloristische Zeitlosigkeit des
vermeintlichen Alltags ist pure Augenwischerei. Nur dass der Autor mit
keiner Silbe als Besserwisser auftritt. Was zählt, sind die
Perspektiven der Figuren, das Beobachten wird zur polyphonen
Selbstbeobachtung und damit Selbstenthüllung des Viertels. Das ist
es, was Aslan gross macht. Wortkarg bis zur Selbstauslöschung die
Dinge für sich sprechen zu lassen, die Menschen im Ton der
Strasse, das war, nach den rhetorischen Kaskaden eines Nagib Machfus,
in den sechziger Jahren eine Revolution. Eine Beschränkung auf das
Sichtbare, wie das Nachwort behauptet, war es mitnichten: Die zornigen
Selbstgespräche und melancholischen Erinnerungen sind es, die dem
Soziogramm Tiefe und die Kraft zu erschüttern verleihen. Wo
beginnen? Vielleicht bei Scheich Husni, dem Blinden, der sich als
Blindenfänger durchschlägt, sie führt und kassiert, ein
Überlebenskünstler? Oder bei der Kit-Kat-Clique, den ehrbaren
Händlern und Handwerkern, die alle Nächte im
«Loch» des Friseurs Haschisch rauchten? Oder beim
Wachtmeister, der keiner mehr ist, weil er mitrauchte? Jetzt verkauft
er seinen Kumpels vorm Café Zigaretten, ein Absteiger, den man
mit verbrämten Almosen auffängt . . . Oder eben doch bei den
Besitzverhältnissen? Das Café ist ja weit mehr als der
Treff für mehr oder weniger glückliche
Müssiggänger, die Jungs, die keine Arbeit suchen, den
Ex-Feinbäcker, der entdeckt hat, wie man mit dem blossen Verkauf
subventionierten Mehls Gewinn macht. Das Café ist der Trumpf in
einer spekulativen Pokerpartie: Der Gemüsehändler Subhi, der
Glückspilz und Aufsteiger, will sich das Haus und das ganze
Viertel unter den Nagel reissen, Scheich Husni hat es ganz einfach
verkifft, der widerspenstige Pächter wird durch einen Messerstich
zur Räson gebracht. Kairo boomt im Baufieber, die Tage des alten
Imbâba sind gezählt. Dies ist, natürlich, der grosse
Roman zu Sadats berühmt-berüchtigter Politik der
wirtschaftlichen und politischen «Öffnung» seit 1974,
der Korrekturrevolution zu Abdel Nassers sozialistischer Revolution.
Und darum spielt «Der Ibis» nicht von ungefähr am 18.
Januar 1977: Das war der Tag, an dem das Volk aufstand, die Stadtarmen
Kairos nach Preiserhöhungen für subventionierte Lebensmittel
die Läden und Hotels stürmten, der Staat mit amerikanischem
Kriegsgerät auf die Menschenmassen schoss. Ibrahim Aslan hält
sich eisern zurück, beschränkt sich wohlweislich auf die
Ereignisse am Kit-Kat-Platz, wo man kaum ein Grollen hört. Von
Politik, meint sein wunderbares Alter Ego, der verhinderte
Schriftsteller Yûssuf, verstehe er nichts, umso mehr vom Angeln.
Da komme es aufs genaue Beobachten an . . . Das tut Aslan und erfasst
die Geschehnisse darum weit tiefer als jede Reportage, die sich mit dem
Spektakulären abgibt, dem «historischen» Tag. Ganz
abgesehen davon spitzen sich die Dinge jetzt auch im Viertel zu: In
einem mitreissenden Crescendo verkündet der Älteste auf der
Trauerfeier per Lautsprecher die getuschelte Wahrheit, den vollendeten
Schacher, das Ende des Cafés – und blickt zurück in
die Geschichte. Alles war Raub und Dieberei von Anfang an, der
längst abgerissene Kit-Kat-Club der kolonialen High Society und
das von seinem Baumaterial abgezweigte Café der
Kolonialisierten. «Der Ibis» nimmt Abschied von einer
Epoche, den Träumen der sozialistischen Revolution von einer
gerechten Gesellschaft. Leise treten die Figuren ab in den Winterregen,
betrunken, traurig, verwundet, weil keiner mehr der Alte ist und der
Fluss eine dreckige Brühe. Nur einer, der unglückliche Wirt
des Cafés, der Ärmste, den keiner mehr braucht – er
wird von einem Augenblick zum andern zum Mörder an einem
Sündenbock. Das war eine nüchterne Prognose. Der gewaltige
Umbruch in der arabischen Welt machte sie vielfach wahr. Ludwig Ammann
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Edwar al-Charat
Safranerde
Taschenbuch - 259 Seiten - Lenos Verlag, Basel
Erscheinungsdatum: 1996
ISBN: 3857876360 |
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Text von Amazon
Kurzbeschreibung
Edwar al-Charrat, geboren 1926 in Alexandria. Studium der
Rechtswissenschaft. Verschiedene Tätigkeiten, u.a. als Journalist
und Sekretär in afro-asiatischen Schriftstellerorganisationen.
Lebt als Schriftsteller, Kritiker, Übersetzer und Herausgeber in
Kairo. Sein literarisches Werk umfaßt mehrere Romane und
Kurzgeschichtensammlungen.
In 'Safranerde' erzählt Edwar al-Charrat, einer der Begründer
der modernen ägyptischen Literatur, die Geschichte der Kindheit
und Jugend eines koptischen Jungen im kosmopolitischen Alexandria der
dreißiger und vierziger Jahre. Fast ein "MUSS" für alle
Arabophilen .... |
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Tahar Ben Jelloun
Tag der Stille in Tanger
Taschenbuch - 90 Seiten - Rowohlt TB-V., Rnb.
Erscheinungsdatum: 1991
ISBN: 3499128233 |
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| Ein ruhiges stimmungsvolle Buch. Ein alter
Mann liegt in Tanger auf seinem Bett und wartet auf den Tod. An einem
einzigen Tag lebt er noch einmal sein Leben |
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Fadia Faqir
Wie Säulen aus Salz.
Taschenbuch - 324 Seiten - Lübbe, Berg.-Gladb.
ISBN: 3404920503 |
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Text von Amzon:
Ein Dorf in Jordanien. Der heiße
Wind, erfüllt vom Salzduft des Toten Meeres, weht um das Lehmhaus,
in dem Maha mit ihrem Ehemann Harb wohnt. Maha ist glücklich - bis
Harb plötzlich stirbt. Nun, als Witwe, wird von ihr erwartet,
daß sie sich den Wünschen ihres Bruders beugt.
Ähnliches muß Um Saad, eine geachtete Bürgerin in
Amman, erleben, als ihr Mann eine Jüngere ins Haus bringt. Aber
beide Frauen fügen sich nicht und verstoßen damit gegen die
Gesetze ihrer Welt. Indem sie die Schicksale dieser Frauen
erzählt, verleiht Fadia Faqir denen Worte, die bis heute in ihrem
Lande keine Stimme haben.
Meine Meinung: gut zu lesen ..
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Nagib Machfuz
Die Kinder unseres Viertels
Taschenbuch aus dem Unionsverlag
ISBN: 3293200508 |
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| Die Menschheitsgeschichte und die
Weltreligionen in einem Buch ... Ein Aufruf zu Toleranz. Kein leichter
Stoff; aber Eines seines Besten ... besonders im arabischen
(islamischen) Raum sehr umstritten. Es ist eins von den Büchern,
die ich liebe. |
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Nagib Machfuz
Die Midaq-Gasse
Taschenbuch aus dem Unionsverlag
ISBN: 3293200087 |
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| Ein kleiner Mikrokosmos in der kleines
Gasse. Die Geschichte von kleinen Leuten und ihren nicht kleinen
Leidenschaften. Wunderbar zu lesen. Ein muß, für jeden
Ägyptenfreund. |
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Nagib Machfuz
Zwischen den Palästen
Taschenbuch aus dem Unionsverlag
ISBN: 3293200656 |
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DIE arabische Familiensage ...
vergleichbar mit den "Buddenbocks" oder der "Forsyte Saga". Abd
al-Gawwad ist das Oberhaupt und Herrscher der Familien. Zuhause der
gnadenlose Patriarch - bei seinen Freunden der geistreiche und
Unterhalter und kulturell Beflissene. Ein Spektrum der Leidenschaften
und Hoffnungen ... absolut lesenswert !!!! Zwischen den Palästen
ist Band 1 diese Familientriologie.
Fans von Sekundärliteratur sei das Buch "Gesellschaft in Romanen
der fünfziger Jahre" empfohlen. Von Abd-Allah M. Abu Hasha. Verlag
Vera Schmalz Gaulke, 1986 Münster (nicht mehr im Buchhandel
erhältlich) |
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Nagib Machfuz
Palast der Sehnsucht
Taschenbuch aus dem Unionsverlag
ISBN: 3293200753 |
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Im zweiten Teil der Triologie spielt Kamal,
der jüngste Sohn die Hauptrolle. Alle Härten des
Erwachsenwerdens bekommt er zu spüren. Vater und sein Bruder Jasin
buhlen um die Liebe derselben Frau, die aber geachtet und geheiratet
werden will.
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Nagib Machfuz
Zuckergäßchen
Taschenbuch aus dem
Unionsverlag
ISBN: 329320080X |
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| Und der letzte
Teil der Trilogie. Die Familie zerfällt vor dem Hintergung des 2.
Weltkrieges. Zwar hat das Buch nicht mehr die Kraft der ersten beiden
Bände aber es ist immer noch lesenswert und gehört in den
Zusammenhang der ersten beiden Bände. |
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Radubis
von Nagib Machfus
Unionsverlag; Auflage: 1 (Juli 2006)
ISBN: 3293003656
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Verlagstext:
Die schöne Kurtisane Radubis, von der schon
Herodot berichtete, wird in Nagib Machfus’ Roman zur zentralen Figur
in einem groß angelegten Panorama des alten Ägypten.
Die goldene Sandale, die ein Adler vor dem Pharao
zu Boden fallen lässt, verwirrt ihn. Ob die Besitzerin so schön und
elegant ist wie ihr Schuh? Die Sandale gehört keiner geringeren als
der Kurtisane Radubis, deren weißer Palast auf einer Insel im Nil
den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens bildet.
Der Pharao beschließt, die Sandale höchstpersönlich zurückzubringen,
und ahnt nicht, dass er damit sein eigenes Schicksal besiegelt. Denn
während er und Radubis sich rücksichtslos ihren Leidenschaften
hingeben, brodelt es im Volk, die Höflinge planen Intrigen und die
Priester wollen den Machthunger des Pharao nicht länger hinnehmen.
Meine Meinung: Ein handwerklich gut geschriebenes Buch von Nagib
Machfus aus der Zeit, als er sich mit dem pharaonischen Ägypten
befasste siehe auch sein Buch "Echnaton"). Radubis erschienen
im Original recht früh 1943 und ist trotzdem noch lesenswert, wenn
auch nicht qualitativ vergleichbar mit seinen späteren Büchern.
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Celil Oker
Schnee am Bosporus
Taschenbuch aus dem Unionsverlag
ISBN: 3293201814 |
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Text von Amazon:
Kurzbeschreibung
In seinen besseren Tagen war Remzi Ünal Pilot bei der Luftwaffe
und bei Turkish Airlines. Seit er dort rausgeflogen ist, sorgt sein Job
als Privatdetektiv fürs nötige Kleingeld. Das ist aber ein
Beruf, den es in der Türkei noch gar nicht so richtig gibt. Nicht
nur seine Klienten, auch er selbst hat allen Grund, der Polizei aus dem
Wege zu gehen. Dass er bei seinem ersten großen Fall nicht nur
einen ausgerissenen Studenten finden soll, wird ihm schmerzhaft klar,
als er über eine Leiche stolpert, seltsame Päckchen hin- und
hertransportieren soll und plötzlich seine Aikido-Kenntnisse
dringend braucht. Er lernt die verborgenen Seiten von Istanbul kennen.
"Schnee am Bosporus" wird in der Türkei verfilmt.
Über den Autor
Celil Oker, geboren 1952 in Kayseri, besuchte die Amerikanische
Mittelschule in Talas bei Kayseri, dann das Amerikanische Gymnasium in
Tarsus. Von 1971 bis 1979 studierte er Englische Sprache und Literatur
an der Bosporus-Universität in Istanbul. Bis 1983 verschiedene
Tätigkeiten als Journalist, Übersetzer und Verfasser
verschiedener Artikel der Enzyklopädie Berühmte
Persönlichkeiten in der Türkei und in der Welt. Ab 1984 auch
als Werbetexter tätig. Nach Mitarbeit in den Werbeagenturen Markom
und Merkez Ajans gründete er 1987 mit Kollegen die Agentur
Reklamcilik. Daneben war er weiterhin als Textautor für
verschiedene Werbezeitschriften tätig. An der Fakultät
für Kommunikation der privaten Hochschule Istanbul Bilgi
Üniversitesi unterrichtet er das Fach Werbetexten. Anfang 1980
erschienen in der Zeitschrift Yarin einige seiner Kurzgeschichten. Er
hat diese Linie der E-Literatur dann allerdings nicht weiter verfolgt.
Celil Oker ist verheiratet und Vater zweier Söhne.
Ich meine: Das Buch ist Spannend und einfach gute Unterhaltung ...
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Celil Oker
Foul am Bosporuss
Taschenbuch aus dem Unionsverlag
ISBN: 3293201814 |
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Text von Amzon
Der eine braucht die Werbung, der andere hat eine
fußballverrückte Frau. Zwei Textilmagnaten aus Istanbul
halten sich Fußballclubs, bei denen es allerdings kriselt. Der
Abstieg steht bevor. Remzi Ünal soll eigentlich nur verhindern,
dass die Spieler verkauft werden. Und dann läuft die Angelegenheit
schwer aus dem Ruder. Auch im zweiten Fall für Remzi Ünal
zeichnet Celil Oker wieder ein genaues Bild der Metropole am Bosporus
auf der Höhe der Zeit. Ich meine: Wer den ersten Teil gelesen hat
sollte auch den 2. Teil lesen ..... |
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Yasmina Khadra Morituri
Haymon Vlg., Innsbruck (1999)
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Ein Superkrimi (der erste einer Triologie) aus Algerien ....
Rezessionstext Amaon:
"Blutüberströmt liegt der Horizont da und bringt durch einen
Kaiserschnitt einen Tag zur Welt, für den sich die Mühe
letztlich nicht gelohnt haben wird." Nicht gerade optimistisch beginnt
eine der merkwürdigsten und interessantesten
Krimi-Neuerscheinungen dieses Herbstes. Morituri nennt die
algerische Schriftstellerin Yasmina Khadra ihren Roman und todgeweiht
sind ihre Helden wirklich, die um ein Mindestmaß an Toleranz und
Gerechtigkeit kämpfen. Bürgerkrieg in Algerien. Die Wahlen,
aus denen die Islamische Heilsfront FIS als Sieger hervorgegangen
wäre, werden annulliert. Radikale islamische Kämpfer
überziehen das Land mit Terroranschlägen gegen liberale
Künstler und Intellektuelle und nicht zuletzt gegen eine wehrlose
Landbevölkerung. In dieser Atmosphäre von Haß und
Gewalt kämpft Kommissar Llob den Kampf eines Don Quichote um die
Aufrechterhaltung von Gesetz und Ordnung in Algier. Nicht, daß
Llob ein pedantischer Beamter wäre, ein Gerechtigkeitsfanatiker.
Er neigt zu einem abgeschwächten Zynismus, hat sein Temperament
zumeist in der Gewalt, liebt illusionslos seine Heimatstadt, seine
Kollegen, seine Familie. Doch immer wieder muß er Freunde,
Kollegen und bewunderte Menschen gewaltsam sterben sehen, ohne helfen
oder aufklären zu können. Eines Tages wird Llob von Ghoul
Malek, einer mächtigen und gefürchteten "Grauen Eminenz" in
Algier, mit der Suche nach dessen verschwundener Tochter beauftragt.
Die Nachforschungen führen ihn mitten hinein in einen
undurchdringlichen Filz von Politik, Terror und Verbrechen, bei dem
jeder seinen persönlichen Reibach machen möchte.
Kommissar Llob ist neu. Ein
glaubwürdiger Charakter mit allen Fehlern und Vorzügen, die
eine überzeugende Figur braucht, humorvoll und sarkastisch. Ein
ungewöhnlicher Held in einem außergewöhnlichen Buch.
Yasmina Khadra ist ein hochaktueller und ungewöhnlich fesselnder
Polit- und Polizei-Thriller zu den Ereignissen in ihrem Heimatland
gelungen. Man kann nur hoffen, bald von dieser kritischen Autorin noch
mehr zu hören und zu lesen. Eigentlich brauchte man es nicht
eigens zu betonen: Yasmina Khadra schreibt unter Pseudonym. --Ulrich Deurer
Kurzbeschreibung
Commissaire Llob, ein integrer Polizeibeamter in Algier, kämpft
gegen Verbrecher und ihre Hintermänner. Im Mittelpunkt der
Handlung steht eine Serie von Morden an Intellektuellen. Sie ist
für die Autorin der Anlass, die Situation ihrer Heimat zwischen
Bürgerkrieg, Korruption, Unterdrückung, Angst und Terror zu
schildern und - ausgehend von der Gegenwart - die Wurzeln des
Übels zur Sprache zu bringen, die in der jüngsten
Vergangenheit liegen.
Würde sie nicht unter einem Pseudonym schreiben, gehörte sie
wohl selbst zu den Morituri, den Todgeweihten: Yasmina Khadra - bzw.
ihr männliches alter ego Commissaire Llob, der ebenfalls
Kriminalromane schreibt - zögert nämlich nicht, die
Drahtzieher von Verbrechen selbst in höchsten Kreisen zu suchen.
Seine Hauptgegner sind jene "Kriegsgewinnler", die in schwer bewachten
Luxusvillen rauschende Feste feiern und Macht und Kapital unter sich
aufteilen, während in anderen Vierteln Algiers soziale
Missstände die Einwohner zu Verbrechern werden lassen. Damit nimmt
die Autorin Abstand von jener Schwarz-Weiß-Malerei, die allein
islamische Fundamentalisten als Schuldige des Bürgerkriegs ortet.
Khadras Erzählstil ist knapp, der Text manchmal fast eine
comicartige Persiflage der Grausamkeiten, an anderen läßt er
die kaum vorstellbare Wirklichkeit unbarmherzig hereinbrechen. Die
Einbeziehung politisch-historischer Fakten sowie die Schilderungen von
Volkscharakter und Landschaft verstärken den Eindruck, dass hier
nicht ein fiktiver Krimi vorliegt, sondern ein Zeitzeugnis und
Augenzeugenbericht.Yasmina Khadra (Pseudonym) ist Schriftstellerin und
lebt in Algier. Sie erfand die Figur des Commissaire Llob, den Helden
von fünf Kriminalromanen, deren letzte drei in Frankreich
herauskamen und eine Einheit bilden, eine Trilogie zum Thema
Bürgerkrieg und seiner Hintergründe. Vorher und nachher
veröffentlichte sie weitere Romane. Zur Trilogie, die mit Morituri
beginnt, schreibt Yasmina Khadra: "Die Trilogie will eine
möglichst getreue Analyse der Tragödie sein, die mein Land
erschüttert."
Autorenporträt
Yasmina Khadra (Pseudonym) ist Schriftstellerin und lebt in Algier. Sie
erfand die Figur des Commissaire Llob, den Helden von fünf
Kriminalromanen, deren letzte drei in Frankreich herauskamen und eine
Einheit bilden, eine Trilogie zum Thema Bürgerkrieg und seiner
Hintergründe. Vorher und nachher veröffentlichte sie weitere
Romane. Zur Trilogie, die mit Morituri beginnt, schreibt Yasmina
Khadra: "Die Trilogie will eine möglichst getreue Analyse der
Tragödie sein, die mein Land erschüttert
Ich meine: Beste Unterhaltung
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Yasmina Khadra Doppelweiss
Haymon Vlg., Innsbruck (2000)
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Yasmina Khadra Herbst der Chimären
Haymon Vlg., Innsbruck (2001)
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Auch Band 2 und 3 der Trilogie haben nichts an Spannung verloren.
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Esmahan Aykol
Bakschisch
Diogenes
Erscheinungsdatum: Juli 2004
ISBN: 3257064438 |
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Eines Amazone-Kunden-Rezensent zu »Bakschisch«
Ein neuer Fall für die Krimibuchhändlerin Kati Hirschel. Da
sie selbst unter Mordverdacht gerät, macht sie sich selbst an die
Aufklärung des Falles und die Verdächtigen sitzen auch in den
höchsten Stellen der Stadt. Wie schon im ersten Buch gibt es viel
Türkei Feeling, Liebe, Katis Probleme als Deutsche in der
Türkei und einige Rätselhafte Morde. Es macht spaß,
aber der Schluss hinkt ein wenig. Ansonsten aber eine nette,
unterhaltsame Lektüre. |
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Die Reise des Ibn Fattuma
von Nagib Machfus, Doris Kilias
Gebundene Ausgabe - Unionsverlag
Erscheinungsdatum: Juli 2004
ISBN: 3293003370
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Verlagstext Unionsverla:
Eine
abenteuerliche Reise zum Ende der Welt und eine Reise zum eigenen
Selbst. Machfus nimmt sich die großen Reisenden aus der
Blütezeit des Islam zum Vorbild für Ibn Fattumas Entdeckung
ganz und gar heutiger Lebensentwürfe und Utopien.
Als Junge
träumte Ibn Fattuma davon, es den großen Reisenden
gleichzutun und die ganze Welt zu erforschen. Als Erster wollte er bis
zum sagenumwobenen Gaballand vordringen, von dem niemand genau
weiß, wo es liegt. Den erwachsen gewordenen Ibn Fattuma treiben
schließlich nicht die Abenteuer- und Entdeckerlust in die Welt
hinaus, sondern Liebeskummer. Er schließt sich einer
Handelskarawane an und hofft, auf dem langen Weg durch die Wüste
seine Enttäuschung zu vergessen. Doch die Reise durch fremde,
heidnische Länder mit ihren unbekannten Sitten und Gebräuchen
wird immer mehr zu einer Begegnung mit sich selbst und führt ihn
zu den Grundfragen des Seins.
Nagib Machfus nimmt uns in diesem märchenhaften Roman mit in
ferne, vergangene Welten, die erstaunlich gegenwärtig sind –
und er zeigt uns, wie absurd es ist, in einer Ideologie sein Glück
zu suchen.
Meine Meinung:
Ok jeder, der mich kennt, weiß wie sehr ich Machfus verehre
... also erwartet an dieser Stelle keine objektive Bewertung :-) ...
Wieder ein Meisterwerk der arabischen Literatur.
Zu den Autoren: Nagib Machfus
Doris Kilias
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Die Tochter des Schmieds
von Selim Özdogan
Gebundene Ausgabe - Aufbau-Verlag
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3351030398
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Rezension Katharina Bendixen Katharina Bendixen
http://www.titel-forum.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=3312
Während im Europa des
Zweiten Weltkriegs die Menschen um ihr Leben kämpfen, fließt
das Leben in einem anatolischen Dorf ruhig vor sich hin. Nur drei
Schwester kämpfen um sich selbst, umeinander und um ihr
Glück: Gül, Melike und Sibel verlieren ihre Mutter, der
Schmied Timur seine Frau. Nach seiner erneuten Heirat ist nichts wie
zuvor: Gül spielt die Mutter für ihre jüngeren
Schwestern, und Timur wird zum nachdenklichen, unglücklichen
Ehemann und Witwer in einem.
Gül beginnt, sich selbst zu vergessen, weil sie versucht, für
alle anderen da zu sein und deren Probleme zu lösen. Sie bricht
die Schule ab, arbeitet als Näherin und heiratet schließlich
einen Mann, mit dem sie nicht glücklich werden kann, um ihren
Geschwistern mehr Möglichkeiten zu bieten, als sie selbst hatte.
Kein so sehnlich erwartetes Happy End – selbst eine kleine
glückliche Wendung würde genügen – wird ihr
zugestanden. Ob das Realismus oder Pessimismus ist, darüber
lässt sich streiten. Auf jeden Fall ist es kein Geheimnis,
verrät der Klappentext doch schon das Ende. Und selbst ohne diesen
ahnt der Leser von Anfang an, dass Gül ihren Frieden nicht finden
wird.
Leise, rational und seltsam beschwingt zeigt Özdogan in seinem
neuen Roman das Leben in Anatolien zwischen Dorf und Stadt, Winter und
Sommer, Hoffnung und Enttäuschung, Glück und Unglück.
Die scheinbare Ausweglosigkeit des anatolischen Lebens zwingt die
Männer, ab und zu einen Tag in einer Großstadt zu verbringen
und dort die Ersparnisse der letzten Wochen auszugeben, damit sie sich
wieder mit erstarkten Kräften dem Geldverdienen widmen
können. Die Rollenverteilung und der Ablauf sowohl des Alltags als
auch des Lebens müssen nicht geklärt werden. In diesem
Mikrokosmos der Ländlichkeit warten die Frauen jahrelang darauf,
wann ihr Mann sie anfangen wird zu schlagen – dass er es tun
wird, steht außer Zweifel.
In die kleine Welt von Gül, Melike, Sibel und Timur brechen im 20.
Jahrhundert ungeahnte Veränderungen ein: Da wird das erste Radio
bewundert, die Welt des Kinos entdeckt, die Glühbirne
herbeigesehnt und die alte Toilette verflucht, da wird Deutschland
gepriesen, denn dort gibt es alles – Kaufhäuser, Heizungen
und warmes Wasser. Dies ändert jedoch nicht die alten
Denkstrukturen: Man ist gleichzeitig immer noch so tief in Traditionen
verwachsen, dass es unmöglich ist, über die Hochzeitsnacht zu
sprechen, den Kindern den Scheidungsgrund der Tante zu erklären
oder als junges heiratsfähiges Mädchen mit einem Mann auf
offener Straße ein paar Worte zu wechseln. Die Angst, dass man
zum Gespräch der Nachbarn wird, führt zu Schweigen,
Misstrauen und bösen Worten.
Özdogan selbst spielt mit diesem Thema sowohl inhaltlich als auch
formal: Er deutet in seinem Roman viele Dinge nur an, gibt den
Sätzen eine schlichte Form, aber einen tiefen Hintergrund, der
sich erst bei mehrmaligem Hinsehen erschließt. Schließlich
wird dieser Roman über das Verschweigen und Verdrängen zu
einem Verdrängen des Erzählens selbst.
So plausibel und interessant die Zustände in dieser hermetisch
abgeschlossenen Welt auch sind, die Frage, warum es Gül bis zum
Ende nicht gelingt, auszubrechen und dem Willen ihres Mannes ihren
eigenen entgegenzusetzen, bleibt unbeantwortet. Ihre beiden Schwestern
scheinen so etwas wie ein individuelles Glück zu finden –
zumindest deutet Özdogan dies in einigen Vorgriffen auf die
Zukunft an –, Gül jedoch bleibt trotz ihrer inneren Kraft
eine stille Frau, die nicht den Mut aufbringt, für ihr eigenes
Leben Genüsse einzufordern.
Der stille Held der Geschichte ist am Ende wieder ein Mann: der Schmied
Timur, der nie über den Verlust seiner Frau hinwegkommt, seinen
Töchtern jedoch immer Trost spendet und es bis zu seinem
Lebensende schaffen wird, die Familie zusammenzuhalten.
Katharina Bendixen
Dublin in James Joyce, Prag in Franz Kafka.« STUTTGARTER ZEITUNG
Über den Autor
Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte Architektur und
Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Für seine Romane
erhielt er 1990 den Independent Foreign Fiction Award und 1991 den Prix
de la découverte européene. Pamuk lebt in Istanbul.
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Das schwarze Buch
von Orhan Pamuk
Broschiert - Fischer (Tb.), Frankfurt
Erscheinungsdatum: Oktober 1997
ISBN: 3596129923
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Rezensionen Amazon:
Ein Mann auf der Suche nach der geliebten, grundlos verschwundenen
Frau. Auch ihr Halbbruder ist unauffindbar, dessen Zeitungskolumnen
erscheinen jedoch weiterhin. Ein geheimnisvoller Hinweis? Tagelang
streift Galip, Orhan Pamuks Held, durch die schillernde Ober- und
Unterwelt Istanbuls, begegnet Zuhältern, Derwischen,
Betrügern.
Orlan Pamuk hat mit dem "Schwarzen Buch" einen labyrinthischen,
vielschichtigen und vieldeutigen Roman geschrieben, der an
Erfindungsgabe und Farbigkeit seinesgleichen sucht. Er ist
Kriminalroman und mystisches Traktat, Märchen und
Alltagsgeschichte und nicht zuletzt das schillernde Porträt einer
Stadt, die seit Jahrhunderten die Phantasie beschäftigt."Die Stadt
Istanbul hat ihren Meister gefunden, wie einst Dublin in James Joyce,
Prag in Franz Kafka." (Stuttgarter Zeitung) REASON: review already
exists
Der Verlag über das Buch
Ein Mann auf der Suche nach der geliebten, grundlos verschwundenen
Frau. Auch ihr Halbbruder ist unauffindbar, dessen Zeitungskolumnen
erscheinen jedoch weiterhin. Ein geheimnisvoller Hinweis? Tagelang
streift Galip, Orhan Pamuks Held, durch die schillernde Ober- und
Unterwelt Istanbuls, begegnet Zuhältern, Derwischen,
Betrügern. Pamuks Roman und Kriminalgeschichte ist wie die Stadt
am Bosporus voller Labyrinthe, alles wird symbolisch. Suchend
ergründet Galip die Mysterien der Stadt und der eigenen
Vergangenheit. »Die Stadt Istanbul hat ihren Meister gefunden,
wie einst Dublin in James Joyce, Prag in Franz Kafka.«
STUTTGARTER ZEITUNG
Über den Autor
Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte Architektur und
Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Für seine Romane
erhielt er 1990 den Independent Foreign Fiction Award und 1991 den Prix
de la découverte européene. Pamuk lebt in Istanbul.
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Istanbul
von Orhan Pamuk
Sprache: Englisch
Broschiert - Faber and Faber
Erscheinungsdatum: April 2005
ISBN: 0571227538
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Rezension von:
http://www.complete-review.com/reviews/pamuko/istanbul.htm
Review Consensus:
Not quite a consensus, but most very impressed
From the Reviews:
"The overall effect of Istanbul is like being in the melancholy company
of a learned, egotistical uncle, who takes you on a slow tour of his
photo albums in twilight. This uncle has perfect recall for details,
but his memory is almost entirely visual (...) Fans of Pamuk's fiction
will be grateful for this book; travellers familiar with Istanbul will
be stimulated; those unfamiliar with either may well be wearied." -
David Flusfeder, Daily Telegraph
"(A) fascinating read it is too for anyone who has even the slightest
acquaintance with this fabled bridge between east and west. (...) Read
this book then for its internal symmetries, not for its
verisimilitude." - The Economist
"Part memoir, part cultural history, the vision of his home city that
Pamuk presents in this book is occluded by the mists of reminiscence.
He tries to make sense of the contested representations of European
travellers and Turkish writers, the changing fortunes of Istanbul, and
his own place within it." - Alev Adil, The Independent
"(A)n engaging if curious grab bag of a book that is partly a memoir
and partly a portrait of the place he has lived all his 50 years." -
Michael Frank, The Los Angeles Times
"Part memoir, part history, part brilliant and eclectic encyclopaedia,
Pamuk’s Istanbul is also a book about dislocation. (...) For all
its brooding introspection -- exquisitely conveyed by Maureen
Freely’s translation -- and its occasional longueurs, it is a
long time since I have read a book of such crystalline originality, or
one that moved me so much." - Katie Hickman, New Statesman
"Pamuk is not a sunny memoirist, but neither is he a sunny novelist. In
this memoir of his youth, as in the six novels he has set in the city,
Istanbul bears only a fleeting resemblance to the smiling and vibrant
place many Westerners know from vacationing there. (...) Istanbul is
full of byways that lead the reader into Pamuk's fiction -- sometimes
with a jolting literalness." - Christopher de Bellaigue, The New York
Times Book Review
"The book is brilliantly constructed, delving into the phenomenological
world of the young boy. (...) A master of elegant miniatures, Pamuk
writes concisely, piling scene upon scene, and, at one stage, composing
a dazzling single sentence a hypnotic two-and-half pages long. He is
eloquent, too, in his empathy for his country's dilemma: Westernisation
and Europe or tradition and Islam. (...) Orhan Pamuk has remained
faithful to his opulent muse. This quietly instructive and enchanting
elegy to a redeemed childhood and to Istanbul itself will bring the
world to his feet. It should be read, and reread, simply for joy." -
Nouritza Matossian, The Observer
"In part tales of the city, laden with photographs, in part the
portrait of the artist as a young man, it is overall a skillful
literary exercise using the personal to map a larger portrait of a
society at a crossroads. (...) It's an erudite memoir, rich in detail
and research, though not warm and fuzzy." - Sandip Roy, San Francisco
Chronicle
"This magnificent memoir interweaves the political and the personal:
the history of Istanbul with the early years of its most famous living
writer. (...) Pamuk’s perception, attention to detail and many
quotations from books and newspapers give readers direct insight into
the life of a city which he calls ‘so unmanageably varied, so
anarchic, so very much stranger than Western cities’." - Philip
Mansel, The Spectator
"In his new book -- part childhood memoir, part extended essay on
Istanbul life -- he describes, with a marvellously painterly eye for
detail, what it is that he loves so much about this city. This is not
the sort of detail, however, that the Ministry of Culture and Tourism
would have in mind. (...) This evocative book succeeds at both its
tasks. It is one of the most touching childhood memoirs I have read in
a very long time; and it makes me yearn - more than any glossy tourist
brochure could possibly do - to be once again in Istanbul." - Noel
Malcolm, Sunday Telegraph
"The tour on offer here, dazzling though it is, is not so much of
Istanbul as of Pamuk's efforts to mould it into a personal vision. His
point of departure, and the source of his sense of disorientation, is
the difficulty he finds in being modern in a city not only a pale
shadow of its former grandeur, but also cut off from its past by the
abandonment of Arabic script and an ideological sea change.(...) With
its pervasive sense of ennui, its espousal of the idea of art for art's
sake and the image of artist as struggling hero, Istanbul often reads
like some strange leftover from post-Romantic nineteenth-century Paris.
(...) If this deeply stimulating book has one flaw, it is that the
reader (this one at least) never gets a very clear sense of who Pamuk
thinks he now is." - Nicholas Birch, Times Literary Supplement
"(D)elightful, profound, marvelously original" - Alberto Manguel, The Washington Post
Please note that these ratings solely represent the complete review's
biased interpretation and subjective opinion of the actual reviews and
do not claim to accurately reflect or represent the views of the
reviewers. Similarly the illustrative quotes chosen here are merely
those the complete review subjectively believes represent the tenor and
judgment of the review as a whole. We acknowledge (and remind and warn
you) that they may, in fact, be entirely unrepresentative of the actual
reviews by any other measure.
The complete review's Review:
Orhan Pamuk's Istanbul is a memoir, but -- as the title suggests -- the
city itself figures as centrally as the author. It is not so much that
Istanbul made Pamuk (though he does go so far as to say it did), but it
is an integral part of who he became and is. Explaining and describing
his hometown allows Pamuk to describe himself, using it as a reflection
of his character, outlook, even personality.
Istanbul and Pamuk are completely intertwined in this memoir. Pamuk
proceeds more or less chronologically, from his earliest childhood
until his university days, culminating in his decision to become a
writer, all the while always situating almost everything that happens
against the backdrop of Istanbul. It is not a single, static locale;
indeed, Pamuk's Istanbul is ever shifting and changing, not least
because Orhan and his family seem to be constantly moving from
apartment to apartment (or Orhan is temporarily taken in by some
relative or another), but also because Orhan constantly explores and
traverses the city.
The chapters focus on specific events or aspects of Istanbul, neatly
tying together city-history and autobiography, whether he's writing
'Melling's Bosphorus Landscapes' or 'On the Ships That Passed Through
the Bosphorus, Famous Fires, Moving House, and Other Disasters' or
'Flaubert in Istanbul' or 'First Love'. Concerned more with how
Istanbul is and has been perceived -- both by outsiders (Westerners
such as Melling, Flaubert, Nerval, etc.) and locals -- than, for the
most part, actual history, Pamuk revels in the slightly decrepit state
of the city and its very distant grandeur. He devotes a chapter to
trying to explain the local type of melancholy, hüzün, which,
of course, he feels intensely (and already did as a child), a sort of
fin-de-siècle nostalgia of a city whose glory-days are
irretrievably lost -- and yet remains incredibly vibrant (just not in
the way it once was ...).
Part tour-guide, part history teacher, and always raconteur, Pamuk
speeds the reader through what seems like every last nook and cranny in
town, though in fact his focus remains largely on the old and lost (or
in-the-process-of-getting-lost) and he ignores much of the real city.
It's a dizzying expedition, not helped by the absence of any map to
help orient oneself. On the other hand, the book is richly illustrated
-- 206 photographs ! -- and the pictures are often splendid: fabulous
structures, scenes much like those he describes, and a fair number of
family snapshots that all nicely complement the text.
Fast-moving too is the somewhat shadowy and frequently shifting family
around him: parents who frequently fight and often leave Orhan in the
care of others, a brother with whom he has an antagonistic relationship
(yet who he misses terribly when the brother goes to study in America),
a vast number of other relatives, and a variety of servants. Orhan is
the centre of the memoir, and only rarely do the others come into focus
for more than a few pages -- and yet it's realistic enough, that the
very self-absorbed child would remain largely oblivious to how exactly
dad was once again losing more of the family fortune, etc.
The mixing of personal and city experience occasionally works very
well, as in the description of Resat Ekrem Koçu's Istanbul
Encyclopdedia, though elsewhere the two don't always meet as neatly.
Ultimately, the ambition of mixing city-portrait and autobiography was
perhaps just a bit too great: each is, in part, fascinating, but the
connexions aren't compelling enough throughout to fully justify such a
two-track narrative (with the tracks so very close together).
Istanbul does impressively convey what a place can mean in a person's
life, and also offers an interesting personal story of a boy becoming
an artist (a writer, via the detour of painting), and it is an
interesting take on this particular city -- but too many gaps remain,
both regarding Pamuk and Istanbul.
Enjoyable, if not entirely satisfying.
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Der Sultan von Palermo
von Tariq Ali, Ursula Pesch, Karin Schuler
Diederichs
Erscheinungsdatum: August 2005
ISBN: 3720526372
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Drachenläufer
von Khaled Hosseini, Angelika Naujokat, Michael Windgassen
Bvt Berliner Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: November 2004
Auflage: 1
ISBN: 383330149X
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Kurzbeschreibung
Amazon:
Kurzbeschreibung
Im Jahr 1975 ist Amir zwölf Jahre alt. Um seinem Vater seine Stärke
zu beweisen, will er unbedingt bei einem Wettbewerb im
Drachensteigen gewinnen. Dazu braucht er Hassans Hilfe. Hassan ist
sein bester Freund. Obwohl sein Vater der Diener von Amirs Vater
ist, hat die innige Freundschaft der Jungen allen Herausforderungen
standgehalten. Bis zum Ende dieses erfolgreichen Wettkampfes, als
Amir sie auf schreckliche Weise verrät.
Die dramatische Geschichte einer Freundschaft, eine Geschichte von
Liebe und Verrat, Trennung und Wiedergutmachung vor dem Hintergrund
der jüngsten Vergangenheit Afghanistans.
Über den Autor
Khaled Hosseini wurde 1965 in der afghanischen Hauptstadt Kabul
geboren. Sein Vater war Diplomat, seine Mutter unterrichtete
Persisch und Geschichte an einer Highschool. Khaled Hosseini ist das
älteste von fünf Kindern. Von 1970 bis 1973 lebte die Familie in
Teheran. 1976, drei Jahre vor der sowjetischen Invasion, zog sie
nach Paris, wo der Vater einen Posten in der afghanischen Botschaft
bekam. Ursprünglich sollte die Familie nach vier Jahren nach Kabul
zurückkehren. Die veränderte politische Lage veranlasste sie jedoch,
in den USA politisches Asyl zu beantragen. Dies wurde den Hosseinis
1980 gewährt. Die Familie ließ sich im kalifornischen San José
nieder. Dort lebte sie einige Zeit von staatlicher Unterstützung,
weil sie ihren Besitz in Afghanistan verloren hatte. Khaled Hosseini
studierte zunächst an der Santa Clara University Biologie, später in
San Diego Medizin. 1993 machte er seinen Abschluss. Seit 1996
arbeitet Hosseini als Internist. Khaled Hosseini hatte sich schon
als Kind für Literatur interessiert und auch selbst geschrieben.
"Drachenläufer" ist sein erster, viel beachteter Roman. Für dieses
Buch hat er Anleihen aus der eigenen Biografie genommen. Wie sein
Held Amir stammt Hosseini aus der gehobenen Mittelschicht. Im Haus
seiner Eltern trifft er einen Mann, der wie Hassan aus dem Volk der
Hazara stammt. Dieser Mann ist Koch der Familie - und Analphabet.
Hosseini bringt ihm Lesen und Schreiben bei. Bis Ende 2005 hat
Hosseini seine Tätigkeit als Arzt unterbrochen, um an seinem zweiten
Buch schreiben zu können. Die Handlung spielt, wie im
"Drachenläufer", in Afghanistan. Khaled Hosseini ist verheiratet und
hat zwei Kinder.
Rzension von:http://www.lustauflesen.de/romane/hosseini.shtml
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Kabul in den 70er Jahren.
Noch ahnt niemand in der afghanischen Hauptstadt etwas von
der Invasion der sowjetischen Armee und der darauffolgenden
Herrschaft der Taliban. Noch ist alles friedlich. Wir lernen
Hassan und Amir kennen. Sie sind Milchbrüder und wachsen
gemeinsam auf, scheinbar in Freundschaft verbunden. Doch der
strenge Ehrenkodex der afghanischen Gesellschaft sorgt
dafür, daß die beiden Knaben - selbst im westlich
orientierten und liberalen Kabul - in Schranken verwiesen
werden, die sie ihrer jeweiligen ethnischen Herkunft
verdanken.
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Amir ist der Sohn eines
wohlhabenden paschtunischen Kaufmanns und Hassan ist der
Sohn dessen Dieners. Er ist an seinen chinesischen Augen
leicht als Angehöriger der Hazara zu erkennen. Diese
ethnische Minderheit steht auf der untersten Stufe der
sozialen Leiter Afganistans. In Hassan hat Amir also einen
Freund, der gleichzeitig sein Diener ist; das birgt
Konfliktstoff. Wie alle Afghanen haben auch Hassan und Amir
eine große Vorliebe für Drachenkämpfe. Bei dieser Art
Nationalsport geht es darum, seinen Drachen am längsten in
der Luft zu halten und den Drachen des Zweitplatzierten zu
erlaufen, wenn er vom Himmel wieder auf den Boden stürzt.
Hassan ist in dieser Disziplin ungeschlagener Champion, denn
mit sicherem Auge sieht er schnell, wo der gegnerische
Drache herunterkommt und ist immer zur richtigen Zeit an der
richtigen Stelle. Er setzt sein ganzes Können und Geschick
ein, damit Amir den Drachenwettbewerb immer als Gewinner
verläßt und sich somit des Stolzes seines Vaters sicher sein
kann. Doch eines Tages kommt es bei einem der Wettkämpfe zu
einem folgenschweren Zwischenfall. Hassan hat wie immer den
gegnerischen Drachen erfolgreich erlaufen, wird danach aber
von dem stadtbekannten Sadisten Assaf verprügelt und
vergewaltigt. Amir beobachtet das zwar, greift aber nicht
ein. Sein Freund Hassan hätte umgekehrt Amir sofort
beigestanden, der Ehrenkodex hätte es so verlangt. Von
diesem Tag an ist ihr Verhältnis zueinander nicht mehr wie
früher.
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Diese Konstellation
allein hätte ausreichend Stoff für eine große Geschichte von
Freundschaft und Verrat geboten. Im Fall von Khaled
Hosseinis "Drachenläufer" kommt aber, gewissermaßen als
Meta-Ebene, noch die jüngere Geschichte Afghanistans hinzu.
Als die sowjetischen Truppen in Afghanistan einmarschieren,
fliehen Amir und sein Vater zunächst nach Pakistan, um
anschließend nach Amerika ins Exil zu gehen. Dort gehören
plötzlich sie selbst als arabische Einwanderer zur untersten
Schicht und zu den Gedemütigten. Halt finden sie in der
Literatur ihrer alten Heimat, vor allem in einer Geschichte
aus dem großen iranischen Epos "Schah-name", in der ein
Vater während einer Schlacht aus Unwissenheit seinen Sohn
tötet. Nichtwissen und Unkenntnis der Wahrheit, das ist das
große Leitmotiv auch von "Drachenläufer". Erst in der Mitte
seines Romans beginnt Khaled Hosseini damit, viele seiner
Erzählfäden, die bis dahin kunstvoll gesponnen, aber
scheinbar doch unverbunden ausgebreitet wurden, zu
verknüpfen.
Viele Jahre nach seiner
Flucht erhält Amir ein geheimnisvolles Lebenszeichen aus
Pakistan. Rahim Khan, ein Freund der Familie, ruft an und
sagt: "Du kannst alles wieder gut machen!" Neugierig begibt
sich Amir nach Pakistan, wo ihm Rahim Khan ein großes
Geheimnis offenbart, das hier selbstverständlich nicht
verraten werden darf. "Ich bin 38 Jahre alt und habe gerade
herausgefunden, daß mein ganzes Leben eine einzige verdammte
Lüge ist", muß Amir erkennen. Erst jetzt geht er freiwillig
in die Hölle der Taliban nach Kabul. Er erfährt, daß Hassan
tot ist, doch einen Sohn hinterlassen hat, der sich wiederum
in der Hand Assafs, mittlerweile ein eifriger Helfer des
Talibanregimes, befindet. Amir rettet den Jungen und nimmt
ihn mit nach Amerika.
"Drachenläufer" endet
wenige Monate nach dem 11. September 2001. Wir sehen Suhrab,
Hassans Sohn, der bei einer Feier der Exil-Afghanen in den
USA zum erstenmal wieder lachen kann. Und zwar in dem
Moment, als bunte Drachen munter durch die Lüfte flattern.
Auch die Kinder in Kabul gehen wieder den von den Taliban
streng verbotenenen Drachenspielen nach - zu hunderten
schweben die zerbrechlichen Gebilde aus Papier und Holz
wieder am blauen Himmel über der befreiten afghanischen
Hauptstadt - ein Zeichen der Hoffnung.
Was Khalid Hosseini, der
als Mediziner in Kalifornien arbeitet, hier als Debüt
vorlegt, ist ein geschickt nach amerikanischem Muster
konstruierter Roman mit orientalischen Anklängen. Doch davon
merkt der Leser nichts, der, von intensiver Spannung und
atemlose Neugier auf den Fortgang der Geschichte getrieben,
in diesem Buch einen wahren Pageturner findet; zumindest
beim ersten Lektüredurchgang, weshalb ein zweiter dringend
empfohlen sei.
In erster Linie ist
"Drachenläufer" eine große Parabel über Schuld und Sühne und
über die Kunst, zu verzeihen. Doch, weil dieser Roman vor
den hochdramatischen Hintergrund der letzten 30 Jahre der
afghanischen Geschichte gesetzt wurde, von der wir- Hand
aufs Herz - allenfalls Schlagzeilen kennen, bietet das Buch
zwischen den Zeilen einen gewaltigen Mehrwert. In vielen
Einsprengseln lernen wir ein fremdes und vergessenes Land
besser kennen. Sowohl die reiche und reichhaltige Kultur
westlicher Prägung vor der sowjetischen Invasion, als auch
die tiefe Depression, in die die Taliban das Land stürzten
und die immer noch nicht überwunden ist. Am Ende zeichnet
Hosseini kein quietschebuntes Happyend á la Hollywood,
sondern tupft lediglich zaghafte Zeichen der Hoffnung aufs
Papier. Ein großartiger Roman.
© Jochen Kienbaum,
Berlin - Januar 2004 www.lustauflesen.de
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Kanaken-Gandhi
Osman Engin
Verlag: Dtv (Dezember 2001)
ISBN: 3423204761
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West-östliches Sofa. Neue Geschichten von Don
Osman
Osman Engin
Verlag: Dtv (Juli 2006)
ISBN: 3423209089
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Don Osman. Neue heimtürkische Geschichten
Osman Engin
Verlag: Dtv (Mai 2005)
ISBN: 342320799X
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Wer will kann etliche Pressestimmen auf
http://www.osmanengin.de/
nachlesen (wenn's auch auch die Website des Autors
ist :-) ) - aber ich kann nur eins sagen .... lesen , lesen lesen
!!!
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Allah & Eva. Der Islam und die Frauen
Betsy Udink
Wochenschau-Verlag; Auflage: 1 (November 2006)
ISBN: 3899740769
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Amazon
Kennt die Journalistin Asli Sevindim die Journalistin Hatice
Akyün? Die Frage darf doch wohl erlaubt sein, entstammen doch
beide anatolischen Familien, die sich Anfang der 70er-Jahre in
Duisburg niederließen. In beiden Chaotenfamilien sind die
„Herrschaftsverhältnisse“ klar, eine deutsch radebrechende
Mutter schwingt den Kochlöffel, respektive das Familienzepter,
während der Vater als brummelnder Ruhepol auf dem Sofa residiert
und die Kids dem westlichen Lifestyle frönen. Hatice Akyün
betitelt ihr deutsch-türkisches Tagebuch Einmal Hans mit
scharfer Soße, nach dem deutschen Wunschheirats-Hansl (den
sie noch sucht). Die 33-jährige Asli hat ihn bereits gefunden
und zieht nun auch im Buchtitel kulinarisch nach. Eine heimliche
literarische Duisburg-Connection? Gut, wenns der Sache dient!
Diese „Sache“ könnte lauten: Nicht in allen muslimischen
Familien geht es hierzulande so multikulti, ja fast schon
laizistisch zu. Bilder von ermordeten jungen Frauen, die von den
eigenen Angehörigen förmlich hingerichtet wurden, nur weil sie
es wagten, den Kandidaten ihrer Wahl zu heiraten, drängen sich
in das muntere Familientohuwabohu. Weder bei Frau Sevindim noch
bei Frau Akyün findet diese Problematik nennenswerte Erwähnung
-- und doch könnten beide, bei aller Leichtgewichtigkeit, einen
wichtigen Beitrag dazu leisten, ihren türkischen Schwestern den
Weg zur längst fälligen Emanzipation zu ebnen. Ein Aspekt, der
den Einfluss ihrer Bücher fast schon wieder gewichtig erscheinen
lässt!
Asli Sevindim führt uns durch den üblich lustigen
Kulturkampf. Deutscher Schweinebauch kämpft da gegen Kebab,
türkische Discos gegen bajuwarische Trampelbuden, anatolisch
feurige Jungs werden intellektuellen deutschen Sabbeltaschen
gegenübergestellt. Auch hier arbeitet das Scherzniveau beider
Bücher eng zusammen. Heißen die steifleinenen Deutschen in
Akyüns Familie „Hans und Helga“, so kennt man sie bei den
Sevindims als „Kartoffeln“, Inbegriff der Blässe und Fadheit.
Nach Art eines Jungmädchen-Tagebuchs -- ähnlich entzückend ist
auch die Aufmachung des Büchleins mit seinen putzigen
Karikaturen -- werden wir mit viel lautmalerischem Gequieke in
den türkisch-deutschen Alltag eingeführt und schließlich zum „Candlelight
Döner“ gebeten. Aber bitte, immer light! Dies alles ist amüsant,
allein die oben genannten Gründe könnten schwerer wiegen. -–Ravi
Unger
Kurzbeschreibung
"Tante Ferya - sehr gläubig - hat sich erzählen lassen, daß
Menschen, die Schweinefleisch essen, niemals eifersüchtig sind.
Das ist in ihren Augen ein Makel, denn Männer, die nicht
eifersüchtig werden, sind keine echten Kerle. Außerdem ist ihr
zu Ohren gekommen, daß Menschen, die Schweinefleisch essen,
anders riechen. Als ich ihr Stefan vorstelle, versucht sie
sofort herauszufinden, ob das zutrifft"
Mit viel Humor und Selbstironie erzählt Asli Sevindim von
deutsch-türkischen Befindlichkeiten, von Liebe alla turca - und
wie es ist, wenn ihr deutscher Freund die ultimative
Schwiegersohnprüfung mit ihrem Vater bestehen muß, den alle nur
"Ali, den Barbaren" nennen...
Meine Meinung: Ganz witzig, aber alle Problematiken,
die sich aus einem multikulturellem Beziehungen ergeben bleiben
außen vor. Vielleicht bin ich empfindlich, aber es stört mich
wenn ich pauschal als Kartoffel bezeichnet werde.
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Einmal Hans mit scharfer Soße. Leben in
zwei Welten
Hatice Akyün
Goldmann (Mai 2007)
ISBN-10: 3442154391
ISBN-13: 978-3442154395
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Amazon.de-Redaktion
Zuschauer der NDR 3-Talkshow erlebten eine Kostprobe ihres
Temperaments. Die quirlige junge Frau berichtete von ihrer
Leidenschaft, dem Sammeln und Tragen hochhackiger Schuhe und
demonstrierte sogleich vor versammelter Runde, wie es sich
besonders sexy in ihnen geht. Die Journalistin Hatice Akyün,
1972 mit ihren türkischen Eltern nach Duisburg übergesiedelt,
bezeichnet sich inmitten verhärteter Kulturfronten,
Kopftuchdiskussionen und bärtig-grimmiger Koranlehrer, ironisch
als „Paradebeispiel einer gelungenen Integration“. Wie gelungen,
das treibt selbst ihren liberal gesonnenen islamischen Eltern
den Schweiß auf die Stirn, wie wir noch erleben werden.
Es ist eine helle Freude, dieser selbstironischen Frau zu
begegnen, die islamischen Konventionen den Garaus macht,
Miniröcke trägt, sich ihres üppigen Dekolletés erfreut -- und
dennoch ihre türkischen Wurzeln liebt. Ach ja, der merkwürdige
Titel: „Hans und Helga“ gelten bei Türken als eine Art deutscher
Prototyp. Hans, käsig, klemmig, ein „Brötchenholer“ mit
Fahrradhelm. Helga trägt praktisches, flaches Schuhwerk und weiß
nichts vom „perfekten Bogen einer gezupften Augenbraue“ (für
jede türkische Frau eine Selbstverständlichkeit). Hans und Helga
sind politisch korrekt -- aber garantiert feuerfrei. Was Hatice
nicht daran hindert, einen blonden Hans zu suchen. Allerdings
einen, gewürzt mit der scharfen Soße ihrer Heimat!
Flott und scharfzüngig werden wir durchs deutsch-türkische
Kulturgestrüpp geleitet. Wir erleben eine vielköpfige
Patchwork-Familie von beneidenswertem Wir-Gefühl.
Zusammengehalten von einem Vater, dessen größte Sorge es ist,
seine 35-jährige Tochter endlich unter die Haube zu bringen.
Einer Kopftuch tragenden Mutter konservativen Zuschnitts, eine
Art Supernanny, die riesige Mahlzeiten zubereitet und ihr
Regiment mit eiserner Hand führt. Mit frivolem Ton gibt uns
Hatice Kostproben der erotischen Anmachtechnik zweier
Nationalitäten. Ihre Schilderung der Vertreibung eines arglosen
Heiratskandidaten, den ihr die Eltern während eines
Heimaturlaubs in der Türkei präsentierten, gerät zur
regelrechten Klamotte. Prekäre Themen wie Islamismus und
Zwangsheirat werden nur gestreift. Der Ton bleibt leicht. Hatice
Akyün sucht das Verbindende -- vielleicht besser so!
Ach ja, ein Hans findet sich auch noch ein. Dass der
allerdings als Erstes eine Beschneidung über sich ergehen lassen
muss, befremdet schon ein wenig. --Ravi Unger
Kurzbeschreibung
1001 Geschichten aus einem Leben zwischen Berlin und dem
Bosporus: Amüsant und pointiert rückt Hatice Akyün den
Eigenarten von Türken und Deutschen zu Leibe.
"Hans und Helga heißen alle Deutschen bei uns Türken",
schreibt Hatice Akyün, "und jedes Mal, wenn ich in die Türkei
fahre, heißt es: 'Hast du jetzt endlich einen Hans gefunden?'
Natürlich habe ich ihn noch nicht gefunden. Ein Hans, der galant
genug wäre, mir beim ersten Date - wie in der Türkei üblich -
die Autotür aufzuhalten, ist mir noch nicht begegnet. Und
türkische Männer trauen sich nicht mehr in meine Nähe. Seither
bin ich das Sorgenkind meiner Familie. Sie kennen meine Familie
noch nicht? Dann kommen Sie her, und setzen Sie sich, und
vergessen Sie nicht, etwas zu essen mitzubringen, denn das macht
man so bei uns. Ich entführe Sie in ein Deutschland, das Sie
unter Garantie noch nicht kennen. Geschichten aus 1001 Nächten
im Ruhrpott, nachdem mein Vater nach Deutschland gekommen ist,
um hier zu arbeiten. Stellen Sie sich auf eine längere Reise
ein, denn es geht um so etwas wie den Eintritt in ein anderes
Universum."
Ein Beitrag zu einem hochaktuellen Thema, über das so frech,
humorvoll und witzig noch nie geschrieben wurde.
Meine Meinung: Wie schon oben gesprochen. Auch wenn
sich die Presse voll des Lobes ist, so werden in beiden Büchern
alle Klischees bedient. Und ... ähhh an und für sich finde ich
es als leicht diffamierend als "Hans" pauschalisiert
zu werden. Ich bezeichne meine türkischen KollegenInnen und
Mitbürger auch nicht einfach als "Fathma" und "Ali".
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Im Land der Männer
isham Matar (Autor), Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer)
Verlag: Luchterhand Literaturverlag (Februar 2007)
ISBN-10: 3630872441
ISBN-13: 978-3630872445
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Amazon:
Kurzbeschreibung
"Eines der herausragendsten literarischen Debüts der letzten
Jahre." The Times
Suleiman ist neun Jahre alt, als sich die Welt, wie er sie
kennt, für immer verändert. Es ist der Sommer 1979, und Tripolis
liegt im gleißenden Sonnenlicht. Die Maulbeeren sind so süß, als
kämen sie direkt vom Himmel. Aber es geschehen Dinge, die
Suleiman nicht versteht und die ihm niemand erklärt. Denn
Suleiman soll nicht wissen, dass sein Vater im Untergrund gegen
Revolutionsführer Gaddafi arbeitet. Und er muss doch erleben,
wie sich das Netz des Sicherheitsapparates immer enger um die
Familie legt. Ein ergreifender Roman über eine Kindheit in
Libyen zur Zeit der Revolution Gaddafis.
An einem heißen Sommertag im Jahre 1979 geht der neunjährige
Suleiman mit seiner Mutter auf dem Markt in Tripolis, der
Hauptstadt Libyens, einkaufen. Das machen die beiden oft, wenn
der Vater auf Geschäftsreise ist und die Mutter nachts krank
war. In diesen Nächten trinkt sie viel und erzählt Suleiman, wie
sie als 14-jähriges Mädchen auf Beschluss des "Hohen Rates", des
erlauchten Kreises ihrer männlichen Verwandten, an seinen
wesentlich älteren Vater verheiratet worden ist. Der schwärzeste
Tag ihres Lebens sei das gewesen, flüstert sie ihrem Sohn zu,
während er sich ausmalt, wie er seine geliebte Mutter hätte
retten können. Auf dem Marktplatz sieht Suleiman an diesem
Sommermorgen seinen Vater, obwohl dieser sich angeblich im
Ausland aufhält. Ein Nachbar, der Vater seines besten Freundes,
wird von Männern mit einem Auto abgeholt. Es heißt, er sei ein
Verräter. Die Mutter verbrennt im Garten die geliebten Bücher
ihres Mannes. Und immer mehr gerät Suleimans Welt aus den Fugen,
immer mehr muss er erleben, wie sich die Familie in einem Netz
von Lügen und Gerüchten und der wachsenden Angst vor der
Verfolgung durch Gaddafis Revolutionskomitees verfängt. Ein
eindringlicher und ergreifender Roman, der aus der Sicht eines
Kindes davon erzählt, wie ein Land und seine Menschen unter
einer skrupellosen Gewaltherrschaft ihre Unschuld verlieren.
Klappentext
"Hisham Matar war im selben Alter wie sein Held, als seine
Familie nach Kairo zog. In einem Text, der vor emotionaler
Wahrheit leuchtet, evoziert er durch die Perspektive seines
jungen Erzählers die namenlosen und überwältigenden Ängste der
Kindheit [...]. Hisham Matars außergewöhnlicher Roman wurde
schon vor der Veröffentlichung weltweit als eines der
herausragendsten literarischen Debüts der letzten Jahre
gefeiert."
The Times
"Die erschütternde Geschichte eines Kindes, das zu früh den
Brutalitäten der libyschen Politik ausgesetzt wird."
J. M. Coetzee
"Meisterhaft im Aufbau [...] lyrisch und anschaulich
geschrieben [...] ein bewegendes Debüt."
Times Literary Supplement
Meine Meinung: Einwunderbares Stück Literatur, das
jeder "arabophile" gelesen haben sollte !
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Rot ist mein Name. SZ-Bibliothek Band 52
(Gebundene Ausgabe)
Orhan Pamuk
Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (21. April 2007)
ISBN-10: 3866155026
ISBN-13: 978-3866155022
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Stimmen und Meinungen aus dem Blätterwald:
"Noch stehen der Aufnahme der Türkei in die EU einige
schwerwiegende Gründe entgegen. Ihre Aufnahme in den Kosmos des
europäischen Romans ist dank Orhan Pamuk vollzogen: Rot ist der
Name, und groß ist dieses Buch." Christoph Bartmann, Süddeutsche
Zeitung, 25.09.01
"Man wird nicht müde, Pamuk zu lesen, denn wieder hat er ein
sprachliches Kunstwerk geschaffen, schildert in tausendundein
Farben ein Intrigenspiel um Liebe und Tod, um Tradition und
Aufbruch in die Moderne, das in vergangenen osmanischen Zeiten
handelt und doch auf das Heute abzielt." Monika Carbe, Neue
Zürcher Zeitung, 09.10.01
"Dieser Roman ist ein erzählerisches Bravourstück, ein
wunderbar reiches Stück Weltliteratur." Ernst Osterkamp,
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.01
"Orhan Pamuk blickt tief in die Seelen der Menschen und entdeckt
mit großer Begeisterung die schwarzen Flecken und erschreckenden
Abgründe. ... Pamuk bewegt sich virtuos wie ein Seiltänzer
zwischen den Kulturen." Susanne Schanda, Neue Zürcher Zeitung,
1./2.12.01
"Alles gerät in Bewegung, und Pamuk verwirbelt geschickt
rhythmisiert Legende und Action, Krimi und Herzenserguss,
Intrige und Kunstkritik. Unter der Hand inszeniert sein Roman
mit dem anfänglichen Brudermord unter Illustratoren, dem
Vatermord am Oheim und dem unvergesslichen Verrat der
Illustratoren der "Söhne", durch Meister Osman, den "Vater",
einige Urszenen der Menscheitsgeschichte. Orhan Pamuks
ost-westlicher Diwan hat gewaltige Ausmaße. Auf ihm ist
vorzüglich ruhen, gleichermaßen genießend und denken." Jörg
Plath, Stuttgarter Zeitung, 09.10.01
"Der in Instabul lebende Orhan Pamuk entblättert den mit
Elementen des Detektivroman durchsetzten Bilderstreit der
Gelehrten in einem ornamentalen Reigen aus Fabeln und Parabeln."
Sabine Vogel, Berliner Zeitung, 09.10.01
"Ein wunderbares Buch" Daniel Cohn-Bendit, DRS Literaturclub
"Entstanden ist ein prachtvoller, ost-westlicher Diwan:
Weltliteratur aus der Türkei." Jörg Plath, Tagesspiegel,
16.12.01
"Pamuks Offenheit für Politik gibt seinen Romanen zusätzlich
Leben." Hans-Peter Kunisch, Die Zeit, 06.12.01
Meine Meinung: Einfach ein muß!!
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Die Attentäterin Yasmina Khadra
Verlag: Dtv (März 2008)
ISBN-10: 3423136456 ISBN-13: 978-3423136457
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Verlagstext:
»Yasmina Khadra demontiert in dieser kriminalistischen
Tragödie die teuflischen Rädchen des radikalsten Hasses, der
ans Geheimnis der Liebe und an absolute Perversion grenzt.«
André Glucksmann
Amin Jaafari ist ein hoch angesehener Arzt in Tel Aviv -
und ein arabischer Israeli. Umso rascher gerät er unter
Verdacht, als die Polizei herausfindet, dass seine Frau in
Tel Aviv als Selbstmordattentäterin ein Restaurant sprengte.
Jaafari kann es nicht fassen, dass er von dem Plan seiner
Frau nichts wusste. Er reist nach Bethlehem und Dschenin, in
die Zentren des palästinensischen Widerstandes. Unbeirrt
versucht Jaafari, die Verantwortlichen zu finden, die seine
Frau zu einer "Schwarzen Witwe" gemacht und sein Leben
zerstört haben.
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Meine Meinung: Das beste, was ich
in letzter Zeit an Literatur gelesen habe. Absolut fesselnd,
Sie auch
http://www.marabout.de/Khadra/khadra5.htm
Meine Meinung: Was Literatur
betrifft ist dies Buch mit Abstand das beste und
spannendste, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ein
absolutes MUSS !!!
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Verbotene Lieben
Halid Z. Usakligil (Autor), Wolfgang Riemann (Autor)
Verlag: Unionsverlag; Auflage: 1 (August 2007)
ISBN-10: 3293100090 SBN-13: 978-3293100091
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Verlagstext:
Mit diesem Meisterwerk beginnt die
moderne türkische Literatur: ein episches Sittengemälde der
mondänen Istanbuler Oberschicht am Ende des Osmanischen Reiches.
Die junge und schöne Bihter träumt von eleganten Kleidern, von
edlem Schmuck und von einer prächtigen Villa. Als der reiche
Witwer Adnan Bey um ihre Hand anhält, scheint Bihters
sehnlichster Wunsch in Erfüllung zu gehen. Unerfüllt aber bleibt
ihre Sehnsucht nach Liebe und Leidenschaft, heimlich beginnt sie
eine verhängnisvolle Beziehung mit dem abenteuerlustigen Neffen
ihres Mannes.
Doch die verbotene Liebe bleibt nicht lange verborgen. Als
Bihters intrigante und frivole Mutter in die Villa am Bosporus
zieht, ist die Katastrophe unausweichlich.
Rezensionsnotiz
zu Neue Zürcher Zeitung, 04.12.2007
Sehr angetan ist Rezensentin Monika Carbe von dem ursprünglich
als Fortsetzungsroman konzipierten und 1900 erstmals in Buchform
erschienenen Roman des 1945 verstorbenen türkischen
Schriftstellers Halid Ziya Usakligil, der sich um Leben und
Beziehungswirren in einer Villa am Bosporus dreht: Die aus
einfachen Verhältnissen stammende Bither hat den zwanzig Jahre
älteren einstigen Kaufmann Adnan Bey geheiratet und residiert
mit ihm in einer opulenten Strandvilla, umgeben von Personal und
weiterer Entourage. Dort ist die Atmosphäre schnell vergiftet:
Bither langweilt der Luxus, sie geht fremd mit dem Neffen ihres
Mannes, ihre Mutter dreht bis zur Peinlichkeit auf und ihr Mann
zieht sich zurück. Halid Ziya Usakligil konzentriert sich auf
Atmosphäre und Innensicht, er mischt Gefühle und Zweifel der
Beteiligten mit zeitlupenhaft ausführlichen Beschreibungen von
Interieurs oder Kleidung. Das findet die Rezensentin ebenso
gelungen wie die Übersetzung von Wolfgang Riemann. An Balzac und
Stendhal fühlt sie sich erinnert und in "das Klima einer
vergangenen Zeit" versetzt.
Meine Meinung: Eigendlich ein
"muss", wer sich für Literatur aus dem Orient interessier,
besonders, weil dies Werk den Anfang der modernen türkischen
Literatur markiert.
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Die Sirenen von Bagdad
Yasmina Khadra
Nagel & Kimche AG, Verlag, Zrich/Frauenfeld; Auflage: 1 (8. März 2008)
ISBN-10: 3312004098 ISBN-13: 978-3312004096
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Beschreibung Amazon:
Kurzbeschreibung
Erneut legt Yasmina Khadra einen packenden Thriller über
die Logik des Terrorismus vor. In der Folge einer
mitleidlosen Razzia des US-Militärs wird ein junger
unbeteiligter Iraker tief gedemütigt und muss seine
Familie und sein Heimatdorf verlassen. Er beschließt,
sein Leben der Aufgabe zu widmen, den Westen tödlich zu
treffen. Plastisch und einfühlsam erzählt Yasmina Khadra
vom Leben der Menschen in einer ausweglosen Spirale aus
zerstörter Ehre und Hass in einem zerbrochenen Land.
Über den Autor
Yasmina Khadra ist das Pseudonym
des 1956 geborenen algerischen Autors Mohammed
Moulessehoul. Als hoher Offizier der algerischen Armee
konnte er sein Pseudonym erst lüften, als er im Dezember
2000 mit seiner Familie ins Exil nach Frankreich ging.
Er erfand die Figur des Commissaire Llob, den Helden von
fünf Kriminalromanen, deren letzte drei in Frankreich
herauskamen und eine Einheit bilden, eine Trilogie zum
Thema Bürgerkrieg und seiner Hintergründe. Vorher und
nachher veröffentlichte er weitere Romane. Zur Trilogie,
die mit Morituri beginnt, schreibt Yasmina Khadra: "Die
Trilogie will eine möglichst getreue Analyse der
Tragödie sein, die mein Land erschüttert."
Regina
Keil-Sagawe, geboren 1957 in Bochum, Studium der
Romanistik, Germanistik und Orientalistik. Lehre an den
Universitäten Heidelberg, Brüssel und Rabat. Zahlreiche
Veröffentlichungen zur Literatur des Maghreb sowie
Übersetzungen aus dem Französischen. Die Autorin lebt in
Heidelberg.
Meine Meinung: Ich habe schon die Romane um "Commisaire
Llob" verschlungen (siehe auch meine Besprechung zu
diesen drei Büchern). So ist dieses Buch auch wieder
einfach eine Spannungskanone. Auf spannende und Weise
werden die Mechnismen von Terror und Gegenterror
dargelegt. Ein Buch, das man so leicht nicht aus fer
Hand legt und desssen Echo noch lange nachhallt.
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Jussifs Gesichter: Roman aus der Mekka-Bar Najem Wali (Autor), Imke Ahlf-Wien (Übersetzer)
Hanser (Februar 2008) ISBN-10: 3446230068 ISBN-13: 978-3446230064
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Beschreibung Amazon:
Kurzbeschreibung
Jussif und Junis sind Brüder. Als Jungen waren sie beide in
dasselbe Mädchen verliebt. Weil sie Jussif bevorzugte, gab
Junis ihr einen Kuchen mit Nägeln zu essen. Sie starb, aber
nicht Junis, sondern Jussif kam ins Gefängnis dafür. Seitdem
ist das Verhältnis der Brüder ein Spiel mit Rollen und
Masken, aus dem im Krieg tödlicher Ernst wird. Als Junis
nach dem Aufstand gegen Saddam Hussein verschwindet, nimmt
Jussif seinen Namen an. Viel zu spät erfährt er, dass sein
Bruder als Henker gesucht wird. Niemand will Jussif seine
Geschichte und seine Unschuld glauben. Ein gefährlicher
Kampf um Namen und Identitäten entbrennt, den nur einer der
Brüder gewinnen kann. Ein bewegender, dunkler, intensiver
Roman über den Irak - märchenhaft, burlesk und voller
politischer Anspielungen.
Dazu kann ich nur
sagen: Unbedingt lesen!!
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Das Geheimnis des Kalligraphen
Rafik Schami
Hanser
ISBN-10: 3446230513
ISBN-13: 978-3446230514
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Kurzbeschreibung
In Damaskus macht ein Gerücht die Runde: Nura,
die schöne Frau des berühmten Kalligraphen Hamid
Farsi, sei geflüchtet. Warum hat sie ein Leben,
um das viele sie beneiden, hinter sich gelassen?
Oder war sie Opfer einer Entführung der Gegner
ihres Mannes? Schon als junger Mann wird Farsi
als Wunderkind der Kalligraphie gefeiert. Nun
arbeitet er verbissen an Plänen für eine
radikale Reform der arabischen Sprache, nicht
ahnend, dass zwischen Nura und seinem Lehrling
Salman eine leidenschaftliche Liebe ihren Anfang
nimmt - die Liebe zwischen einer Muslimin und
einem Christen. Der neue Roman des
deutsch-syrischen Autors ist ein großer
Bilderbogen der syrischen Gesellschaft, der alle
Sinne der Leser anspricht.
Über den Autor
Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus (Syrien)
geboren. Er kam 1971 nach Deutschland, studierte
Chemie und legte 1979 seine Promotion ab. Heute
lebt er in der Pfalz. Bekannt wurde Rafik Schami
1989 mit "Erzähler der Nacht". Er ist
Mitbegründer der Literaturgruppe Südwind und
zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern
deutscher Sprache. Sein Werk wurde in 24
Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen
ausgezeichnet, u.a. mit dem
Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem
Hermann-Hesse-Preis, dem Prix de Lecture und dem
Hans-Erich-Nossack-Preis. Sein 2004 erschienener
Roman "Die dunkle Seite der Liebe" wurde
sogleich und einhellig in der Presse mit
Begeisterung aufgenommen. Der Roman besteht aus
vielen Geschichten, die sich zu einem Mosaik
zusammensetzen. Rafik Schami steht in der
Tradition der Geschichtenerzähler. Als solcher
ist er oft unterwegs und als solcher wird er von
seinem Publikum sehr geschätzt. Schon als Kind
"...habe ich gesehen: Wenn du Geschichten
erzählst, schenken dir die Leute Zeit. Aber mit
diesem Geschenk muss man vorsichtig umgehen.
Diese Zeit ist eine wertvolle Sache, die man nie
mehr ersetzen kann. Du darfst den Leuten nicht
ihre Zeit rauben, um ihnen Langeweile zu geben
http://www.literaturcafe.de/rafik-schami-interview-das-geheimnis-des-kalligraphen-buchmesse-podcast-2008/
bespricht und gibt Einblick in das Buch
Meine Meinung: Gut
Unterhaltungslektüre
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"Arabophile" Literatur von nicht-arabischen Autoren
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Elias Canetti
Die Stimmen von Marrakesch
Süddeutsche Zeitung / BibliothekISBN: 3937793062
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Kurzbeschreibung
Der Zufall führte Canetti 1954 als Begleiter eines Filmteams
in ein bestürzend fremdartiges Land - nach Marrakesch. Erst aus
der Distanz, nach seiner Rückkehr nach London, skizzierte er die
Eindrücke dieser Reise. Die Aufzeichnungen sind kein Reisebericht
im klassischen Sinn. Es sind Miniaturen von atmosphärischen
Erscheinungen einer orientalischen Großstadt. Elias Canetti
streift durch die arabischen und jüdischen Viertel der Stadt,
atmet die seltsamen Gerüche, beobachtet die feilschenden
Händler in den Suks und die Verkäuferinnen duftenden Brotes,
vernimmt die Stimmen der Blinden, Bettler und zungenlosen Krüppel
in den Slums, spürt die hilflose Kreatürlichkeit und
Nähe des Todes vor den Kamelen mit ihren Schlächtern, staunt
über die vielen Gesichter armer Juden in der Mellah, wird Zeuge
intimster menschlicherVerhältnisse, sieht Bosheit, Armut und
Prostitution und spürt nur die Sehnsucht, die Sehnsucht nach einem
besseren Leben.
Der Verlag über das Buch
Elias Canetti fährt Ende der sechziger Jahre gemeinsam mit
Freunden nach Marrakesch. Die geheimnisvolle Stadt und das
orientalische Leben fesseln ihn auf Anhieb. Er streift durch
Marrakesch, besucht die Läden der Suks, den Kamelmarkt, lauscht
den seltsamen Rufen eines bettelnden Blinden und fängt so den
eigentümlichen Zauber der orientalischen Welt ein. Sein
berühmt gewordenes Buch über die geheimnisvolle marokkanische
Stadt ist ein Reisebericht ganz besonderer Art, in dem der Leser
ebensoviel über Canetti wie über die fremden Orte und
Menschen erfährt, von denen er detailliert erzählt. -- Dieser
Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare
Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Elias Canetti, 1905 im bulgarischen Rustschuk geboren, entstammt
einem sephardischen Elternhaus. Von 1911 bis 1913 lebte er in
Manchester, danach in Wien, Zürich und Frankfurt am Main. In Wien
studierte er Chemie, seinen literarischen Neigungen folgend besuchte er
in dieser Zeit regelmäßig die Vorlesungen von Karl Kraus.
Canetti ist als Romancier, Essayist, Dramatiker, Aphoristiker und
theoretischer Denker bekannt geworden. Er erhielt zahlreiche
Auszeichnungen und Preise, u.a. den Georg-Büchner-Preis (1972) und
den Nelly-Sachs-Preis (1975), 1981 wurde ihm der Nobelpreis für
Literatur verliehen. Elias Canetti starb im August 1994 in Zürich.
Im Fischer Taschenbuch Verlag liegen seine gesammelten Werke vor,
darunter auch seine autobiographischen Schriften »Die gerettete
Zunge. Geschichte einer Jugend«, »Die Fackel im Ohr.
Lebensgeschichte 1921-1931« und »Das Augenspiel.
Lebensgeschichte 1931-1937« sowie der Roman »Die
Blendung« und die Abhandlung »Masse und Macht«.
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Hermann Fürst von Pückler-Muskau
Aus Mehemed Alis Reich Ägypten und der Sudan um 1840
Manesse-Vlg., Stuttgart, 1994
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| Ein
Reisebericht von 1840. Ein wunderbares Lesebuch, das zum Träumen
einlädt. Wer nach Ägypten fährt sollte dies Buch als
Reisebegleiter dabei haben. Ich wollt ich könnt auch so schreiben
... mein Reisetagebücher na ja .... |
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Die Schätze des Pharao.
Heyne, Mchn. (2000)
Taschenbuch
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Die Braut des Nil.
Heyne, Mchn. (2001) |
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Verschwörung am Nil. Heyne, Mchn. (2000)
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Im Schatten des Feigenbaums.
Heyne, Mchn. (2001)
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| Nichts tiefgründiges
... gut zu lesen. Der Mamur Zapt Gareth Owen ist auf der Jagt
nach Bösewichten im kolonialen Ägypten ... Sehr Kolonial und
very British ... ich hab die Bücher auf einem Nilschiff gelesen
auf dem Sonnendeck ... genau richtig .. :-) |
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Barbara Hodgson
Das Lächeln der Vegangenheit
Gebundene Ausgabe - Scherz, Mchn.
ISBN: 3502193169
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Text von Amazon:
Die Autorin, Designerin und Verlegerin Barbara Hodgson hat ein
Buch geschaffen, das durch seine sorgfältige, kostbare Ausstattung
besticht. Sie entführt ihre Leser auf eine Reise in den
geheimnisvollen Norden Marokkos. In einem liebevoll gestalteten
Tagebuch, angereichert mit einer Vielzahl handschriftlicher Notizen,
Fotografien, Skizzen und Faksimiles alter Landkarten, erzählt sie
eine mysteriöse Geschichte. Auf dem
Arm der Reisenden Lydia entwickelt sich eines Tages eine kuriose
Tätowierung. Mit der Zeit erkennt sie darin eine scharf
gestochene, alte Landkarte. Immer mehr erliegt sie ihrem Zauber, bis
Lydia eines Tages verschwindet. Ihre Spur führt in längst
vergangen geglaubte Zeiten. Das zurückgelassene Manuskript dient
ihrem Freund als Reiseführer auf seiner Suche. Ich meine: Ein Buch
schön in der Sprache, aber noch schöner in seiner Ausstattung
und Gestaltung. Für Liebhaber schöner Bücher
empfehlenswert |
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Lieve Joris
Die Tore von Damaskus Piper, Mchn. (2000)
Taschenbuch |
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| Ein schöner und sehr einfühlsame
Beschreibung der Freundschaft der Autorin mit ihrer syrischen Freundin
Hala und die Probleme, die ein Leben in Damaskus mit sich bringen. SEHR
EMPFEHLENSWERT !!! |
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Joris Luyendijk
Die Kinder der Midaq- Gasse. Ein Jahr Kairo
Taschenbuch - Rotbuch Vlg., HH. (2001)
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Joris
Luyendijk lebt ein Jahr in Kairo und studierte an der dortigen
Universität. Es schildert in diesem Buch seine Erlebnisse mit
seinen Altergenossen. Wahrscheinlich liegt hier ein Generationskonflikt
vor, da ich das Buch bei weitem nicht so gut finde wie das Buch von Lieve Joris
(Die Tore von Damaskus). Das viele Gerede
über Sex und Liebe ist nicht so mein Ding ... das Buch hat keinen
so bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen ... aber trotzdem noch
lesenswert ... |
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Der Fluch der Isis.
von Paul Sussman, Angelika Felenda
477 Seiten - Piper
Erscheinungsdatum: Februar 2006
Auflage: 1
ISBN: 3492261647
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Rezensionen Amazon:
Inspektor Khalifa aus Luxor wird zu einer schaurig zugerichteten
Leiche an den Nil gerufen. Gleichzeitig findet man den Londoner
Archäologen Mullray an seiner Ausgrabungsstätte in Sakkara tot auf.
Kostbare Überreste der sagenumwobenen Armee des Kambyses sollen seit
Jahrtausenden unter dem Sand der ägyptischen Wüste verborgen liegen.
War Mullray dem Geheimnis des Wüstenschatzes auf die Spur gekommen?
Die fieberhafte Jagd nach einem Fragment altägyptischer
Hieroglyphen, das den Weg zum Fundort weisen soll, beginnt ... Ein
brillanter Archäologie-Thriller voller Atmosphäre, Intrigen und
Mord.
Über den Autor
Paul Sussman, geboren 1966, studierte in Cambridge Geschichte und
war Mitbegründer der preisgekrönten Zeitschrift Big Issue. Seit 1991
lebt er als Journalist in London. Neben dem Schreiben gehört seine
Leidenschaft der Archäologie. Er hat an zahlreichen Ausgrabungen in
Ägypten teilgenommen und für seinen ersten Roman »Der Fluch der Isis«
drei Jahre im Tal der Könige recherchiert
Meine Meinung: Kein
Meisterwerk der Literatur, aber durchaus spannend. Genau die
richtige Lektüre für eine Nilkreuzfahrt :-) !!
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Der Jakubijan-Bau. Roman aus Ägypten (Gebundene Ausgabe) Alaa Al Aswani
Verlag: Lenos; Auflage: 1 (1. Februar 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3857873817 ISBN-13: 978-3857873812
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Über das Buch
Die Armen wohnen oben, auf dem Dach, in kleinen Kabüffchen,
die ursprünglich als Abstellkammern konzipiert waren. In den
Stockwerken darunter geht es weniger knapp zu. Dort hat ein
durch die Revolution von 1952 teilenteigneter Grundbesitzer
sein Büro mitsamt Liebesnest, ein Chefredakteur seine
Wohnung, ein Neureicher das Domizil für seine Zweitfrau und
viele Ungenannte ihr ganz normales Zuhause. Auf vielfältige
Weise verweben sich die Leben der Bewohner. Das Haus wird
zum Mikrokosmos für Ägypten.
Alaa al-Aswanis Roman stellt vieles dar, was es in Ägypten
gibt, worüber aber nicht häufig - und eigentlich nie in
dieser Direktheit - gesprochen wird. Da kommt der junge Mann
nicht an die Polizeischule, weil sein Vater nur Türhüter
ist. Da hält sich der wohlhabende Journalist einen armen
Oberägypter als Bettgenossen. Da predigt der eine Geistliche
für die Regierungspolitik, der andere für den Terror. Da
bereichern sich manche schamlos mit den zweifelhaftesten
Geschäften. Da wird das junge Mädchen, das für seine Familie
sorgen muss, von allen Arbeitgebern systematisch belästigt.
Da träumt der ehemalige Aristokrat von vorrevolutionären,
besseren Zeiten. Da wird im Bereich der Politik geschmiert,
geschnüffelt und gefoltert. Da wird eben das tägliche Leben
Ägyptens gezeigt.
Das Buch, das man gelesen haben muss !!!!
siehe auch:
»
Die
Zeit, 8.3.2007
»
Deutschlandfunk, 15.3.2007
»
Poetenladen.de, 15.3.2007
»
Interview mit al-Aswani (qantara.de)
»
Österreich, 14.4.2007
»
Badische Zeitung, 5.5.2007
»
Tages-Anzeiger, 7.5.2007
»
Landbote, 10.5.2007 (Interview mit al-Aswani)
»
Neue Zürcher Zeitung, 12.5.2007
Das Buch wurde auch verfilmt (die teuerste und aufwendigste
ägyptische Produktion seit Jahren!!!)
http://www.amazon.com/Yacoubian-Building/dp/B000VEOTF2/ref=pd_bbs_sr_2?ie=UTF8&s=dvd&qid=1196156337&sr=8-2
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Die letzte Sure
Zoe Ferraris
Pendo Verlag; Auflage: 1 (7. August
2007)
ISBN-10: 3866121296
ISBN-13: 978-3866121294
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Rezension von Amazon:
Kurzbeschreibung
Ein junges Mädchen, das in der Wüste ertrinkt und ein
Ermittler, der nicht ermitteln darf. In einem entlegenen Wadi im
endlosen Sandmeer der Rub-al-Chali-Wüste Saudi-Arabiens wird die
Leiche eines schwangeren jungen Mädchens aus reichem Hause
gefunden. Doch wie kommt man dem Ver-brechen auf die Spur in
einem Land, das durch die Scharia ge-prägt ist? In dem jeder
Kontakt zwischen jungen Männern und Frauen unterbunden wird und
eine uneheliche Schwangerschaft Schande über die gesamte Familie
bringt? Nayir, ein Freund der Familie, den der verzweifelte
Bruder des Mädchens um Hilfe bittet, merkt schon bald, dass er
alle Tabus seines Landes und seines Glaubens brechen muss, um
den Fall zu lösen.
Ich gebe zu, dass ich immer fauler werde :-), aber unter
http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=4182
findet ihr ein Rezension, der ich nichts hinzusetzen habe
Meine Meinung: Ein Buch, das man gelesen haben sollte.
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Häuser hinter den Bäumen. Roman aus Ägypten
Muhammad al- Bissati
Verlag: Lenos; Auflage: 1 (Februar 2005) ISBN-10: 3857873612 ISBN-13: 978-3857873614
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Klappentext
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich.
An einem brütend heissen Markttag ist Mussaad, ein Metzger in
einer Provinzstadt im Nildelta, im Gewühl des Suks unterwegs zum
Laden seines Kollegen Barakat, um den Kopf von dessen Sohn Âmir
zu verlangen. Drei Tage zuvor hatte er den jungen Mann, der
wegen der Gewalttätigkeit seines Vaters praktisch bei ihm
aufwuchs und sein Ziehsohn wurde, zusammen mit seiner Frau
Saadîja ertappt. Die ganze Stadt weiss um das Drama und hält den
Atem an - in Erwartung, dass Mussaad beide umbringen wird, um
seine Ehre wiederherzustellen. Zu Hause bewacht unterdessen
Mussaads Schwester ihre Schwägerin, eine Fremde, die während des
Sueskriegs als Flüchtling in die Stadt kam und auf die sie wegen
ihrer aussergewöhnlichen Schönheit und Ausstrahlung eifersüchtig
ist. Dreist bemächtigt sie sich umgehend der Kleider und des
Schmucks der Todgeweihten.
Meine Meinung: Ein lesenswertes Buch aus Ägypten, in
dem die Spannung bis zum Ende bestehen bleibt.
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Der Fundamentalist, der keiner sein wollte
von Mohsin Hamid (Autor), Eike Schönfeld (Übersetzer)
Verlag: Hoffmann und Campe (März 2007) ISBN-10: 3455400477 ISBN-13: 978-3455400472
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Klappentext
Übersetzt aus dem Englischen von Eike
Schönfeld. Lahore. In einem Cafe sitzen sich ein mitteilsamer
Pakistani und ein zurückhaltender Amerikaner gegenüber. Als
langsam die Nacht über die Stadt hereinbricht, enthüllt der
Pakistani immer mehr Details seiner Lebensgeschichte, und
allmählich ahnt man das Drama, das sich zwischen den beiden
Männern anbahnt. Der Pakistani Changez erzählt, wie er als
junger, ehrgeiziger Gaststudent nach Princeton kommt und wie er
den amerikanischen Traum par excellence erlebt. Als
Vorzeigestudent wird er nach seinem Abschluss sofort von einer
Elite-Firma engagiert. Er stürzt sich ins pulsierende Leben New
Yorks, erhält durch seine reiche Freundin Erica Zugang zu
Manhattans High Society und wähnt sich auf der Seite der
Gewinner. Aber nach dem 11. September fällt der Traum vom
unaufhaltsamen Aufstieg langsam in sich zusammen. Plötzlich
erscheint Changez die Bindung an seine Heimat stärker als Geld,
Macht und Erfolg. All dies erzählt der Pakistani dem einsilbigen
Amerikaner, dessen Motivation an dem Gespräch im Dunkeln bleibt.
Allein im Spiegel des Erzählers zeichnet sich ab, dass der
grausame Höhepunkt der Geschichte kurz bevorsteht.
Meine Meinung: sie auch
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-423/i.html?PHPSESSID=.
Sollte man gelesen haben um zu verstehen, wie sich der Westen
mit den Ländern des Islam auseinandergelebt hat
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Nachtschmetterlinge
Mohsin Hamid
ISBN-10: 3423243015 ISBN-13: 978-3423243018
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Klappentext:
Es ist Sommer in Lahore, Sommer 1998, und manchmal wackelt
die Erde, weil unter ihrer Oberfläche Atombomben getestet
werden. Der 29jährige Daru hat allerdings ganz andere Probleme,
nachdem er seinen gut bezahlten Job bei einer Bank durch eigenes
Verschulden verloren hat. Seitdem er die Stromrechnung nicht
mehr bezahlen kann, sitzt er schwitzend und bei Kerzenlicht in
seiner heruntergekommen Bude und raucht alles, was er kriegen
kann. Gleichzeitig mit dem Anschluß an den Stromkreis verliert
Daru zunehmend den Kontakt zur Handy-Elite der Stadt, die ihre
Partys stets hinter gesicherten Mauern feiert.
Da will ihm schließlich auch sein alter Freund Ozi, der,
zusammen mit seiner schönen Frau Mumtaz gerade aus Amerika
zurückgekehrt ist, schließlich nicht mehr helfen, vor allem als
er erfährt, daß Daru seit neuestem sein Geld mit Drogen verdient
und damit, sozial gesehen, endgültig die Seiten gewechselt hat.
Nur die schöne Mumtaz ist fasziniert von Daru, und Daru von ihr
– wie die Motten flattern sie des Nachts im Licht ihrer
ehebrecherischen Anziehung. Und während Mumtaz unter falschem
Namen politische Skandale aufdeckt, gerät Daru zusammen mit
seinem Partner, dem Drogendealer und Rikscha-Betreiber Murad,
immer weiter auf die schiefe Bahn.
Ein Roman über die Fragen der Moral vor dem Hintergrund einer
Gesellschaft, die zwischen inhaltsloser, extravaganter
westlicher Dekandenz auf der reichen und zunehmendem
Fundamentalismus auf der armen Seite politisch ein immer
gefährlicheres Spiel spielt.
Meine Meinung: Ob der Roman im heutigen Pakistan
noch Gültigkeit hat wage ich zu bezweifeln. Das zweite Buch, das
Mohsin Hamid beschrieben hat "Der Fundamentalist, der keiner
sein wollte" ist meiner Meinung nach lesenswerter,
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Die Nacht der Kalligraphen
Yasmine Ghata
Verlag: Ammann; Auflage: 1 (Februar 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3250600865 ISBN-13: 978-3250600862
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Kurzbeschreibung
Rikkat stirbt, einen Tod, sanft wie das Eintauchen der Fasern
ihres Rietrohrs in die Tinte und schneller als die Tinte ins
Papier einziehen kann. Und im letzten Blick zurück, im Angesicht
der Leere und des Nichts, erzählt sie die Geschichte ihres
Lebens. Eines Lebens als Kalligraphin, als einzige Frau unter
den altehrwürdigen, dienstbaren Protokollanten des Gottesworts.
Eines Lebens in Zeiten des Umbruchs, während Atatürk die Türkei
modernisiert und mit dem Islam bricht, die arabische Schrift
abschafft und die traditionelle Kalligraphie ihrer Glorie
beraubt. Eines Lebens, gekennzeichnet von Trennungen und von
Verlusten, manche ersehnt und viele schmerzhaft. Wenn Männer
gehen, der Sohn sie verläßt, findet Rikkat Trost und Kraft im
Schreiben, im sorgsamen Umgang mit Feder und Tinte, im sanften
Streichen der Fingerspitze über endlose Arabesken auf feinstem
Papier.Yasmine Ghata zeichnet das Bild einer beeindruckenden
Frau in einer unruhigen Zeit, im Niemandsland zwischen Tradition
und Erneuerung, zwischen Mystizismus und Realität.
Über den Autor
Yasmine Ghata, 1975 in Frankreich geboren, studierte Islamische
Kunstgeschichte, arbeitet für eine Pariser Galerie und ist
spezialisiert auf die Erstellung von Expertisen für islamische
Kunst. In ihrem ersten Roman Die Nacht der Kalligraphen erzählt
sie die Lebensgeschichte ihrer Großmutter, einer der wenigen
Kalligraphinnen in der türkischen Geschichte
Meine Meinung:
Ein Buch, eigentlich für "das
besondere Buch". UNBEDINGT LESEN !!
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Vergiss Ägypten: Ein Reiseroman
Barbara Frischmuth
Aufbau-Verlag; Auflage: 2., Aufl. (März 2008) ISBN-10: 3351032277 ISBN-13: 978-3351032272
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Beschreibung Amazon:
Kurzbeschreibung
Je öfter Valerie das Land am Nil
besucht und je mehr sie über Zeiten, Völker und mystische Traditionen erfährt,
umso begieriger ist sie, hinter den bloßen Augenschein zu kommen. »Vergiss
Ägypten, wenn du etwas über Ägypten schreiben willst«, rät ihr die Freundin
Lamis, »denk lieber an Ägypter.« Sie meint die unbekannte Vielfalt von
orientalischen Lebensentwürfen, der man von Alexandria bis Luxor begegnet.
Valerie denkt auf ihren Erkundungsfahrten auch an Abbas, den einstigen
Geliebten. Wenn sie Europäerinnen trifft, die Ägypter geheiratet haben, beginnt
sie sich zu fragen, wie ihr eigenes Leben ausgesehen hätte, wäre sie Abbas
damals gefolgt. Begierig sammelt sie die Geschichten dieser anderen Frauen und
findet immer neue Variationen der eigenen darin wieder.
Über den
Autor
Barbara Frischmuth, geb. 1941, lebt in Altaussee (Steiermark).
Längere Auslandsaufenthalte in der Türkei, in Ungarn, Ägypten, Großbritanien,
China, Japan, den USA. Zuletzt erschienen »Die Entschlüsselung« und »Der Sommer,
in dem Anna verschwunden war« sowie die literarischen Gartenbücher »Fingerkraut
und Feenhandschuh«, »Löwenmaul und Irisschwert« und »Marder, Rose, Fink und
Laus«.
Merine Meinung:
Ein sehr schöner Buch, dass durchaus gelesen werden sollte. Es ist kein
"Fastfood-Buch", sondern eine Reiseroman, der durchaus Tiegang hat.
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Die Türkin von Martin Mosebach
Dtv (Juli 2008) ISBN-10: 342313674X ISBN-13: 978-3423136747
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Amazon zu Inhalt und Author:
Kurzbeschreibung
Ein strebsamer Jungakademiker, am Beginn einer großen
Karriere, ist voll unerklärlicher Melancholie. Da
begegnet er in einer Wäscherei einer jungen türkischen
Frau. Sie ist von schlichter, leiser Schönheit, doch
sofort ist sie unauslöschbar in seine Gedanken
eingedrungen - es ist der Beginn einer Leidenschaft, die
seine Phantasie wie nichts zuvor entfesselt. Aber das
Mädchen ist nicht frei; eine ehrbewußte Familie wacht
über sie. Kaum daß sie dem jungen Mann näher gekommen
ist, wird sie gezwungen, nach Hause an die Küste Lykiens
in die Türkei zurückzukehren. Der junge Mann läßt alles
hinter sich und folgt ihr nach. -- Dieser Text
bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare
Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am
Main, lebt dort als Schriftsteller nach dem Studium der
Rechtswissenschaften. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.
Auszeichnungen: 1980 Förderpreis der
Jürgen-Ponto-Stiftung, 1999 Heimito-von-Doderer-Preis
und 2002 Heinrich-von-Kleist-Peis, 2006 Großen
Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen
Künste, 2007 Georg-Büchner-Preis.
Meine Menung:
Sprachgewaltig geschrieben, wenn auch nicht wirklich viel
passiert. In der Realität habe ich leider noch nie eine
solche Liebesgeschichte (oder Gefühlsdarlegung) erlebt.
Deshalb gibt es auch Literatur dafür :-).
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