Arabisch auf Reisen – für sehr Mutige…. 🙂

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1. Ein paar Worte an den Anfang
1.1 Eine kleine Einführung …
1.2 Die Geschichte der arabischen Sprache
1.3 Warum sich mit Arabisch beschäftigen ????
2. A bisserl Grammatik
2.1 Das Alphabeth
2.1.1 Eine Übersicht
2.1.2 Das komplette Alphabet
2.1.3 Sonderzeichen
2.2 Arabisch – eine Konsonantenschrift und Sprache
2.3 Wie wird ein Wort gelesen ??
3. Jetzt geht’s los
3.1 Was man immer braucht …
3.2 Hallo !
3.3 Höflichkeit
3.4 Situationen
3.4.1 Auf Reisen allgemein
3.4.2 Am Zoll und an der Grenze
3.4.3 Hotel und Unterkunft
3.4.4 In der Stadt
3.4.5 Im Café
3.5.6 Wir gehen essen
3.4.7 Shopping 🙂
3.4.8 Hallo ! Taxi !!
3.4.9 Telefonieren
3.4.10 Auf der Post
3.4.11 Die Polizei
3.5 Themenbereiche
3.5.1 Religion
3.5.2 Farben
3.5.3 Das Wetter
3.5.4 Die arabischen Zahlen
3.5.5 Masse und Gewichte
3.5.6 Die Jahreszeiten, Monate und Wochentage
3.5.7 Die Tageszeiten
3.5.8 Wie spät ist es ?
3.5.9 Familie
3.5.10 Die Richtungen und Himmelsrichtungen
3.5.11 Der Körper
3.5.12 Islamische Feste
4. Einige Links, die weiterhelfen könnten

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1.Ein paar Worte an den Anfang

Dieser kleine Sprachführer (auch als Download zu haben) soll allen helfen, die sich in arabische Länder begeben. Ein paar nette (wenn auch gestammelte und grammatikalisch im Nirwana liegende Sätze, Phrasen u. dgl. öffnet die Herzen der Menschen, denn die meisten rechnen nicht damit dass sich der „Normaltourist“ mit Sprachkenntnissen wappnet. In den Geschäften und beim Arzt, in den Hotels und Banken kommt man auch mit Englisch oder mit Französisch durch, aber es zeigt ein gewisse Höflichkeit und Interesse ein paar nette Sätze sagen zu können. Glaub ja nicht mit dem, was jetzt kommt Konversationen über die Weltraumtechnologie und der politischen Lage in Lichtenstein referieren zu können … wenn ihr das wollt … lernt die Sprache von Grund auf und in ein paar Jahren (Jahrzehnten …) werden wir wieder von einander hören ….

Aber einen Kaffee oder Tee könnt ihr bestellen. Ihr werdet auch nicht Schreiben lernen – eine Kunst für sich aber ich zeige Euch die Grundkenntnisse der Schrift und wie man Sie lesen kann – so dass Ihr wenigstens mal ein Straßenschild oder ähnliches lesen könnt – ob ihr es dann auch versteht ist eine andere Sache … :-).

Damit auch zur (nachfolgenden) Sache. Bei den Wörtern und Phrasen habe ich auf die arabische Schrift verzichtet und eine vereinfachte Lautschrift verwendet, die ungefähr das trifft, wie es ausgesprochen wird. Da einige Laute im Deutschen nicht vorkommen ist die Sache eine Annäherungsangelegenheit ….aber es trifft zu 85% zu …..
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1.1 Eine kleine Einführung …

Arabisch ist die Sprache einer reichhaltigen Kultur, die eine Jahrhunderte lange Tradition hat. Arabisch ist die Sprache, so wird es im Islam gelehrt, in der Mohammed den Koran von Allah empfangen hat. Sie ist die Sprache großer Philosophen und Gelehrter. Eine ganze Ära von Gelehrten hat z.B. in Spanien, Arabisch als Sprache der Kommunikation in Wort und Schrift verwendet (In Europa des Mittelalters war es Latein und heute ist es Englisch). Arabisch schwang sich zu ungeahnten Höhen auf.

20917082 Arabisch wird von fast 200 Millionen Menschen gesprochen und im täglichen Leben verwendet. Es ist die Sprache des Islams dem mehr als 600 Millionen Menschen angehören und somit die verbindende Sprache aller Muslime in aller Welt ist. Nur das Studium des Korans in der Sprache Mohammeds ist von Bedeutung. Durch die Übersetzung des Wortes Gottes in eine Fremdsprache geht der Sinn und die Relevanz des Wortes verloren. Somit ist für den gläubigen Moslem in Indonesien oder Kanada Arabisch, das sogenannte klassische Arabisch, nach wie vor die Sprache, die zu erlernen ist, um in das Verständnis des Islams vorzustoßen.

Die heutige arabischen Sprache, wie diese gelehrt wird, ist im Prinzip eine Kunstsprache, die aus den o.g. Quelle schöpft und Eingang in die Medien und den Unterricht gefunden hat. Sie ist auch das verbindende Glied, das die Dialekte der einzelnen Regionen überbrückt. Dieses Arabisch (im Englischen auch sehr treffend Modern Standard Arabic MSA genannt) erlangt für die arabischen Länder eine immer größere Bedeutung um wird von vielen modernen Arabern schon heute als die einzige Sprache betrachtet.
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1.2 Die Geschichte der arabische Sprache
Arabisch wird zur Familie der semitischen Sprachen gerechnet (ohne eine weitere differenzierte Unterteilung vorzunehmen) Andere Familienmitglieder dieser Sprachengruppe sind z.b. Hebräisch, Akkadisch (eine „tote“ Sprache), die semitischen Sprachen von Äthiopien und Aramäisch. Im Norden und im Zentrum der arabischen Halbinsel wurden Inschriften gefunden, die in die Zeit von ca. 50 v. Chr. Bis 50 n. Chr. fallen und als Vorläufer der arabischen Sprache angesehen werden können. Sie können als Vorarabisch betrachtet werden (Hat mit Arabisch soviel zu tun wie frühes Mittelhochdeutsch mit dem heutigen Deutsch) und wird innerhalb der semitischen Sprachgruppe als eigener Zweig geführt.

Die früheste Manifestation der arabischen Sprache ist ein Grabstein, der in Syrien gefunden wurde und auf 328 n. Chr. Datiert wird. Um 600 n. Chr. Können die Dialekte schon in eine westliche und eine östliche Gruppe unterteilt werden. Zu dieser Zeit wurden Gedichte in mündlicher Tradition weitergegeben. Diese werden aber erst im 8. Jahrhundert schriftlich fixiert. Die Sprache dieser Gedichte entsprach nicht mehr der Volkssprache, sondern wird als eine Art Hochsprache betrachtet, die in der Poesie Verwendung fand.

44613473 Im 7. Jahrhundert wurde nach islamischer Lehre Mohammed der Koran offenbart. Diese mündliche Offenbarung wird erst später schriftlich fixiert. Der Koran, ist abgesehen von einigen Inschriften, Grabsteinen und Münzen das erste große Dokument in arabischer Sprache. Er ist im westlichen Dialekt von Mekka niedergelegt worden. Die genaue Betonung und die Regeln der Rezitation des heiligen Buches des Islams wurde erst durch Irakische Gelehrte ein Jahrhundert nach der schriftlichen Niederlegung beendet. Bis auf einige minimale Änderungen gelten diese Regeln bis heute.

Es wurde zur Gewohnheit offizielle Urkunden, Verträge und Vereinbarungen in „koranischem Arabisch“ niederzulegen, während sich die Volksschrift und Sprache teilweise komplett anders entwickelte. In der Poesie galt war die Form der mündlichen Überlieferung noch dominierend, bis auch hier die schriftliche Fixierung stattfand. Es entstanden dann auch so Werke wie die „Märchen aus 1001 Nacht“.
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1.3 Warum sich mit Arabisch beschäftigen ????
Die Vereinten Nationen haben 1974 Arabisch als sechste offizielle Verkehrssprache zugelassen. 19 Länder der Welt geben Arabisch als ihre offizielle Landessprache an und für viele Länder der Welt hat die Sprache als „Zweitsprache“ große Bedeutung. Für alle Muslime in der Welt ist die das die liturgische Sprache.

Ereignisse aus dem Nahem Osten stehen immer im Brennpunkt der Weltinteresse und beeinflussen unser Leben. Fundamentalismus, Islamismus und Schlagworte dieser Art wandern unreflektiert durch die Presse. Der Golfkrieg und die damit verbundenen Berichte der Medien haben uns die Bedeutung den Nahen Osten ins Gedächtnis gerufen.

Die (absolut unbegründete) Angst vor dem Islam wird oft beschworen. Nur das Verständnis der Sprache kann auch Verständnis für die Menschen bedeuten. Besonders in der „Funktion“ als Tourist kommt man immer wieder mit den Menschen einer Region in Berührung, die einige der ältesten Zivilisationen der Welt hervorgebracht hat und mit die schönsten Altertümer überhaupt hat. Ein paar „Brocken“ dieser Sprache öffnet die Herzen der Menschen.

Und noch ein letztes…. wir Leben in einer Welt der Globalisierung (ob wir wollen oder nicht), in der Fremdsprachen eine immer größere Bedeutung erlangen werden … Also es gibt viel zu tun …. lassen wir es liegen ????

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2. A bisserl Grammatik

2.1 Das Alphabet

2.1.1 Eine Übersicht
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2.1.2 Das komplette Alphabet
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1 – wir sehen es gibt 28 Buchsteben – und nicht wie oft gemeint ewig viele ….
2 – und jeder hat einen Namen 🙂
3 – die Laute geben nur eine Annäherung an – ich verwende für Laute, die im arabsichen eine Lautannäherung haben den entsprechenden deutschen Buchstaben, der dem Laut am nächsten kommt – also können verschiedene arabische Buchstaben mit dem gleichen deutschen Lautpendant versehen sein
4 – eine vereinfachte Form der Umschrift, wie ich sie auch nachfolgend gebrauchen werde
5 – Jetzt kommt das Problem – viele Buchstaben nehmen eine andere Form an – abhängig davon, ob sie am
* Alleinstehend sind
* Am Wortanfang stehen (und es kommt noch was nach)
* In der Mitte eines Wortes stehen (links und rechts steht auch noch was)
* Oder am Ende eines Worte sind (es kommt nichts mehr nach …) —> siehe 2.3
6 – Es gibt Laute – und das macht die Sache auch nicht leichter, die wir im Deutschen nicht kennen. Man soll dieses Problem nicht unterschätzen – viele können nicht mal das th im Englischen auf die Reihe bekommen … 🙂

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2.1.3 Sondezeichen
Noch einige Sonderzeichen, die nicht im Alphabet extra auftauchen:

Das sog. Ta marbuta (ein T-Laut) zu Kennzeichnung der Femininendung (wie ein ö)
Das Hamza auf einem Buchstaben (der kleine Hacken), wirkt wie ein Stimmabsatz (Post’amt)
Das Madda wird geschrieben, wenn zwei Alifs aueinanderfolgen (langer Strich auf dem Alif)

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2.2 Arabisch – eine Konsonantenschrift und Sprache und wird von rechts nach links geschrieben und gelesen …
Arabisch wird von rechts nach links gelesen und geschrieben. Warum? Eine Theorie sagt, dass das rechts nach links Schreiben ermüdungsärmer wäre wie das andere … ich kanns echt nicht sagen …. aber wer Arabisch lernt muss sich damit abfinden, dass die Schreib- und Leserichtung anders läuft.

Arabisch ist wie alle semitischen Sprachen eine Konsonantensprache. Was heisst das? Es werden nur die langen Vokale geschrieben. Und die kurzen? Die müssen gewußt (gelernt) werden. Ein Araber, der seine Sprache von Kindes an gelernt hat weiss einfach wo ein kurzes i oder u oder a gesprochen wird – wir müssen es lernen (ein guter Versuch ist es ein a zu verwenden – aber man kann damit auch echt daneben liegen).

Beim Erlernen der Sprache und bei Kinderbüchern (dienen ja auch zum Erlernen) werden meist die Kurzvokale in Form von Hilfszeichen auf das Wort gesetzt. In Zeitungen, Büchern etc. entfallen diese Zeichen. Folgende Kurzvokale und Langvokale können somit in der Sprache und Schrift gefunden werden:
index2

2.3 Wie wird ein Wort gelesen ??
Also – wie gesagt erst mal von rechts nach links .. Erst die entsprechende Verbindung der Buchstaben ergibt das (kalligrafisch schöne) Wort.

 art02 arab-r1

(Schukran = Danke – kurzes u und kurzes a)oder

0609
(Jaum = Tag)

und was ist das ????

cloa
KuKa Kula !!

Ich weiß … es ist nicht einfach aber mal üben ….

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3. Jetzt geht’s los

3.1 Was man immer braucht …

3.2 Hallo !

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3.3 Höflichkeit

Frohes Fest ! aid Mubarak
Das ist wunderbar mah sallah
Mein Beileid ml-barakah fikum
Geburtstagswünsche ! aid milad saiid

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3.4 Situationen

3.4.1 Auf Reisen allgemein

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3.4.2 Am Zoll und an der Grenze

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3.4.3 Hotel und Unterkunft

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3.4.4 In der Stadt

Wo ist das Stadtzentrum ? aina juschad wasatul madinah
Wo ist die Alt Strasse ? aina juschad schaira-l-ali
Wo ist der Opernplatz aina juschad maidan al opera
Wo finde ich ein Restaurant ? aina juschad matahm
Wo ist ein Hotel aina juschad funduk
Wo ist der Bahnhof aina juschad maktab al safr
Wo ist eine Bank aina juschad bank
Wo ist ein Krankenhaus aina juschad mustaschafa
Wo ist ein Postamt aina juschad maktab barid

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3.4.5 Im Café (siehe 3.4.6 Wir gehen essen)

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3.4.6 Wir gehen essen

Bitte ein Glas …. min fadlika findschan ….
Bitte eine Tasse … min fadlika kuban ….
Ich möchte bitte … ana uridu minfalika ….
Herr Ober … ya garcun min fadlik …
Auf dein Wohl fi sihatik
Bezahlen bitte ! al hisab min fadlik
Das ist für Sie hasa laka
Bar bar Reis urz
Bier bira Suppe schurba
Brot chubz Wasser ma’ah
Butter zubda Paprika filfil
Essig hall heiß haar
Fisch samaka kalt barid
Nudeln macaroni Kartoffeln batatis

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3.4.7 Shopping 🙂

Wo ist der Markt ? aina judschdu as-suk
Ich möchte … uridu …
Was kostet es ? bikam
Haben Sie …. ? hal aindakum ….
Geben Sie mir bitte …. a tini min faslika …

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3.4.8 Hallo ! Taxi !!

Wo ist ein Taxi ? ayna taksi
Zum Bahnhof ila maktab al safr
Zum Hotel ila funduk
In die Nil-Straße bitte ! ikla schära al-nil
Wie viel kostet es nach Kairo bitte ? kKam iludschura min fadlika
Das ist für Sie hatha laa

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3.4.9 Telefonieren

Telefon telefon
wählen rakkaba raqam

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3.4.10 Auf der Post

Wo ist die nächste Post? aina aqrab mabtab
Was kostet ein Brief nach Deutschland bikam ar-risala ila almanija
Was kostet eine Briefmarke ? bikam tabai’u-l barid
Packet tard
Schalter schubäk

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3.4.11 Die Polizei

Wo ist das nächste Polizeirevier bitte ? aina arabu kisim li-schurti
Mit ist gestohlen worden (mein Geld) surikat (nukudi)
Ich habe verloren (meine Handtasche) adatu (hakibat jadi)
Belästigen akasa
Dieb sarikun
Polizist schurti
Richter qadin
Gefängnis schischun

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3.4.14 Auf der Bank

Ich möchte Mark wechseln urid sarf markat
Ich möchte Dollar wechseln urid sarf dollarat
Die Unterschrift bitte al-imda min falik
Hier ist der Reisepass ha hua jauwäs a-safr
Geld fulus oder nukud
Euroscheck iruschik
Währung imlatun

3.5 Themenbereiche

3.5.1 Religion

Im Namen Gottes *) – bis mi allahGott sei Dank **) al hamdu il llah

Bei Gott ***) – wa l lahi

Das ist Vorsehung – maktub

arab-r1

*) Oft wird dies vor der Ausführung einer (religiösen) Tätigkeit (beten) gesagt
**) Hört man in arabischen Ländern alle 3 – 5 Minuten :-))
***) Schwur

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3.5.2 Farben

 

Rot al qamar
Blau al asfar
Grün al ahdar
Gelb al azraq
Weiss al abyad
Schwarz al awad

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3.5.3 Das Wetter
index3
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3.5.4 Die arabischen Zahlen

mec_05 Wie kommt es nun denn, dass wir von arabischen Zahlen und Ziffern sprechen und diese dann doch keine Ähnlichkeit mit den in den arabischen Ländern verwendeten Zahlen haben?

Die Ehre der „Erfindung“ der ersten Zahlenschrift mit der Basis Zehn gehört Indien – Um genau zu sein Nordindien und das schon vor ca. 1500 Jahren. Um die Sache etwas abzukürzen (die Sachlage ist sehr kompliziert): arabische Gelehrte haben durch wissenschaftliche Kontakte nach Indien (insbesondere fand ein recht reger Austausch im Bereich der Astronomie statt) die Zahlen in die arabische Länder Importiert.

Um etwas exakter zu sein geschah dies in Bagdad um 773 n. Chr. (entspricht 156 der Hedjra) durch den Gelehrten Ibrahim al-Fassari. Dieser übersetzte im Auftrage des Kalifen ein indische Astronomieabhandlung.

Die Synthese griechischer und indischer Wissenschaft (mit babylonischen Erkenntnissen gewürzt) legte den Grundstein der arabischen Gelehrsamkeit und Wissenschaft, die in der Zeit vom 8. bis zum 12. Jahrhundert die glänzenste Periode erlebte.

Das arabische Reich teilte sich im 13. Jahrhundert in zwei Teile – der ostarabische Teil mit seinem Zentrum Bagdad und Damaskus und der westarabische Teil mit seinem kulturellem Zentrum in Cordova.

So nahmen auch die Zahlen zwei unterschiedliche Entwicklungen. Die westarabische Ausprägung und die ostarabische Ausprägung.

arab-zahl1

Der deutsche Gelehrte Gerbert de Aurillac (945 geboren) rechnet als erster mit arabischen Ziffern, die er in der spanischen Grenzmark kennengelernt hat – also mit den Zahlen „Westarabiens“. Diese fanden sehr schnell Eingang in die europäischen Gelehrtenstuben – die Null wurde erst im 12. Jahrhundert in die westliche Mathematik eingeführt („Null“ oder „leer“ ist die arabische Übersetzung des (indischen) Sanskritwortes sunya , welches die gleiche Bedeutung hat).

Kurz nach der Übernahme durch Gerbert „starb“ die westarabische Schreibweise der Ziffer aus und wir sind auf der ostarabischen Schreibweise der Ziffer „sitzengeblieben“ .

Die heutigen zahlen des „Abendlandes“ Die heutigen Zahlen des „Morgenlandes“ Aussprache:
1 ١ wahid
2 ٢ ithnan
3 ٣ thälätha
4 ٤ araba‘
5 ٥ chamsa
6 ٦ sitta
7 ٧ saba
8 ٨ thämänia
9 ٩ tisa
10 ١٠ aschara
0 ٠ sifr

١٩٩٩ = 1999
٢٠٠٠ = 2000
Und hier noch einige weitere Zahlen

 

11 ahada-aschar 1.000 afl
12 ithna-aschar 2.000 alfan
13 arabata-aschar 3.000 thäläthatu-alaf
14 hasata-aschar 4.000 arabatu-alaf
15 haamsata-aschar 5.000 hamsatu-alaf
16 sittata-schar 6.000 sittatu-alaf
17 sabata-aschar 7.000 sabatu-alaf
18 thämaniata-aschar 8.000 thamaniatu-alaf
19 tisata-schar 9.000 tsisatu-alaf
20 ischrun 10.000 arschatu-alaf
30 thalathun 20.000 ischruna-alfa
40 arabaun 30.000 thäläthuna-alfa
50 hamsun 40.000 arabauna-alfa
60 sittun 50.000 hamsuna-alfa
70 sabun 60.000 sittuna-alfa
80 thämänun 70.000 sabauna-alfa
90 tisun 80.000 thämänuna-alfa
100 mia 90.000 tisuna-alfa
200 miatan 100.000 miatu-alf
300 thälatum-mia 200.000 maita-alf
300 arbaum-mia 300.000 thäläthuna-alf
500 hamsum-mia 1.000.000 miliun
600 sittum-mia 1.000.000.000 biliun
700 sabun-mia
800 thämänium-mia
900 tisum-mia

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3.5.5 Masse und Gewichte

 waage Millimeter – millimitr
Zentimeter – santimitr
Meter – mitr
Kilometer – kilomitr
Meile – mil(un)
Quadratmeter – mil burabba
Liter – litr
Gramm – gram
100 Gramm – miat gram
Kilogramm – kilugram
Pfund – ratl(un)

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3.5.6 Die Jahreszeiten, Monate und Wochentage

Woche = usbua
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
al ithnain al thuslatha al arbiya alhamis al-dschumah as-sabt al ahad
 calig12 Sonnenjahre, wie wir sie benutzen, haben den Nachteil, nicht einfach beobachtbar zu sein, sondern lange Zeiträume zu ihrer Festlegung zu benötigen. Dagegen sind die Phasen des Mondes, insbesondere die erste Sichtbarkeit des Mondes nach Neumond, sehr einfach und schnell zu beobachten. Die ersten und einfachsten Kalender definierten deshalb ein Mondjahr, bestehend aus in der Regel 12 synodischen Monaten. Ein synodischer Monat ist die Zeitspanne von Neumond zu Neumond und dauert 29.5306 Tage. Weil aus praktischen Gründen ein Monat eine ganze Anzahl von Tagen enthalten sollte, wurde meist zwischen Monaten mit 29 und 30 Tagen abgewechselt. Ein Jahr aus je sechs dieser Monate enthält 354 Tage, ist also um 0.3672 Tage zu kurz gegenüber dem wahren Mondjahr. Mondkalender müssen deshalb etwa alle drei Jahre einen Schalttag hinzufügen, um mit den Mondphasen im Gleichtakt zu bleiben. Ein Gleichlauf mit den Jahreszeiten wird bei einem reinen Mondkalender nicht angestrebt.

Ein gebundenes Mondjahr oder Lunisolarjahr ist der Versuch, Mondphasen und Jahreszeiten in Einklang zu bringen. Dieses gelingt durch das zusätzliche Einfügen von Schaltmonaten. Hierfür wurden historisch verschiedene Schemata versucht. Die beste bekannte Lösung wurde vom Griechen Meton 432 v.Chr. gefunden, war aber offenbar vorher auch anderen Kulturen bekannt. Der Metonische Zyklus umfaßt insgesamt 235 Monate, davon sind 125 Monate voll (d.h. sie haben 30 Tage) und 110 Monate sind hohl (mit 29 Tagen). Die Monate sind in 12 Gemeinjahre mit je 12 Monaten und 7 Schaltjahre mit je 13 Monaten zusammengefaßt. Der Zyklus enthält 6940 Tage, während 225 synodische Monate 6939.688 Tage dauern und 19 tropische Jahre 6939.602. Der Unterschied zwischen Sonnen- und Mondlauf während eines ganzen Metonischen Zyklus beträgt also nur 0.0866 Tage, so daß sich Finsternisse im Metonischen Zyklus mit großer Genauigkeit wiederholen.

Die Jahreszählung des islamischen Kalenders beginnt mit Mohammeds Auswanderung (der Hidjra) nach Medina am 15. oder 16. Juli 622 n.Chr im Julianischen Kalender. Welcher der beiden Tage zutrifft, ist umstritten. Jahreszahlen in dieser Zählung werden häufig durch den Zusatz ‚Anno Hegirae‘ (Abk. A.H.) gekennzeichnet.

Für zivile Zwecke wird ein reiner, fester Mondkalender mit einem Gemeinjahr zu 354 Tagen und 12 Monaten mit abwechselnd 30 und 29 Tagen verwendet. In einem Zyklus von 30 Jahren treten 11 Schaltjahre zu 355 Tagen auf, in denen der zwölfte Monat 30 statt 29 Tage hat. Allerdings sind zwei unterschiedliche Gliederungen des 30jährigen Zyklus im Gebrauch, die in 348 der insgesamt 360 Monate des Zyklus zu einer eintägigen Differenz im Datum führen. In jedem Fall bewegt sich der Jahresanfang des festen islamischen Kalenders in 33 Jahren durch die Jahreszeiten.
Für religiöse Zwecke wird der Monatsanfang nicht nach den Regeln des festen Kalenders, sondern anhand tatsächlicher Beobachtungen der jungen Mondsichel bestimmt. Dementsprechend beginnt nach dem religiösen Kalender der Tag mit dem Sonnenuntergang an dem Abend, der dem zivilen Tag vorausgeht.
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Das Jahr = sana
Die Jahreszeiten = al fusul
der Frühling = ar rabia der Sommer as-saif der Herbst – al harif der Winter – al schita
Die Christlichen Monatsbezeichnungem Die Hedscha Monate
Januar = yaniir muharam
Februar = febraiir safar
März = maaris rabieuni awaal
April = ibril rabiuni thani
Mai = maiiu dchumada al-ula
Juni = yunia dchumada thania
Juli = yulia radschab
August = agustus schabaan
September = siptambar ramadan
Oktober = uktubar schauwal
November = nufambir zul-Qaada
Dezenber = disambir zul-Hischa

 

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3.5.7 Die Tageszeiten

die Morgendämmerung – al fai’rder Morgen – as-sabbah

der Mittag – nisfu

der Nachmittag – bada zuhr

der Abend, die nacht -al layl

Mitternacht – nisful al layl

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3.5.8 Wie spät ist es ?

Wieviel Uhr ist es (wie spät ist es?)
kami s-sa’a ?Es ist 1 Uhr
as-sa’a l-ana al wahidaEs ist 2 Uhr
as-sa’a l-ana a ithnatu

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3.5.9 Familie

die Mutter – al ummmeine Mutter – ummi

der Vater – al ab

mein Vater – abi

der Sohn – al ibn

die Tochter – al bint

der Bruder – al ach

die Schwester – al ucht

der Grossvater – al dschaddi

die Grossmutter – al dschadda

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3.5.10 Die Richtungen und Himmelsrichtungen

links – ila yasar
rechts – ila yamin
gerade(aus) – ilal amam
hinter – chalfa
vor – amama
neben bidschänibi
unter – tachta
der Norden – al hauwafiq
Süden – al dschanub
Osten – as scharq
Westen – alrarb
hier – hunna
dort – hunnaka

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3.5.11 Der Körper

 body Ader – warid
Aram – dira‘
Auge – ayun
Bauch – batn
Bein – sak
Blase -mathanat
Blinddarm – zaidat daudiyat
Blut – dam
Bronchien – suab hauwaia
Brust – sadr
Darm – may‘
Drüse – ruda
Ellenbogen – mirfaq
Finger – isba‘
Fuss – qadam
Gelenk – mafsil
Hand – yad
Haut – dschild
Herz – qalb
Hüfte – wirk
Kiefer – fak
Knie – rukbat
Knöchel – ka’b
Knochen – azm
Kopf – ras
Leber – kabid
Lippe – safat
Lunge – ri’at
Magen – ma’id
Mund – fam
Nase – af
Nerv – asab
Niere – kula
Ohr – udun
Rücken – zahr
Schulter – katif
Zahn – sinn
Zunge – lisan

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3.5.12 Islamische Feste

Die muslimische Jahreszählung beginnt mit dem Jahr der Hidschra, der Auswanderung Mohammeds nach Medina (622 n.Chr.). Das muslimische Jahr ist ein reines Mondjahr, d.h. es zählt 12 Monate von 29 oder 30 Tagen. Weil das Mondjahr 11 Tage kürzer ist als unser Sonnenjahr, verschiebt sich der muslimische Kalender um 11 Tage. Seit 622 sind 1406 dieser Mondjahre von 354 Tagen vergangen (Stand 1988).

Die genauen Daten der Feste hängen mit dem Aufgang der ersten Sichel des neuen Mondes zu Beginn des betreffenden muslimischen Monats zusammen. Das kann einen Unterschied von einem Tag gegenüber dem oben genannten Datum ergeben. siehe auch 3.5.6 Die Jahreszeiten, Monate und Wochentage

01. Tag muharam Neujahr
10. Tag muharam aschura (wichtigstes schiitisches Fest, Gedenken des Todes von Hussein)
12. Tag rabieuni awaal maulid al-nabi (Geburtsfest Mohammeds)
27. Tag radschab lailat al-miradsch (die Nacht der Himmelfahrt Mohammeds)
01. Tag ramadan Beginn des Fastenmonats ramadan
09. Tag ramadan Heilige Nacht der Macht (Offenbarung des Korans)
01. Tag schauwal id al-fitr (Fest des Fastenbrechens)
10. Tad zul-Hischa id al-adha (Opferfest, auch genannt id al-kabir: das große Fest)

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4. Einige Links, die weiterhelfen könnten

Lernen Sie die wichtigsten Wörter auf Arabisch
http://www.weltreisewortschatz.de/arabisch/

Die wichtigsten Wörter auf Arabisch
http://www.cengolio.com/die-wichtigsten-woerter-auf-arabisch

Was heißt … auf Arabisch? – Der Reise-Wortschatz für Ihren Flug in den Urlaub
http://www.online-sprachkurse.net/urlaubswortschatz/arabisch-reisewortschatz/

Das Langenscheidt Deutsch-Arabisch Wörterbuch
http://de.langenscheidt.com/deutsch-arabisch/

Arabisch Übersetzung im PONS Online-Wörterbuch
http://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/deutsch-arabisch

arabdict.com
www.arabdict.com

Lessan – das große Arabische Online-Wörterbuch

bab.la Arabisch-Englisches Wörterbuch

arabdict – Deutsch-Arabisches Wörtervbuch

Online Übersetzer – www.5goldig.de – Sprachen, Übersetzer, Wörterbücher, Translator

Webtran – Online Übersetzungen

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